Geigelstein und Kampenwand

Anstieg auf die Reither Spitze 2 Std., Abstieg zur Hütte 15 Min., Freiungen-Höhenweg zum Solsteinhaus 4–4.30 Std., Abstieg nach Hochzirl 2–2.15 Std.; insgesamt 8.15–9 Std. (Autor: Michael Pröttel)
26 km
1700 m
10.00 h
Freitag 5 km 2 Std. ’700 HmVom Priental zur Priener HütteGemütlicher HüttenzustiegHuben – Talalm – Priener HütteWegverlauf Am Ende des Parkplatzes Huben (720 m) beginnt ein schöner Waldweg, der zunächst in immer der-selben Neigung bergan führt. Nach einiger Zeit stößt man auf die Kehre einer Forststraße. Man folgt dieser aufwärts und geht an einer Gabelung der Straße links. Kurz darauf kann man den Fahrweg auf einem Fußweg nach rechts verlassen. Er führt ein Stück lang parallel zu einem Bach empor und überquert ihn dann. Zunächst noch durch Wald, dann auf einem schönen Wiesenweg wandert man nun weiter bergan, übersteigt einen Zaun mithilfe von Holzstufen und stößt hinter dem nah gelegenen Almgebäude der Talalm (1.15 Std., 1119 m) wieder auf den Fahrweg. Diesem folgen wir nun nach links und halten uns dann bei der nächsten Gabelung rechts. Weiter recht flach geht es nun ein längeres Stück auf dem breiten Fahrweg weiter in Richtung Osten. Kurz bevor man die Priener Hütte erreicht, stößt wieder von links ein Fußweg auf die Fahrstraße. Auf diesem nach links, und wir erreichen nach einem letzten steilen Stück die Priener Hütte (2 Std., 1411 m).Samstag 8,5 km 6 Std. ’ 800, ‘710 HmÜber den Geigelstein zur KampenhöheAbwechslungsreiche Bergwanderung zum zweithöchsten Berg der Chiemgauer AlpenPriener Hütte – Geigelstein – Weitlahnerkopf – Dalsenalm – SonnenalmWegverlauf Von der Priener Hütte (1411 m) aus wendet man sich nach Osten und steigt zuerst über einen Wiesenhang, dann an Fel-sen vorbei, zuletzt etwas ausgesetzt auf den Verbindungsgrat zwischen Geigelstein und Breitenstein hinauf. Von hier geht es nach links und durch Latschen in vielen Serpentinen hinauf und über den teilweise schmalen Kamm zum Gipfelkreuz des Geigelsteins (1 Std., 1813 m). Hinweis: Wegen der Erosion muss man bitte unbedingt auf dem Weg bleiben.Vom Gipfel steigt man nun über eine deutliche Latschengasse nach Norden auf die freien Wiesen des Rossalmsattels hinunter. Es geht noch ein Stück bergab, man hält sich bei der Weggabelung rechts und steigt dann wieder leicht bergauf, um den felsigen Rossalpenkopf an dessen Westseite zu umgehen. Wenig ansteigend führt die Route über kleine Kalkfelsen und durch Latschengelände hindurch auf einen breiten Bergrücken. An seiner Rückseite leitet uns der Weg wieder leicht absteigend zur im Sommer bewirteten Rossalm (2.30 Std., 1661 m). Hier wendet sich der Weg nach Osten und führt durch eine schöne Talmulde – bei einem Abzweiger nach rechts weiter geradeaus gehen – zu einem Latschensattel. Vom Sattel aus lohnt sich der kurze Abstecher zum rechts gelegenen Weitlahnerkopf (3 Std., 1615 m), von dem man eine sehr schöne Aussicht auf den nördlich vorgelagerten Kampenwandrücken hat. Man geht zu dem Latschensattel zurück und steigt nun nach Norden einen steileren, felsigen Hang hinab. Drahtseile erleichtern hier den Abstieg. Der Weg wendet sich nach Osten zu einem Wiesenrücken. Von hier aus laufen wir wieder nach Norden hinab und auf nun gutem Weg durch lichten Bergwald zu dem freien Almgelände unweit der Dalsenalm (4 Std., 1080 m). Ein Wiesenpfad