Falkensteiner Höhle und Grabenstettener Berghalbinsel

Zu Beginn ein steiler Anstieg im Wald, auf der Albhochfläche zwischen (Obst-)Wiesen leicht auf und ab; Wald- und Wirtschaftswege, auf Ortsstraßen und kurzzeitig auf Asphaltweg. (Autor: Peter und Ute Freier)
7 km
180 m
2.00 h
Parkplatz – Falkensteiner Höhle (15Min.) – Heidengraben (30Min.) – Burgruine Hofen (30Min.) – Ortsmitte Grabenstetten (20Min.) – Heidengraben (20Min.) – Parkplatz (20Min.). Zur Falkensteiner Höhle und zumHeidengraben: Vom Parkplatz an der Straße Bad Urach–Grabenstetten führt ein Waldweg (Markierung: roter Winkel), vorbei an einem Grillplatz und an der teichartig gefassten Elsachquelle, im engen Tal der Elsach bergauf. Wenige Minuten später zweigt links ein Pfad ab zur Falkensteiner Höhle, die sich am Fuß einer Felswand mit einem riesigen Höhlenportal öffnet. Der steil ansteigende Weg (Markierung: rote Gabel) führt in einigen Kehren hinauf zur Albhochfläche und geradeaus am»Heidengraben« entlang. Diese zu einem Wall erodierte einstige Mauer riegelte vor mehr als 2000 Jahren den nur etwa 200Meter breiten Übergang von der Albhochfläche auf die Berghalbinsel von Grabenstetten/Erkenbrechtsweiler ab. Burgruine Hofen und Grabenstetten: Nach links überqueren Sie die Straße Grabenstetten–Böhringen und folgen einem Wiesenweg neben der Straße in Richtung Grabenstetten (Markierungstäfelchen: keltischer Radnabenstift; leider werden die Täfelchen immer wieder von »Souvenirjägern« abmontiert). Nach 400Metern biegen Sie rechts ab auf einen Wirtschaftsweg und halten sich bei den Gebäuden eines Aussiedlerhofs links. Anhand der Markierungstäfelchen gelangen Sie nach mehreren Links- und Rechtsschwenks über Wiesen und Obstwiesen zum Waldrand und wenig später zur kleinen Burgruine Hofen (680m; Grillstelle). Außer einer mannshohen Mauer und dem Burggraben ist nichts mehr zu sehen von der einst auf einem steil abfallenden Felssporn errichteten Anlage. Ein Schotterweg führt nach Grabenstetten und eine Wohnstraße geradeaus zur Ortsdurchfahrt; rechter Hand an der Ortsdurchfahrt befinden sich drei Gaststätten. Sie biegen links ab und gehen auf dem breiten Gehweg entlang der Ortsdurchfahrt weiter. Anschließend kehren Sie auf einem Asphaltweg zum Heidengraben zurück und steigen auf demselben Weg, auf dem Sie die Wanderung begonnen haben, zum Ausgangspunkt ab.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied180 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz an der Straße Bad Urach-Grabenstetten
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Elsach, die bis um das Jahr 1830 durch das Portal der auf ca. 4 Kilometer Länge erforschten Falkensteiner Höhle ausfloss, versickert heute in der Höhle etwa 80Meter vor dem Höhlenausgang und tritt 200Meter weiter talabwärts in der Elsachquelle wieder aus. Nur nach starken Regenfällen und in der Schneeschmelze fließt der Bach auch durch das Höhlentor; d. h. die Höhle befindet sich im Stadium zwischen aktiver Flusshöhle und bereits trockengefallener Höhle.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 524 (Bad Urach), 1:50 000.
VerkehrsanbindungVon Reutlingen B 28 über Metzingen nach Bad Urach: auf Höhe der Bahnhaltestelle/ Busbahnhof an der Ampel links abbiegen in Richtung Blaubeuren (B 28); gegen Ortsende erneut links abbiegen in Richtung Grabenstetten; nach 3,5 km, ehe die Straße steiler ansteigt, liegt rechts ein Wanderparkplatz.
GastronomieMehrere Gaststätten in Grabenstetten.
Tipps
EINKEHRTIPP: Gutbürgerliche schwäbische Küche bietet das Gasthaus »Lamm« in Hengen, einem kleinen Dorf auf der Albhochfläche östlich von Bad Urach. Vor allem an Sonntagen sind die Tische in der kleinen Gaststube und im großen Saal gut besetzt, denn zu moderaten Preisen wird das Fleisch von Tieren aus eigener Zucht serviert. Zudem kann man Fleisch, selbst hergestellte Dosenwurst und Obstschnäpse der hauseigenen Brennerei erwerben (Tel. 07125/ 35 22). Anfahrt: Von Bad Urach auf der B 28 in Richtung Blaubeuren/ Ulm und auf der Albhochfläche sofort rechts abbiegen nach Hengen.
Informationen
DER HEIDENGRABEN: Der »Heidengraben«, die zu einem Wall erodierte, einst 4–5Meter hohe Mauer samt eines Grabens, umfasste nahezu die gesamte Berghalbinsel von Grabenstetten/ Erkenbrechtsweiler. Es handelte sich um ein vor mehr als 2000 Jahren von Kelten angelegtes »Oppidum« (lat. Stadt), eine Fliehburg, die im Kriegsfall den Bauern der Umgebung samt dem Vieh Zuflucht bot. Mit einer Fläche von ca. 1660 Hektar – ein Hektar entspricht etwa einem Fußballfeld! – ist diese Anlage das größte Oppidum Südwestdeutschlands. Ein längerer Abschnitt des Walls ist links an der von Grabenstetten in Richtung Neuffen/ Bad Urach führenden Straße zu sehen. Ständig besiedelt war nur ein kleiner Bereich auf der Westseite des Plateaus, die so genannte »Elsachstadt«. Von den zahlreichen Grabhügeln, die durch jahrhundertelange Pflugarbeit eingeebnet worden sind, wurden nach Ausgrabungen nur einige wenige bei der Gaststätte Burrenhof wieder aufgeschüttet.
Unterkunft
In Bad Urach mehrere Hotels und Gasthöfe; Jugendherberge Bad Urach, nahebei Naturfreundehaus Seltbachtal.
Tourismusbüro
Bei den Thermen 4, 72574 Bad Urach, Tel. 07125/94 32-0, www.bad-urach.de

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