Falkenstein

Einfache Wanderung durch Almwiesen und Laubwälder zu einer spektakulären Aussichtskanzel über dem Illertal. (Autor: Gerald Schwabe)
6 km
315 m
2.00 h
Wiesen über dem Illertal Wir beginnen unsere Wanderung gegenüber der Touristen-Information (dort oder bei der Kirche parken) und folgen der Straße bergauf, halten uns bei einer Gabelung links und erreichen einen Schotterweg, der steil den Hang oberhalb von Rettenberg hinaufführt. Bereits nach wenigen Minuten sehen wir links einen Pavillon auf einer kleinen Anhöhe, bei dem wir auf dem Rückweg vorbeischauen werden, wir aber biegen nach rechts ab und folgen ab jetzt immer der Beschilderung zum Falkenstein. Auf einem schmalen Pfad oberhalb des Dorfes erreichen wir eine große Wiese. Ein Weg ist hier meist nicht zu erkennen, aber wenn wir grob die Richtung anpeilen, in die der Wegweiser zeigt, erreichen wir am höchsten Punkt der Wiese wieder einen Trampelpfad. Der weitere Weg verläuft im ständigen Wechsel zwischen kleinen Waldstücken und Weideflächen, auf denen sich der Pfad immer wieder mal kurz verliert, aber im Grunde nicht zu verfehlen ist, wenn wir die grobe Richtung beibehalten. Der gesamte Rottachberg ist durch parallel verlaufende, nur wenige Meter hohe, meist bewaldete Felsbänder aus Nagelfluhgestein strukturiert, die wiederum durch schmale Wiesensenken unterbrochen sind. An einer Weggabelung wird der Falkenstein sowohl nach links als auch geradeaus ausgeschildert; wir entscheiden uns für geradeaus (in Richtung Ruine Vorderburg). Am Falkenstein Dort, wo auf einer etwas größeren Wiese wieder ein breiter Fahrweg beginnt, biegen wir links ab und steigen steil einen bewaldeten, diesmal etwas höheren Nagelfluhgrat empor. Oben auf dem Kamm beginnt nach links unser späterer Rückweg über den Grat, wir gehen aber weiter geradeaus, steigen ca. 20 Höhenmeter wieder ab und erreichen erneut einen schmalen Wiesenstreifen, hinter dem sich ein weiterer Grat erhebt – und auf diesem können wir schon das Gipfelkreuz durch die Bäume schimmern sehen. Die letzten Meter verlaufen direkt auf dem Grat an der Steilkante bis zur kleinen Aussichtskanzel des Falkensteins (1115m). Hier zeigt sich dieser nicht sehr große Berg von einer unerwartet spektakulären Seite: Die Felswand fällt fast senkrecht ab, 400 Meter unter uns erstreckt sich wie eine Spielzeuglandschaft das flache, voralpine Illertal mit seinen kleinen Dörfern, Straßen und Feldern, der weitere Blick reicht von der Hörnerkette im Südwesten über den Mittag bei Immenstadt und den Alpsee bis weit nach Kempten. Ein wunderschönes Plätzchen inmitten schöner Laubbäume, um sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Variante Ein schöner, stiller und weitgehend ebener Wanderweg führt vom Falkenstein weiter zur Ruine Vorderburg (etwa 1 1/2 Std. ab Falkenstein) mit anschließendem Abstieg zum Ort Vorderburg. Allerdings gibt es so gut wie keinen Busverkehr zwischen Vorderburg und Rettenberg, sodass die Transportfrage anders gelöst werden muss. Zur Gebhardtshöhe Unser Rückweg führt uns zuerst wieder in wenigen Minuten zurück zum parallel verlaufenden Kamm (nicht schon unten auf der Wiese den Schildern nach Rettenberg folgen), wo wir auf dem schönen und aussichtsreichen Gratweg Richtung Rettenberg und Gebhardtshöhe wandern und allmählich an Höhe verlieren. Schließlich gelangen wir wieder auf die große Wiese vom Anfang unserer Wanderung. Statt quer über die offene Fläche abzusteigen, bleiben wir am oberen Waldrand und gelangen nach 15 Minuten zur Gebhardtshöhe, einem aussichtsreichen Wiesenbuckel mit einem kleinen Pavillon, bei dem wir vor großartigem Panorama unsere Wanderung ausklingen lassen. Von dort erreichen wir in etwa zehn Minuten unseren Ausgangspunkt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied315 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortRettenberg, 800m
AusgangspunktRettenberg, 800m
EndpunktFalkenstein, 1115m
TourencharakterDer Rottachberg mit seiner höchsten Erhebung, dem Falkenstein, ist ein langer, relativ niedriger Höhenrücken, der – wenn man sich von Norden dem Oberallgäu nähert – häufig übersehen wird, da sich direkt dahinter der mächtige Grünten erhebt. Seine steile Nordflanke ist dicht bewaldet, während seine Südhänge überwiegend von schönen Wiesen und Weiden gesäumt werden. Ein stiller Wanderweg führt uns zu einem der schönsten Aussichtspunkte am Nordrand der Allgäuer Alpen.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 8 Allgäuer Alpen und UK L 17 Kempten und Umgebung 1:50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt; Zumstein Wanderkarte Nr. 6 Immenstadt
VerkehrsanbindungBus ab Immenstadt nach Rettenberg; Parkplatz im Dorfzentrum
Höchster Punkt
Falkenstein, 1115m

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