Fiesole – eine antike Kanzel

Einfache Streckenwanderung, weitgehend absteigend. Von Settignano Bus (Linie 10) nach Florenz. (Autor: Helmut Dumler)
7 km
200 m
1.00 h
Das Forum von »Faesulae«, wie Fiesole bei den Römern hieß, befand sich auf der Piazza Mino, wo sich in Form eines Denkmals König Vittorio Emanuele II. und der Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi – sie realisierten 1860 die Einigung Italiens – als Reiter in die Augen sehen.
Hier beginnt die Wanderung. Am oberen Rand des Platzes geht es rechts von der Kirche Santa Primerana, dem ersten Gotteshaus (10.Jh.) Fiesoles, in die Via Giuseppe Verdi: Passeggiata panoramica. Nach insgesamt 10Min. schlendern wir bergab auf der Via degli Scalpellini. Voraus erscheint die Waldkuppe des Monte Ceceri. Am Ende des Teersträßchens halten wir uns rechts und folgen dem Kiesweg zwischen Mauern. An der Gabelung entschließt man sich für den linken Abzweig, der markiert bergan führt.
Auf Markierung achten, denn wenig später biegen die Farbzeichen vom breiten Weg nach links ab. Nun aufwärts zum waldgesäumten Plateau am Monte Ceceri (414m). Ein Gedenkstein erinnert an Leonardo da Vinci als Flugpionier (1/2Std.).
Vom Gedenkstein läuft man schräg links über den Platz und bergseitig mit der Wegnummer 1. Sie folgt dem Weg längs einer Mauer. Östlich sitzt auf einer Kuppe das Castel di Poggio. Unser Weg senkt sich. An der Schranke geht es links zur Häusergruppe Ville Monte Ceceri.
Beim Kirchlein an der Piazza ai Pini wandern wir rechts und kommen auf die breite Straße von Fiesole. Wiederum rechts. An der Bushaltestelle wird der Asphalt halb rechts verlassen. Ein Hangpfad führt in 5Min. zu einem Teersträßchen. Nochmals rechts, an der Rechtskurve geradeaus auf einer Naturstraße. Sie führt zwischen den Koppeln des Reitstalles Le Caselle hindurch. Südlich zeigt das Castel di Vincigliata seinen Zinnenturm.
Abwärts und aus der Senke gelangen wir direkt in den Waldschatten im Hang unterhalb des Castel di Poggio. An der Casa Mezzana (Wasserhahn) macht die Route einen Rechtsknick. Im nächsten Wäldchen wandern wir schnurgerade bergan und stoßen auf die Straße rechts nach San Lorenzo.
Etwa 50m nach der Kirche, am Ende eines Mäuerchens, folgen wir den Markierungen bei der Schranke links (geradeaus geht es zum Castel di Vincigliata, Besitz der Harvard-Universität; Zimmervermietung).
Der Pfad bringt uns durch Olivengärten (rechts haltend) zu einem Querweg. Dort geht es links weiter. Vorbei an drei Wohnhäusern, später, beim Gehöft am Geländerücken Poggio al Vento, kreuzen wir die Markierung 2. Nach dem Anwesen geht es links steil bergab durch eine Zypressenallee.
Vor dem Friedhof wandern wir links nach Settignano (178m) und im Ort rechts mit der Via di San Romano zur Pfarrkirche Santa Maria Novella.
Im Ort wuchs Michelangelo (1475–1564) in der Villa Buonarroti auf (keine Besichtigung), mit fünfzehn ging er dann in die Werkstatt des berühmten Florentiner Freskomalers Domenico Ghirlandaio.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied200 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFiesole (295m).
EndpunktSettignano (178m).
