Feilalm

Der Zugang ist einfach und gut zu finden. Allerdings zieht er sich auf langen Fahrwegen streckenweise recht in die Länge. (Autor: Siegfried Garnweidner)
18 km
435 m
2.00 h
Hüttenzustieg.
Von der Mautstelle in Oberdorf folgt man knapp 10 Minuten der kostenpflichtigen Autostraße nach Westen. Bei der Verzweigung rechts weiter, der ebenen Asphaltstraße am Petersbrunnen vorbei folgen und am Rastplatz auf einen schmalen Bergweg nach links abzweigen. Im schattigen Wald gering ansteigend nach Süden weiter. Der Pfad dreht allmählich nach Westen und quert ein paar Lichtungen. Dort öffnen sich die ersten freien Blicke auf den malerischen Achensee und die scharf geschnittenen Felsenwände des Karwendels. Anschließend führt die Route in Kehren zu einem Sträßchen hinauf. Auf ihm rechts haltend weiter. Wer gleich zu den Gipfelzielen hinauf will, biegt vom Fahrweg nach rund 50 Metern links auf einen Bergpfad ab, der in einen schwach ausgeprägten Sattel zwischen Feilkopf und Gütenbergalm führt. Zur Feilalm zweigt man nicht auf den Bergweg ab, sondern bleibt am Sträßchen, folgt diesem anfangs gegen Osten, und ab der Verzweigung (dort links) nach Nordwesten, bis die schmucke Alm erreicht ist.
Feilkopf und Gütenberg.
Wenigstens eins der beiden möglichen Gipfelziele sollte man sich bei diesem netten Bergausflug gönnen, denn die Achenseeblicke und die Karwendelschau sind so großartig, dass sie keiner mehr missen will, der sie je gesehen hat. Wie schon beim Hüttenzustieg erwähnt, kann man gleich vom Tal in Richtung Feilkopf (1562 m) ansteigen. Von der Hütte gibt es zu diesem einfachen Bergziel gleich zwei Möglichkeiten. Eine führt von der Hütte am schmalen Sträßchen auf die Südhänge des Feilkopfs und in den Sattel westlich des Gipfels, von wo man – sich rechts haltend – in gut 10 Minuten am Kreuz steht. Die zweite Möglichkeit ist etwas anspruchsvoller, denn sie führt weitgehend ohne Weg über die steilen Grashänge auf der Ostseite des Berges steil zum Gipfelkreuz hinauf. In einer guten halben Stunde müsste der Gipfel geschafft sein. Wer damit nicht ausgelastet ist, findet noch einen weiteren Gipfel im Angebot. Er heißt Gütenberg, ist 1665 Meter hoch, auch nicht schwer zu erreichen und reicht für eine gute Stunde Aufstieg. Der Zustieg zu diesem einsamen Grasgipfel führt vom Sattel westlich des Feilkopfs am Sträßchen in weitem Bogen zur Gütenbergalm. Von dort unter dem Gipfelrücken nach Nordwesten über den vom Weidevieh stark geschädigten Lehmboden weiter, bis man rechts abzweigend direkt zur ausgedehnten Gipfelhochfläche hinaufgehen kann. Zurück geht es über den freien Südostrücken des Gütenbergs zur Gütenbergalm und ab dort entlang der Aufstiegsroute.

Dauer: Auf: 1 1/2 Std. Ab: 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied435 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPertisau, Mautstelle in Oberdorf (952 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterFeilkopf und Feilalm, westlich von Pertisau, verschwinden in der üppigen Gipfelpracht des Karwendels. Sie fallen vor der Fülle der gewaltigen Felsenberge nicht auf, die jeden Betrachter in ihren Bann ziehen. Erst wenn man nach dem unbedeutenden Feilkopf verschärft Ausschau hält, wird man plötzlich aufmerken, denn er kann nur eine großartige Aussichtwarte zum Achensee sein, das sieht man ihm von unten schon an. Und er hält, was er verspricht. Genauso wie die Feilalm, die auf freien Hängen unter dem Gipfel ein Panorama gewährt, das nichts zu wünschen übrig lässt.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 26 (Karwendelgebirge)
VerkehrsanbindungAus dem Inntal über die Kanzelkehre, von Norden über Tegernsee–Achenpass oder durch den Isarwinkel–Sylvensteinsee bis Maurach. Von dort nach Nordwesten bis Pertisau. Anreise auch mit dem Achenseeschiff, der historischen Achenseebahn oder dem Bus bis Pertisau möglich.
Tipps
Mit dem Radl herauf. Aus dem Gerntal kann man – ohne besonders anstrengende Steigungen – am Sträßchen mit dem Mountainbike zur Feilalm auffahren. Sportliche Biker strampeln bis zum Gipfelkreuz des Feilkopfs weiter. Das wird dann aber mit deutlich mehr als 15 % Steigung eine relativ sportliche Angelegenheit. Mütter und Väter mit Kinderwagen nehmen ebenfalls die Straße bis zur Feilalm.
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1372 m, Erbaut: Neubau 1991, privat, Bewirtschaftet: im Wesentlichen das ganze Jahr über nur Notlager, Telefon: +43(0)676/6011964 oder +43(0)676/6158919. Die Feilalm ist auch im Winter offen und ein willkommener Stützpunkt am Ende einer langen, wenig schwierigen (nicht offiziellen) Rodelbahn, die am Fahrweg aus dem Gerntal östlich des Rauhenkopfes zur Bergwirtschaft führt.
Tourismusbüro
Pertisau, Tel.: +43(0)5243/4307, www.tirol.at/pertisau
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