Gamskogel (2206 m)

Landschaftlich ansprechende, aussichtsreiche Wanderung auf einen wenig besuchten Panoramagipfel. Weitgehend unmarkierte, alte Bergpfade, die ein sicheres Gespür für die beste Routenfindung verlangen. (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
1050 m
4.00 h
Vom Picknick- und Grillplatz am Fahrweg in ein paar kurzen Kehren zur Unterfoischingalm hinauf. Dann folgt man der Straße nach Süden Richtung Filzenalm. Der Fahrweg wird ziemlich steil, führt in den Wald hinein und stößt an den unteren Rand einer Lichtung. Dort nach links auf einen groben Rückeweg (Holzziehweg) abzweigen. Diesen Weg aber sogleich verlassen und den Markierungspfosten folgend steil nach Osten hinauf. Der Bergweg schlängelt sich durch Wald und über Lichtungen hinauf, quert eine Straße, und hinter einem kurzen Waldstück kommt man nach einer Wiese zur Fahrstraße. Diese kürzt man ab und geht geradewegs zur Foischingalm (1520 m). Oberhalb der Alm nach links auf der Straße weiter, einen weiten Bogen ausgehen, weil der alte, direkte Bergweg nicht mehr vorhanden ist, und gegen Süden zur Oberfoischingalm. Nun heißt es aufpassen, denn ab dort gibt es keine Markierungspunkte mehr. Von der Alm folgt man dem Sträßchen noch gut 100 m weit nach Süden und zweigt bei der zweiten Fahrspurabzweigung links ab. Diese Fahrspur wird aber bald nach Süden verlassen, um im freien Hang anzusteigen. Dabei kommt man in lichten Zirbenwald und bei einem kleinen Seeauge zu einer quer verlaufenden Rampe. Über sie hinweg und einen Wiesenhang weglos hinauf. Dann sich rechts haltend zu einer Wegspur und den Steinmännern folgend lange gegen Süden aufwärts. Im idyllischen Zirbenwald knickt die Route nach links, also gegen Osten ab, steigt in Kehren weiter an und führt dann rechts abdrehend nach Süden weiter. Man verlässt dort den alten Steig zur verfallenen Tagweider Tretl. Bald darauf kommt man an einem stillen Bergsee östlich vorbei und nähert sich immer mehr dem felsigen Gipfelrücken. Über ihn geht es nun anfangs recht steil, dann immer flacher, einer der mit Steinmännern markierten Routen folgend lange nach Süden dahin. Kurz vor dem Gipfelkreuz verläuft die Trittspur auf der rechten, also der westlichen Gratseite. Die letzten Meter geht es dann direkt zum großen Kreuz hinauf.
Abstieg.
Der Rückweg verläuft entlang der Aufstiegsroute, es sei denn, man will sich auf eine der oben angesprochenen Varianten einlassen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1050 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPicknick- und Parkplatz »Foisching« im Windautal bei der Abzweigung zur Unterfoischingalm (1160 m)
EndpunktPicknick- und Parkplatz »Foisching« im Windautal bei der Abzweigung zur Unterfoischingalm (1160 m)
TourencharakterZum Gamskogel gibt es verschiedene Routen, die aber allesamt wenig frequentiert werden. Die einfachste beginnt in der Nähe der Gamskogelhütte und führt über Tagweidalm und Tagweidl durch das Miesenbachtal und die Neualm von Norden her in den Sattel zwischen Speikkogel und Gamskogel. Von dort geht es steil zum Gipfelkreuz hinauf. Dieser lange Talmarsch ist nicht besonders aufregend, und deshalb suchen wir uns für die Wanderung eine etwas spannendere Route aus. Sie ist nur anfangs mit roten Punkten markiert, und auch in den oberen Bereichen finden sich nur hin und wieder Steinmänner. Deshalb sind gute Sicht und Orientierungsgabe notwendig. Ein wenig Bergabenteuer ist also garantiert.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000 Blatt 29 (Kitzbüheler Alpen)
MarkierungenEs gibt nur ein paar Wegtafeln und über der Oberfoischingalm keine Markierungspunkte. Hin und wieder finden sich Steinmänner.
VerkehrsanbindungMit dem Auto über Wörgl–Hopfgarten–Westendorf ins Windautal bis zum Ausgangspunkt
GastronomieAuf der Route gibt es keine Möglichkeit.
Tipps
Auf dem alten Almweg. Wer auf der unten vorgestellten Route nicht genügend Bergerlebnis findet, kann ab der Oberfoischingalm auf einem alten Almweg (etwa 200 m Entfernung sind weglos) nach Nordosten in weitem Bogen durch den Wald und über der Tagweidl in langem Abstieg durch steile Wald- und Wiesenhänge in ausholendem Rechtsbogen in die Weidegründe östlich der Tagweider Tretl ansteigen, um sich von dort dem Gipfelgrat zu nähern. Diese Variante ist unmarkiert, stellenweise verfallen bzw. zugewachsen und am Vormittag stark der Sonne ausgesetzt (außerdem muss man wiederholt durch nasse Wiesenbereiche). Sie bleibt also Extremwanderern vorbehalten.
Höchster Punkt
Gamskogel (2206 m)
Unterkunft
Gamskogelhütte im Windautal und Steinberghaus
Tourismusbüro
Westendorf, Tel. 0043/5357/2000300; www.tirol.at/westendorf
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