führt uns schließlich zu einer deutlichen Wegkreuzung. Man folgt der Beschilderung zur »Hofbauernalm«, die man über steilere Waldhänge erreicht. An der Hofbauernalm wird das Gelände lichter. Der Weg führt östlich, nun in flachem Almgelände, zu einem von der Scheibenwand herabziehenden Rücken. Zunächst auf diesen, dann die Ostflanke der Scheibenwand querend, erreicht man schließlich die Bergstation der Kampenwandseilbahn. Ganz in der Nähe befindet sich auf der Kampenwandhöhe die Sonnenalm (6 Std., 1467 m), von der aus sich ein sehr schöner Blick zurück auf den Geigelstein und das links dahinter liegende Kaisergebirge bietet.Sonntag 11,5 km 6.15 Std. ’ 200, ‘1200 HmBesteigung der KampenwandÜber beeindruckende Felsenwelt hinunter ins AchentalSonnenalm – Kampenwand – Piesenhausener Hochalm – GrassauWegverlauf Von der Sonnenalm (1467 m) folgen wir dem breiten Fußweg in Richtung »Steinlingalm«. Kurz wird es etwas steiler, bis man einen flachen Rücken erreicht, wo ein Kreuz steht. Der breite Weg führt uns an einem Felsturm vorbei und leicht absteigend hinunter zur Steinlingalm (0.30 Std.). Direkt bei der Alm wenden wir uns nach rechts und folgen dem erodierten Fußweg bergauf. Der Weg ist in viele einzelne Pfade aufgegliedert. Wir nehmen am besten den mit roten Punkten markierten Hauptweg, um Kniegelenke und auch den Boden zu schonen. Er wird steiniger, und wir erreichen die ersten Felswände. Hier nach links. Es geht weiter durch die beeindruckenden Felsschluchten der »Kaisersäle«. Teilweise muss man die Hände zu Hilfe nehmen. Die Markierungen führen uns nach rechts, ein weiteres Mal durch eine enge Felsschlucht. Das Gelände öffnet sich, und wir sehen das Gipfelkreuz vor uns. Um dieses zu erreichen, müssen wir mithilfe einer Eisenkette die felsige, steile Nordseite des Gipfelblockes umgehen. Dahinter wird der Weg wieder leichter, und wir stehen auch schon an dem zwölf Meter hohen Gipfelkreuz des Ostgipfels der Kampenwand (1.30 Std., 1664 m). Von hier aus kann man direkt die steile, zum Teil mit Drahtseilen gesicherte Südostflanke hinabsteigen.Leichtere Alternative Wer sich diesen Steig nicht zutraut, geht lieber zurück zur Steinlingalm und folgt dort dem nach rechts zu einer Scharte ansteigenden Weg. Dahinter schließt ein kurzer felsiger Steig an, und die beiden Abstiege treffen wieder zusammen.Der nun wieder bessere Weg führt kurz in den Wald, dann südseitig um den Hochalpenkopf herum und weiter zum breiten Bergrücken, auf dem die Piesenhauser Hochalm (2.30 Std., 1320 m) liegt.Wo die Almstraße leicht ansteigt und nach rechts ein weiterer Fahrweg abzweigt, biegen wir an einer Gabelung vor einem Brunnen links Richtung Staffnalm ab. Nun wieder im Wald, laufen wir zu dem zwischen den Waldkuppen Haberspitz und Friedenrath gelegenen Sattel und auf der Ostseite weiter zum Sattel zwischen Friedenrath und Großstaffen hinab. Dort überquert man eine Forststraße und wandert weiter über die freien Wiesen der Staffnalm (4 Std., 1050 m) zum gleichnamigen Almgasthof. Von der Staffn Alm aus führt ein steilerer Fußweg hinab zur den freien Wiesenflächen der Grassauer Almen. Hier stößt man auf eine weitere Forststraße.Diese verläuft nach rechts in den Wald hinein. Bei einer großen Kurve muss man aufpassen, da man hier nach links wieder in einen schöneren Fußweg abzweigen kann. Er stößt bald auf