Fuchskaute

Dach des Westerwalds Wald- und aussichtsreiche Wiesenwanderung auf fast durchgehend bequemen Wegen und Pfaden. (Autor: Bernhard Pollmann)
11 km
100 m
3.00 h
Ketzerstein An der Bushaltestelle in dem kleinen Dorf Weißenberg bei einer als Naturdenkmal ausgewiesenen uralten Esche verlassen E1, Rothaarsteig und Jubiläumswanderweg die Herborner Straße und führen in Wiesen hinauf zur aussichtsreichen Basaltblockgruppe Ketzerstein (610 m). Sie gewährt eine exzellente Aussicht über Westerwald und Siegerland hinweg bis zum Sauerland, eine Sitzbank und eine Schutzhütte laden zur Rast. Das Naturdenkmal ist der Rest eines erstarrten Lavastroms. Deutlich erkennbar ist noch die ehemalige Säulenform, die durch horizontale Klüfte zergliedert wurde. Geologisch bedeutsam ist der hohe Gehalt an magnetischem Eisen-Titan-Erz (Illmenit), der den Ausschlag einer Kompassnadel deutlich beeinflusst (Aberration) - Die Nadel zeigt immer auf den Ketzerstein. Wie der Name andeutet, ist die Felsgruppe von Legenden umwoben: Angeblich handelt es sich bei diesem »altarförmigen« Felsen um einen alten Opferplatz. Heimatforscher führen den Namen »Ketzerstein« auf den wüst gefallenen Ort Katzenstein zurück, der im Jahr 1403 als Koczhusen erwähnt wird und 1,5 km nordöstlich von Willingen lag. Zur Fuchskaute Kurz nach Passieren des Ketzersteins wechseln die Wanderwege rechts auf einen abwärts führenden Wiesenweg und wenden sich am Waldrand oberhalb eines Gehöfts links. Im Wechsel von Wald- und aussichtsreichen Wiesenpassagen führt der pfadartige Weg in sachtem Auf und Ab zu einem Hochsitz – kurz davor wechseln der E1 und der Ahornblatt-Weg rechts auf die Route nach Bad Marienberg! –, erreicht gleich darauf eine Aussichtssitzbank, und wenn wir nahe Windräder sehen, ahnen wir in den Wäldern links davon die Fuchskaute, die ebenfalls auf der Opferliste der Windkraftindustrie steht. An der nächsten Sitzbank geht es links weiter auf einem Teerweg, am Ende geradeaus auf einem pfadartigen Grasweg, der zuletzt auf einen Forstweg mündet und ihm rechts hinauf zur Fuchskaute folgt, deren Naturschutzflächen nach einem letzten kleinen, aussichtsreichen Zwischenabstieg erreicht werden. Beim Schlussanstieg auf die Basaltkuppe der Fuchskaute bietet sich ein wundervolles Westerwald-Taunus-Panorama (Sitzbänke). Von der Amateurfunkantenne auf der Fuchskaute leitet der Rothaarsteig weiter Richtung »Dreiländereck«. Am hinteren Ende des Hotelparkplatzes geht es links auf einem leicht grasigen Weg hinab durch die als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bergwiesen mit ihrer Blütenpracht. Nach Durchqueren eines Waldstücks mit alten, bis zum Boden beasteten Fichten verlässt der Rothaarsteig am Ende des Naturschutzgebiets das Bundesland Rheinland-Pfalz und wechselt nach Hessen hinüber. Am Waldrand lädt eine Sitzbank zur Rast mit Blick über Wiesen und Wälder hinweg zum funkturm- und windkraftanlagenüberhöhten Höllkopf und links bis zu den Ausläufern des Rothaargebirges. Zum Dreiländereck Im Wechsel von Wald und aussichtsreichem Wiesenland führt der Rothaarsteig weiter, am Forstweg rechts und an der Gabelung links mit wunderbarer Aussicht auf das Hochland. Nach Passieren einer Panoramasitzbank senkt sich der Weg zum Wald hinab und durchquert ihn rechts. An der Straße geht es wenige Meter links, dann auf dem ersten Forstweg rechts in den Wald hinein, wobei nun zur Rothaarsteig- die Ahornblatt-Markierung des Jubiläumswanderwegs des Westerwaldvereins tritt. An einer Wiese lädt eine Bank zur Rast, und wenn der Rothaarsteig bald darauf rechts in die Wiese hinauf abzweigt, folgen wir dem Jubiläumswanderweg auf dem Forstweg in sachtem Abstieg geradeaus. Wenig später wechseln der Ahornblatt-Weg und die Markierung 7 links auf einen Pfad und erreichen an einer Holzbrücke über den Ketzerbach das Dreiländereck. Hier grenzen die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen aneinander. Nach kurzem Anstieg im Wald mündet der Pfad auf einen Teerweg, den unser Ahornblatt-Weg wenig später rechts verlässt. Durch den Wald und zuletzt in den Wiesen links – ab hier auf der x-markierten Route des E1 – leitet das Ahornblatt zurück nach Weißenberg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortLiebenscheid (550 m), Wintersportgemeinde im Hohen Westerwald, seit 25 Jahren am ersten Februarwochenende Austragungsort eines Internationalen Schlittenhunderennens.
AusgangspunktBushaltestelle Weißenberg (580 m) an der Herborner Straße in Liebenscheid-Weißenberg.
TourencharakterDie Fuchskaute (656 m) ist die höchste Erhebung des Westerwalds mit einzigartigem Blick über das sanft gewellte Hochland bis hin zum Feldberg im Taunus. Die als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bergwiesen zwischen den beiden sanft gerundeten Basaltkuppen, die sich wie fast alle Westerwaldberge nur sanft über das land- und forstwirtschaftlich geprägte Umland erheben, sind Rückzugsgebiete für eine Vielfalt selten gewordener Tier- und Pflanzenarten; hier gedeiht das größte Vorkommen von Arnika in Rheinland-Pfalz. Auf der südlichen und bekannteren der beiden Kuppen thront in Panoramalage das Hotel-Restaurant »Fuchskaute«; im Osthang des Bergs verläuft die Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Bei unserer Wanderung folgen wir der Südschleife des Rothaarsteigs durch Wälder und Wiesenland mit exzellenten Fernblicken über die Fuchskaute.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1 - 50000, Blatt 25 Siegerland (Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen) und Topografische Karte 1:50000, Blatt NW Wandern und Radwandern im nördlichen Westerwald (Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz).
VerkehrsanbindungBuslinie Rennerod – Bad Marienberg. A 45 Sauerlandlinie Ausfahrt Haiger/ Burbach, weiter auf der B 54 Richtung Burbach.
GastronomieFuchskaute.
Tourismusbüro
Verkehrsverein Hoher Westerwald, Hauptstraße 55, 56477 Rennerod, Tel. 02664/912397, Internet www.rennerod.de.

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Bernhard Pollmann, Matthias Wibber u.a.

Deutschlands Wanderparadiese

Deutschlands Wanderparadiese stellt 200 Touren für jeden Geschmack in Deutschlands schönsten Wanderregionen vor.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema