Felsenkloster La Verna

Einfache Rundwanderung; Trittsicherheit erforderlich, großenteils schattig. Bei Nässe abschnittsweise rutschig. (Autor: Helmut Dumler)
6 km
380 m
2.00 h
Obwohl der Zugang vom höher gelegenen La Beccia (1024m, Besucherzentrum des Nationalparks Foreste Casentinesi, Monte Falterona, Campigna) an der Straße von Bibbiena kürzer ist, nehmen wir die klassische Wallfahrerstrecke ab Chiusi della Verna. Links neben dem Ristorante-Albergo da Giovanna folgt man den Markierungen (Nr.50) und Hinweistafeln auf dem ansteigenden gepflasterten Pilgerweg. Die letzten Häuser bleiben zurück. Rechts schwingen sich waldige, felsdurchsetzte Hänge auf. Nach 20Min. mündet der traditionelle Pilgerweg in den Zugang von La Beccia. Wir folgen rechts jenem Weg (»Sentiero Natura«), den Francesco d'Assisi gegangen sein soll, als er erstmals hier weilte. Der Weg wird steiler, und vorbei an der Capella degli Uccelli (der Vögel) erreicht man den Santuario Francescano La Verna (1129 m, 35Min.).
Der Weiterweg erfolgt zwischen der Chiesa Maggiore und dem Corridoio durch die Pforte: Gleich links steigen wir über Steinstufen zum Oratorio del Beato Giovanni della Verna, einem seliggesprochenen Eremiten. Und schon erwartet uns eine luftige Kanzel über lotrechtem Fels.
Die ausgetretene Spur führt rechts am Rande des in diesem Abschnitt atollähnlichen, laubwaldbewachsenen Bergstockes entlang. Klüfte reißen das graue Gestein auf, Scharten unterbrechen den Felsenkranz. Ständiges Auf und Ab. Die Farbzeichen leiten uns über Kuppen bzw. weichen ihnen rechts in den Flanken aus. Man kann aber auch nahezu sämtliche Zacken erwandern, wenn man den dünnen Pfadspuren folgt.
Unverhofft stehen wir vor einer Kapelle. Durch das Gitter werfen Gläubige Münzen und Scheine ins Innere: Offerte – Opfergeld. Die Kapelle schmiegt sich an die geländergesicherte Gipfelkuppe des Monte Penna – Sacro Monte della Verna (1282m, 11/4Std.). Von hier hat man schwindelerregende Tiefblicke!
Der Abstieg tendiert unterhalb des Gipfels zunächst schwach links, schwenkt aber schon bald nach rechts. Breite Wege senken sich im Wald streckenweise steinig und steil. Ungefähr 20Min. sind es zum Sträßchen bei bizarren, offensichtlich von der Erosion geprägten Felsfiguren. Der Asphalt kommt links von den geräumigen Parkplätzen, wo die beschilderte Straße von Chiusi della Verna mündet. Wir spazieren rechts in den Santuario.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied380 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktChiusi della Verne (952m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer einzigartige, logenähnliche Santuario La Verna über einem senkrechten Felsabsturz gehört zu den wohl bekanntesten toskanischen Wallfahrtstätten, umwoben von Legenden und Mythen. Einer Legende zufolge hat der Bergstock in seinen Grundfesten gebebt, als Jesus gekreuzigt wurde!
Beste Jahreszeit
KartentippMultigraphic 1:50 000, Blatt Appennino Toscoromagnolo e Pratomagno.
MarkierungenRot-weiß-rote Farb- zeichen der Wegenummern 50/51 Wegweiser.
VerkehrsanbindungVon Bibbiena (60km ab Florenz) 23km auf der Staatsstraße 208. Busverbindungen.
GastronomieZ.B. Ristorante da Giovanna, bodenständige Küche; unterwegs im Kloster.
Informationen
San Francesco. In der Chiesa delle Stimmate im Santuario La Verna erfuhr der Gründer des Klosters, Franz von Assisi (1181–1226), am 14. September 1224 laut Legende die Stigmatisation. Szenen aus der Vita des Heiligen erzählen die großflächigen Wandmalereien im Corridoio delle Stimmate.
Unterkunft
Z.B. Albergo-Ristorante da Giovanna** (Mi Ruhetag), Tel. 0575 59 92 75; Pension Beato Angelicus, Tel. 0575 59 90 25.
Tourismusbüro
Assessorato al Turismo, I-52010 Chiusi della Verna, Tel. 0575 53 20 73.
Region:
Italien
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