Fundusfeiler (3079 m)

Alpine Steige in meist malerischer Felslandschaft mit Bergseen; teilweise recht steiles Gelände, einige Sicherungen, Trittsicherheit notwendig (Autor: Dieter Seibert)
32 km
1740 m
10.00 h
Über den Wildgrat zur Erlanger Hütte (4 Std.).
Mit der Gondelbahn und dem anschließenden Lift auf den Kamm (2368 m) nahe dem Sechszeiger. Auf dem weiträumigen Rücken kurz abwärts ins Niederjöchl (2302 m) und weiter stets auf dem aussichtsreichen Kamm meist auf Gras an den Steilaufschwung heran. Rechts unter den Felsen hindurch und »von hinten« auf den Hochzeiger (2560 m). Nun schräg durch die äußerst steilen, von Fels durchsetzten Hänge auf kleinem, spannendem Steig hinab auf einen Absatz über dem mittleren Riegetal und kurz wieder empor zu dem 140 Meter langen, fast runden Großsee (2416 m) mit eindrucksvoller Felszacken-Umrahmung. Zu einem zweiten See, von dort gerade nach Osten ins Hochtal, dann links steiler auf eine Schulter im Westgrat. An einer Felsrippe entlang – leichter als erwartet – auf den Wildgrat (2971 m). Abstieg nach Osten über Fels, Geröll und Gras zur herrlich gelegenen Erlanger Hütte (2541 m) neben dem Wettersee.
Auf den Fundusfeiler (3.30 Std.).
Von der Hütte über einen nahen Sattel, dann quer durch Kare und über Rippen weit nach Süden auf die Böden unter dem Lehnerjoch. Nach Südosten empor, dann steiler auf Schutt in die Feilerscharte (2926 m). Über den ausgeprägten, teilweise leicht felsigen Grat auf den 3079 Meter hohen Gipfel.
Abstieg (4 Std.).
Auf der gleichen Route zurück, dann links ab und das nahe Lehnerjoch (2510 m) überquerend zur Ludwigsburger Hütte (1935 m, DAV, 43 Schlafplätze). Von hier wahlweise Abstieg über Zaunhof ins Pitztal und Busfahrt nach Jerzens oder Aufstieg zum Hohen Gemeindekopf (2771 m, 2.15 Std.), hinab zum Großsee und tief unter dem Hochzeiger hindurch zur Mittelstation der Bahnen von Jerzens.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied1740 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
StartortJerzens (1107 m), weit verstreuter Ferienort hoch über dem Pitztal; Talstation der Hochzeigerbahnen (1468 m)
AusgangspunktTalstation der Hochzeigerbahnen (1468 m)
EndpunktMittelstation der Bahnen von Jerzens
TourencharakterDer Fundusfeiler präsentiert sich als massige Berggestalt mit einer 1000 Meter hohen Flanke nach Osten; er ist der nördlichste Dreitausender im Geigenkamm der Ötztaler Alpen. Wer sich eine gemütliche Wochenendtour wünscht, steigt von Köfels über dem Ötztal zur kleinen, urigen Frischmannhütte hinauf, um dann in knapp drei Stunden auf einem Steig den Gipfel zu erreichen. Der Erlebnishungrige hingegen kombiniert dieses Ziel mit einer Überschreitung des Wildgrates. Mit seinen 2971 Meter ist dieser zwar ein Gerade-nicht-mehr-Dreitausender, imponiert aber durch andere Eigenschaften - Der Wortteil »wild« passt bestens, besteht das Massiv doch aus einem ganzen Wald schroffer, fast schwarzer Felstürme und -zacken, zudem bilden hochalpine Seen einen besonderen Schmuck. Die Erlanger Hütte, unser Quartier für die Nacht, liegt neben dem ungewöhnlich großen, fast runden Wettersee.
Hinweise
Siehe Tour 12 in Karte.
KartentippÖsterreichische Karte, Blatt 145 (Imst) und Blatt 146 (Oetz)
VerkehrsanbindungAus dem Inntal bei Imst nach Süden über Wenns zum Beginn des engeren Pitztales, dort links ab, noch 4 km hinauf nach Jerzens und über die Bergstraße zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Fundusfeiler (3079 m)
Unterkunft
Erlanger Hütte (2550 m), DAV, 48 Schlafplätze, Tel. - 0663/9255241

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