Ferschweiler Plateau

Unschwierige Rundwanderung. (Autor: Helmut Dumler)
12 km
165 m
2.00 h
In Ferschweiler gehen wir am Südrand des genannten Parkplatzes, links neben der Kraxenträgerin-Skulptur, in den Wald hinein. Die beschilderte Abzweigung zum Luzienturm bleibt dabei unbeachtet. Links überragen uns eindrucksvolle Sandsteinformationen. Wir wandern geradeaus, folgen den Wegnummern 6 und 8 rechts am Festplatz vorbei, parallel zur Kreisstraße 19 und dem verrohrten Steinbach. Nach 500 m betreten wir die Kreisstraße vor der ehemaligen Ferschweiler Mühle. Jetzt geht es rechts, nach 50 m links und den Fahrweg entlang. Etwa 10 Min. steigen wir bergauf, dann geht es 5 Min. eben weiter. An der Gabelung halten wir uns halb links. Nach 50 m weisen links Spuren durch den Wald zu den nahen Kiesgräbern. Wieder zurück auf den breiten Weg und links, 80 m bis zur Kreuzung. Hier geht es rechts weiter, vorbei am Neudiesburger Hof (Markierung 9). Etwa 15 Min. nach der Kreuzung beginnt links ein Teerweg. Ungefähr 200 m weiter versteckt sich links im Walddreieck der 2 m hohe Druidenstein.
Es soll sich hier um einen Menhir handeln. Acht solcher jungsteinzeitlichen Monolithe standen früher auf dem Ferschweiler Plateau, heutzutage sind es nur mehr drei Exemplare. Eines davon ist das Fraubillenkreuz, wohin nach dem Abstecher die Zeichen 9 in nördliche Richtung durch den Wald Brandbüsch leiten. Es dominiert an einer Kreuzung in erhabener monumentaler Schlichtheit (1:15 Std.). Am Kreuz geht man nun links vorbei und durch den Wald in 20 Min. zu einem freien Platz; rechts mündet ein Weg. Weiter geradeaus zur Wikingerburg (388 m), vermutlich eine Fluchtstätte der Bevölkerung, u. a. als anno 882 die Normannen ins Land stürmten; deshalb der Name »Wikingerburg«. Zurück zur Gabelung und halb links bergan. Nach 5 Min. zweigt die mit weißem »A« auf blauem Grund bezeichnete Route links ab.
Durch Waldschatten führt der Weg am Plateaurand zu einem Teersträßchen. Links unter uns liegt die legendäre Schankweiler Klause, eine Kapelle. Wer auf den Abstecher verzichtet, marschiert auf dem Teersträßchen weiter, eine Schutzhütte passierend. Nach 10 Min., kurz vor einer Wiese (402 m), geht es halb rechts in den Wald hinein. Nach 300 m abermals rechts abbiegen (geradeaus: direkter Rückweg). Rechts, etwas abseits des Weges, steht der Aussichts- und Feuerwachtturm. Noch etwa 200 m im Wald weiter, dann an seinem Rand rechts in eine Waldecke. Dort geht es links zu einer Kreuzung mit Schutzhütte und gesprengtem Westwallbunker, einer von rund 14 000 Bunkern des Westwalles. An der Kreuzung links abzweigen und auf dem Teersträßchen südöstlich über freie Fluren wandern, in 35 Min. nach Ferschweiler und durch die Hochstraße.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied165 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktFerschweiler (350 m). Wanderparkplatz beim Gasthaus Zum Felsenpfad an der Kreisstraße 19 von Weilerbach; Bushaltestelle in Sichtweite des Luzienturmes.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterUngefähr ab 400 v. Chr. siedelten hier keltische Treverer. Seitdem ist das Ferschweiler Plateau umkämpft, letztmals während des Zweiten Weltkriegs im Winter 1944/45. Den Endkampf auf deutscher Seite führten hauptsächlich SS-Panzerverbände und die 5. Fallschirmjäger-Division – ergänzt durch Kinder und Greise. Der braune Spuk war vorbei, als Ferschweiler am 13. Februar 1945 vor US-Truppen kapitulierte.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Blatt »Deutsch-Luxemburgischer Naturpark«.
MarkierungenHinweistafeln; Wegnummern 6, 8, 9, weißes »A« auf blauem Grund.
VerkehrsanbindungAb Bollendorf und Irrel jeweils 8 km, von Prümzurley 3 km. Busse von Trier und Bitburg (nächste Bahnhöfe).
GastronomieIn Ferschweiler, siehe Unterkunft.
Tipps
Die Sandböden des Ferschweiler Plateaus dürften ein Grund der frühen Besiedlung gewesen sein. Allerdings reichte die landwirtschaftlich genutzte Fläche Mitte des 19. Jhs. nicht mehr zur Ernährung aus, sodass eine starke Auswanderungswelle in die USA einsetzte.
Unterkunft
Hotel-Restaurant Eifeler Hof, Tel. 06523/386; Gasthaus-Pension Zum Felsenpfad, Tel. 06523/329. Am Ortsrand von Ernzen: Jugendgästehaus Dauwen (Naturerkundungsstation Teufelsschlucht), 4–8-Bett-Zimmer, Selbstversorger, Anmeldung erforderlich, Tel. 06526/93 10 13.
Tourismusbüro
Gemeindeverwaltung, Laisenhofer Str. 27, 54668 Ferschweiler, Tel. 06523/14 54.

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