Falkenstein und Höllbachgspreng

Abwechslungsreiche Wald- und Aussichtswanderung; die passagenweise felsigen und wurzeligen Steige erfordern festes Schuhwerk und Trittsicherheit. (Autor: Bernhard Pollmann)
13 km
650 m
4.00 h
Von Zwieslerwaldhaus folgen wir der Markierung »grünes Dreieck« Richtung »Falkenstein« durch ein Urwald-Naturschutzgebiet mit mehrhundertjährigen Laubbäumen. Wo der Weg wenig später an einer Bergwiese eine Verzweigung erreicht, schließen wir uns der Markierung »4« an, biegen rechts ab und wandern auf einem nicht seten steilen und gelegentlich steinigen Weg aufwärts. Nach Passieren einer Schutzhütte erwarten uns die malerischen Kaskaden der Steinbachfälle, dann laden die Aussichtsfelsen des Kleinen Falkenstein zur Rast. Der Ziffer »4« weiter aufwärts folgend, erreichen wir in einer Viertelstunde den Großen Falkenstein. Das überwältigende Panorama umfasst u.a. auch den doppelgipfligen Osser, den turmüberhöhten Hohen Bogen, das Schwarzeck sowie ganz links den Rachel. Auf dem Großen Falkenstein befindet sich ein Gast- und Unterkunftshaus, daneben steht eine moderne Kapelle.
Vom Großen Falkenstein leitet die Markierung »1« hinab in das Höllbachgspreng. »Gspreng« ist ein Ausdruck für unwegsames Fels- und Waldgelände, wandertouristisch erschlossen ist das schluchtartig eingetiefte Gebiet durch einen steilen Fels- und Wurzelsteig: Neben haushohen Felswänden und unter Felsdächern hindurch windet sich der Steig abwärts, neben bemoosten Blöcken und Farnwildnissen; unter einem schwefelflechtengelb gefärbten Überhang lädt eine einsame Bank zum Verweilen ein, dann geht es weiter an modernden Baumleichen, pilzbewachsenen gestürzten Stämmen und bizarrwüchsigen Ahornen vorbei über Felskanzeln; mehrmals ist der in Kaskaden zu Tal tanzende Bach zu durchqueren. Weiter unten bildet der Bach den Höllbachfall, einen kleinen Wasserfall, dann verlassen wir dieses natürliche Paradies, in dem die Legende den gespenstischen Eingang zur Hölle wähnt, und erreichen die Höllbachschwelle: An diesem alten Triftteich laden Bänke zur Rast. Von der Höllbachschwelle folgen wir der Markierung »3« auf meist bequemen Wegen in schönem Mischwald zurück nach Zwieslerwaldhaus.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied650 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz in Lindberg-Zwieslerwaldhaus (700 m), Zufahrt auf der Zwieslerwaldhausstraße, ausgeschildert an der B 11 Zwiesel – Ludwigsthal – Bayerisch Eisenstein.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDurch ein Urwaldschutzgebiet und an den Steinbachfällen vorbei leitet diese Wanderung auf den aussichtsreichen Großen Falkenstein, einen der markantesten Berghäupter des Bayerischen Walds. Der Abstieg führt durch die faszinierende Fels- und Urwaldwildnis des Höllbachgsprengs, einer der urtümlichsten Bachschluchten des Bayerischen und Böhmerwalds.
Beste Jahreszeit
MarkierungenGrünes Dreieck von Zwieslerwaldhaus durch das Urwald-Schutzgebiet, Ziffer 4 auf den Großen Falkenstein, Ziffer 1 durch das Höllbachgspreng, Ziffer 3 zurück nach Zwieslerwaldhaus.
VerkehrsanbindungA 3 Regensburg – Passau bis Ausfahrt Deggendorf, dann über Regen nach Zwiesel und Lindberg.
GastronomieZwieslerwaldhaus, Großer Falkenstein.
Tipps
Die bequemere Aufstiegsvariante folgt ab dem Urwald-Schutzgebiet dem Zeichen »grünes Dreieck« über den aussichtsreichen Rukowitzschachten zum Falkenstein; der Schachten mit seinen alten Hudebäumen bietet einen wunderschönen Blick zum doppelgipfligen Osser. Übernachtung im Berghaus: Das Falkensteinschutzhaus (1312 m, Tel. 09925-313) auf dem Großen Falkenstein (keine öffentliche Autozufahrt) ist eines der bekanntes-ten Berghäuser des Bayerischen Walds. Es hat 13 Betten und 48 Lager und ist bewirtschaftet von Mai bis Oktober sowie in den Weihnachtsferien.
Informationen
Mountainbikegeeignet: nein.
Unterkunft
In Lindberg gibt es vier Hotels, zwölf Gasthöfe und 15 Pensionen sowie einen Campingplatz; auch auf dem Großen Falkenstein besteht Unterkunftsmöglichkeit.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Lindberg, Zwieselauer Straße 1, D-94227 Lindberg, Tel. 09922-12 00, Fax 09922/84 34 30.
Mehr zum Thema