TourencharakterWenn über Florenz Hitze und Smog bleiern lasten, weht droben in Fiesole – bevorzugte Wohnlage seit der Renaissance – meist ein frisches Windchen. Etrusker und Römer haben hier deutliche Spuren hinterlassen, denen nachzuspüren sich lohnt. Der Wegverlauf Das Forum von »Faesulae«, wie Fiesole bei den Römern hieß, befand sich auf der Piazza Mino, wo sich in Form eines Denkmals König Vittorio Emanuele II. und der Freiheitskämpfer Giuseppe Garibaldi – sie realisierten 1860 die Einigung Italiens – als Reiter in die Augen sehen. Hier beginnt die Wanderung. Am oberen Rand des Platzes geht es rechts von der Kirche Santa Primerana, dem ersten Gotteshaus (10.Jh.) Fiesoles, in die Via Giuseppe Verdi: Passeggiata panoramica. Nach insgesamt 10Min. schlendern wir bergab auf der Via degli Scalpellini. Voraus erscheint die Waldkuppe des Monte Ceceri. Am Ende des Teersträßchens halten wir uns rechts und folgen dem Kiesweg zwischen Mauern. An der Gabelung entschließt man sich für den linken Abzweig, der markiert bergan führt. Auf Markierung achten, denn wenig später biegen die Farbzeichen vom breiten Weg nach links ab. Nun aufwärts zum waldgesäumten Plateau am Monte Ceceri (414m). Ein Gedenkstein erinnert an Leonardo da Vinci als Flugpionier (1/2Std.). Vom Gedenkstein läuft man schräg links über den Platz und bergseitig mit der Wegnummer 1. Sie folgt dem Weg längs einer Mauer. Östlich sitzt auf einer Kuppe das Castel di Poggio. Unser Weg senkt sich. An der Schranke geht es links zur Häusergruppe Ville Monte Ceceri. Beim Kirchlein an der Piazza ai Pini wandern wir rechts und kommen auf die breite Straße von Fiesole. Wiederum rechts. An der Bushaltestelle wird der Asphalt halb rechts verlassen. Ein Hangpfad führt in 5Min. zu einem Teersträßchen. Nochmals rechts, an der Rechtskurve geradeaus auf einer Naturstraße. Sie führt zwischen den Koppeln des Reitstalles Le Caselle hindurch. Südlich zeigt das Castel di Vincigliata seinen Zinnenturm. Abwärts und aus der Senke gelangen wir direkt in den Waldschatten im Hang unterhalb des Castel di Poggio. An der Casa Mezzana (Wasserhahn) macht die Route einen Rechtsknick. Im nächsten Wäldchen wandern wir schnurgerade bergan und stoßen auf die Straße rechts nach San Lorenzo. Etwa 50m nach der Kirche, am Ende eines Mäuerchens, folgen wir den Markierungen bei der Schranke links (geradeaus geht es zum Castel di Vincigliata, Besitz der Harvard-Universität; Zimmervermietung). Der Pfad bringt uns durch Olivengärten (rechts haltend) zu einem Querweg. Dort geht es links weiter. Vorbei an drei Wohnhäusern, später, beim Gehöft am Geländerücken Poggio al Vento, kreuzen wir die Markierung 2. Nach dem Anwesen geht es links steil bergab durch eine Zypressenallee. Vor dem Friedhof wandern wir links nach Settignano (178m) und im Ort rechts mit der Via di San Romano zur Pfarrkirche Santa Maria Novella. Im Ort wuchs Michelangelo (1475–1564) in der Villa Buonarroti auf (keine Besichtigung), mit fünfzehn ging er dann in die Werkstatt des berühmten Florentiner Freskomalers Domenico Ghirlandaio.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:50000, Blatt 660.
MarkierungenRot-weiße Farbzeichen; streckenweise Wegnummer 1.
VerkehrsanbindungVon Florenz beschildert, 8km nach Fiesole. Bus (Linie 7) ab Bahnhof (Piazza Stazione) und Duomo. Gebührenpflichtige Parkplätze in Fiesole ausgewiesen.
GastronomieIn Fiesolo z.B. Ristorante Villa Aurora, Blicke über Florenz, abends über ein Lichtermeer. Unterwegs: In Settignano und Florenz.
Tipps
Historischer Spaziergang in Fiesole: Zwischen dem Bischofspalast (Palazzo Vescovile, 1028) und dem Priesterseminar (1637) führt ein Pflastergässchen (Via di San Francesco) hinauf zum Parco Rimembranza: Ehrenmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges, Gedenkstätte für drei Carabinieri, die 1944 in Fiesole von deutschen Soldaten umgebracht wurden. Auf der Kuppe (antike Akropolis), an der Stelle der romanischen Basilica Sant'Alessandro, stand ein etruskisches Heiligtum; die Römer verehrten Bacchus. Hier befand sich auch der erste christliche Friedhof von Fiesole. Das Franziskanerkloster mit seinen spartanisch ausgestatteten Museumszellen kann besichtigt werden; zugänglich Di–Fr 10–12:30, 15–17Uhr; Sa/So 15–17Uhr
Unterkunft
In Fiesole u.a. Hotel Villa Aurora****, Stadtmitte, abgeschlossener Parkplatz, Garten, Tel. 055/59363. Bed & Breakfast z.B. Torre di Buiano (Via Bosconi 33), Tel. 055/548836.
Tourismusbüro
Ufficio Informazioni, Via Portigiano 3–4, I-5004 Fiesole, Tel. 055/598720, E-Mail: info.turismo@comune.fiesole.ft.it
Region:
Italien
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