Felszeichnungen am Monte Luppia

Unschwierige Rundwanderung; Trittsicherheit ratsam. Die Felszeichnungen erkennt man gut im schräg einfallenden Licht des Vormittags. (Autor: Helmut Dumler)
7 km
505 m
2.00 h
Vom Parkplatz Punta San Vigilio (75m) schräg links die Uferstraße überqueren und die Böschung aufwärts in den Parco San Vigilio. Zwischen Ölbäumen geradeaus zu einem breiten Querweg. Mit ihm geht es rechts. Kurz danach links halten. Nochmals links, jetzt mit einem Pfad, vorbei am Trafoturm hinan zum rot-weiß-rot markierten Fahrweg. Wir gehen links weiter. Es bietet sich ein überwältigender Blick in die geschwungene, scheinbar paradiesische Baia delle Sirene am Kap von San Vigilio! Wir folgen der breiten Strada dei Castei, passieren die Eisenschranke und gehen in einer Art Hohlweg bergan zu einem schottergeteerten Querweg. Er führt links durch dschungeldichte Vegetation. Wo das Gefälle beginnt, am Ende der Trockenmauer, wendet sich unsere Route rechts. (Vom Parkplatz 20Min.).
Nach wenigen Schritten erklären rechts Wegweiser (u.a. »Albisano«), Markierung (D3) und Farbzeichen die Route (geradeaus wären es 5Min. zur Pietra delle Griselle). Jetzt deutlich steiler weiter. Abermals ergeben sich Tiefblicke auf San Vigilio. Wir erreichen eine Schaukanzel (Grenzstein). Rechts (Tafel »Albisano«) mit den Markierungen auf herrlichem Hangpfad zur nächsten Loge. Einige Schritte links, an der Gabelung rechts halten, gemäß den Markierungen zu einer Lichtung. An ihrem Ende links halten und im Waldschatten weiter. Vor dem Erreichen der Wiese geht es beim Felsblock rechts, auf passablem Waldweg. Wenig später ansteigend im Buschwerk am Rand der 300m hohen Abstürze über der Bucht von Garda. Schwach links tendierend, halten die unvergleichlichen Ausblicke an. Dem Weg folgen bis auf die grasige Kuppe des Monte Luppia (416m). (Vom Parkplatz 11/4Std.). Der Pfad längs des Kuppenrückens trifft auf einen breiten Weg. Auf ihm links, geradewegs abwärts. Erst auf dem folgenden Querweg rechts. Bald sieht man links in der Tiefe die Dächer von Torri del Benaco. Wir erreichen das erste Haus (Wasserhahn) in Le Sorte (350m). »La sorta« war das Los, das ausgediente römische Legionäre zogen, um ein Stück Land zu erhalten. Deswegen wird die Örtlichkeit als antik gewertet, könnte aber schon vorchristlich bewohnt gewesen sein. (Vom Parkplatz 11/2Std.). Jetzt schwenkt man scharf links ein. Das Fahrsträßchen wird vom Hangmischwald aufgenommen. Einzelne Villen sowie ein ehemaliger rund gemauerter Brunnen bleiben zurück. Nach etwa 25Min., bei der Casa Bianca, wird der Weg schmäler und steinig. Und schon knapp 10Min. später erkennt man links auf dem von Wasserrillen perforierten Fels als Zeichnung ein Schiff. Auch den nächsten Fels ziert links unten ein solches Wasserfahrzeug. Rechts davon die erste Attraktion: zwölf berittene, Lanzen tragende Krieger in Kavalkade. Dieses Motiv verlieh dem Fels seinen Namen: Pietra dei Cavalieri. Die Schiffe am nächsten Fels links des Weges sind kaum noch erkennbar. Es folgt die nicht besonders breite, jedoch äußerst interessante Pietra delle Griselle. »Griselle« nennt man am Gardasee die Schiffsstrickleitern (unterer linker Plattenrand).
Oben, am rechten Rand, sind mehrere Stoßlanzen graviert, die größte 50cm lang. Dazu gesellen sich menschliche Figuren, eine davon ohne Arme und Beine. Der Kreis, ein anderes Motiv, »stellt vielleicht ein Schild dar«, meint Wissenschaftler Dr. Fabio Gaggia. Er vergleicht die Stoßlanzen mit bronzezeitlichen Lanzen aus dem Balkan und dem Donauraum und datiert die Bilder in die Bronzezeit. Unklar bleibt jedoch, ob die Darstellungen gleichzeitig entstanden sind. Wir setzen unsere Tour auf dem Hangpfad fort und erreichen in wenigen Minuten den bekannten Hinweg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied505 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPunta San Vigilio (75m) zwischen Garda und Torre del Benaco. Parkplätze.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterSind die Zeichnungen auf grauem, von Eiszeitgletschern gehobeltem Fels hintergründige Botschaften oder sakrale Symbole? Entsprangen die Bilder dem ewig menschlichen Drang nach Unsterblichkeit? Jedenfalls handelt es sich dabei um die ältesten Kunstwerke am Gardasee. Insgesamt bergen die Hänge zwischen Garda und Malcesine auf mehr als 250 Felsen rund 3000 Gravuren.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass 1:25000, Blatt 692.
MarkierungenWegweiser, rot-weiße Farbzeichen.
VerkehrsanbindungGardasee-Ostuferstraße, 4 km von Garda. Bushaltestelle.
GastronomiePunta San Vigilio am kleinen Hafen.
Tipps
Bade- und Freizeitspaß. Bade- und Freizeitspaß erwartet die Besucher im Parco Baia delle Sirene von San Vigilio an der traumhaften Baia. Gegen Eintritt und mit Service von Ende März bis Ende September; bis Mitte Oktober ohne Service und Eintritt. Park und Schloss gehören der gräflichen Familie Guarienti. Gastronomie am kleinen Hafen der Punta San Vigilio.
Unterkunft
Hotel San Vigilio*****, Tel. 0457/256688. Weitere Hotels sowie Camping in Garda: u.a. Piccolo Hotel**, Tel. 0457/255256; Hotel Terminus***, Tel. 0457/255030; Hotel Regina Adelaide****, Tel. 0457/255138. Camping: Beato*, Tel. 0457/255273; La Rocca**, Gemeinde Bardolino, Tel. 0457/211111.
Tourismusbüro
Azienda Autonoma di Soggiorno, Lungolago Regina Adelaide 13, I-37015 Garda, Tel. 0457/270384, Fax 0457/256720, E-Mail: garda@aptgardaveneto.com, Internet: www.aptgardaveneto.com
Region:
Italien
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