einen brei-teren Fußweg, dem man nun nach rechts folgt. Bald jedoch verlässt man auch diesen und geht nach links auf einem schmäleren Weg steiler bergab. Man erreicht schließlich eine Brücke und wandert nun wieder flacher, indem man sich bei Gabelungen jeweils rechts hält, aus dem Wald heraus bis zu dem grünen Talboden. Über einen Landwirtschaftsweg geht es zuletzt in den Ortskern von Grassau (6.15 Std., 539 m) hinein.Zweitagesvariante Wer nur Samstag und Sonntag Zeit hat, der kann am Samstag auf den Geigelstein direkt von der Bushaltestelle Hainbach aus (noch vor der Haltestelle Huben) zur Kampenhöhe aufsteigen. Direkt vor dem Parkplatz Hainbach weist ein weißes Schild »Geigelstein« nach Osten. Man folgt dem breiten Fahrweg über eine Brücke, wendet sich nach links und folgt auf einem schmäleren Weg dem Klausengraben steiler bergan. Nach etwa einer Stunde wird der Weg flacher, und man erreicht die freien Wie-sen der Dalsenalm. Von hier weiter, wie bei der Samstagsetappe beschrieben (Aufstieg etwa 3.30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied1700 m
Dauer10.00 h
AusgangspunktAschau (615 m)/Ausgangspunkt Bushaltestelle und Parkplatz kurz vor Huben (720 m).
Tourencharakter»Wann i mit meiner Wampen kannt, dann gangat i auf d’ Kampenwand!« Als Käufer dieses Buches wird Sie ein allzu dicker Bauch sicher nicht an der Besteigung dieses vielleicht markantesten Chiemgauer Gipfels hindern – wie es in dem urbayerischen Spruch zum Ausdruck gebracht wird. Etwas sportlich sollte man aber schon sein, da für die Gipfelbesteigung Trittsicherheit erforderlich ist.Besonders schön ist es meiner Meinung nach, die Kampenwand nicht als kurze Tagestour anzugehen, sondern am Vortag dem Geigel-stein, dem zweithöchsten Gipfel der Chiemgauer Alpen, aufs Haupt zu steigen.Den Auftakt des Wochenendes bildet der einfache Hüttenzustieg zur Priener Hütte, den man auch noch am späten Nachmittag erledigen kann. Am Samstag folgt der Geigelsteinbesteigung eine landschaftlich besonders schöne Überschreitung über Rossalm, Weitlahnerkopf und Dalsenalm hinüber zur Kampenwandhöhe. Nach der Kampenwand als krönendem Abschluss steigt man am Sonntag schließlich ins wunderschöne Achental ab.Da es sich bei dieser Wochenendtour um eine Durchquerung mit unterschiedlichem Ausgangs- und Endpunkt handelt, ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr zur empfehlen.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 7 »Chiemsee und Umgebung« 1:50000, Bayerisches Landes-vermessungsamt.
VerkehrsanbindungMit dem Auto: von München auf der A 8 bis Ausfahrt »Frasdorf« und über Aschau in Richtung Sachrang. Südlich von Aschau das Tal weiter und am Parkplatz vor Huben parken. Mit dem Zug: von München mit Umsteigen in Prien nach Aschau und von dort mit RVO-Bus 9502 zur Haltestelle Huben, keine Busverbindung an Sonntagen, aktueller Fahrplan: www.rvo-bus.de. Endpunkt Rathaus von Grassau (539 m); zurück nimmt man den RVO-Bus 9509 nach Übersee und von dort den Zug weiter Richtung München bzw. Freilassing. 
Unterkunft
Priener Hütte (DAV, 1411 m), ganzjährig geöffnet, Tel. 08057/428, Internet: www.priener-huette.de; Sonnenalm oberhalb der Kampenwandseilbahn (1467 m), Tel. 08052/ 4411, Anmeldung über www.kampenwand.de, sowie Einkehrmöglichkeiten auf der Rossalm, der Steinlingalm, der Piesenhausener Hochalm und der Staffnalm.