Falkenhütte

Nicht zu verfehlender Zuweg ohne Schwierigkeiten; allerdings braucht man – vor allem wegen des groben Gerölls in den Laliderer Reißen – solides Schuhwerk (Autor: Siegfried Garnweidner)
14 km
765 m
3.00 h
Hüttenzustieg.
Zuerst der asphaltierten Straße zu den Eng-Almen folgen. Von dort in leichter Steigung am schönen Bergweg über dem Enger Grund durch Wiesen nach Westen hinauf. Der Pfad taucht in den Wald ein und nimmt an Steigung beträchtlich zu. Allmählich lichtet sich der Wald und knapp unter dem Hohljoch (1794 m) flacht das Gelände etwas ab. Vom Hohljoch anfangs auf der Straße, später auf gutem Weg, gegen Westen hinab und durch die Laliderer Reißen, die vor den markanten Laliderer Wänden ansteigen. Weiter in das Spielissjoch (1773 m) und am Fahrweg zur Falkenhütte (1848 m) hinauf. Neben der Hütte befindet sich in einem separaten Gebäude ein Selbstversorgerraum mit 11 Unterkünften. Er ist das ganze Jahr über geöffnet und eignet sich sehr gut auch als Rast- und Brotzeitplatz bei schlechtem Wetter, gerade wenn die Hütte geschlossen hat.
Am Steinfalk.
Gleich drei Wandergipfel kann man von der Falkenhütte erreichen. Zum Ladizköpfl (1920 m) ist es nur eine Viertelstunde am Weglein gegen Norden hinauf. Etwas länger braucht man zum Mahnkopf (2094 m), zu dem ebenfalls ein guter, relativ bequemer Weg führt. Deutlich weiter ist der Anstieg zum Steinfalk (2347 m). Für zarte Nerven ist er nichts, denn die Route gibt sich streckenweise durchaus anspruchsvoll, verlangt also Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Der Anstieg führt von der Hütte am Wanderweg gegen Norden auf das Ladizköpfl zu. Knapp links an ihm vorbei und durch das Ladizjöchl. Im Jöchl links und in mehrmaligem Auf und Ab am Mahnkopf vorbei. Dann über steile Wiesenhänge an den oberen Rand der wilden Erzklamm.
Auf die linke, wilde Schrofenseite des Steinfalks wechseln und über Felsen und durch ungemütlichen, feinen Schotter an eine kurze Felsenbarriere heran. Über sie in leichter Kletterei (II-) ein paar Meter hinauf, dann auf der östlichen Seite des Grats am Gipfel vorbei. Kurz vor den Abbrüchen in das Blausteigkar links abdrehen und gegen Süden (wieder in leichter Kletterei) zum Gipfelkreuz hinauf.
Der Rückweg verläuft auf der Anstiegsroute. Für den Anstieg (ab Hütte) muss man mindestens mit 2 1/4 Stunden und für den Abstieg zur Hütte 2 Stunden rechnen.

Dauer: Auf: 2 Std. Ab: 1 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied765 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGroßer Ahornboden in der Eng (1203 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie wilden Laliderer Wände waren einmal ein Eldorado für verwegene Kletterer. Wegen der enorm brüchigen Felsen und daraus resultierender schwerer Unfälle hat die Attraktivität dieser Wände deutlich nachgelassen. Trotzdem sind an der berühmten Herzogkante gelegentlich noch Kletterer unterwegs. Sie steigen im Blickfeld der Hütte an, und wer den dreisten Sportlern von der Hütte aus zuschauen will, sollte ein Fernglas mitnehmen. Auf der anderen Seite findet sich ein schönes Wandergebiet mit einfachen und teilweise durchaus anspruchsvollen Routen, je nach Gusto.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 26 (Karwendelgebirge)
VerkehrsanbindungVom Sylvensteinsee durch das Rißtal nach Hinterriß (Mautstelle) und weiter zum Straßenende (Parkplatz) beim Großen Ahornboden. Vom Bahnhof Lenggries fährt in der Wanderzeit ein Bergsteigerbus bis in die Eng.
Tipps
Bike & hike durch das Johannistal. Ein deutlich längerer, aber relativ flacher Anstieg führt von Hinterriß durch das Johannistal zum Kleinen Ahornboden. Von dort kann man durch den Sauisswald und an der Ladizalm vorbei zur Falkenhütte hinübergehen. Diese Route eignet sich auch für Mountainbiker (15,2 km; 2 1/2 Std.; max. 17% Steigung).
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 1848 m, Erbaut: 1923 DAV-Sektion Oberland, Bewirtschaftet: von Anfang Juni bis Mitte Oktober, 28 Betten, 120 Matratzenlager, offener Winterraum mit 11 Lagern, Telefon: +43(0)5245/245, www.falkenhuette.at.
Tourismusbüro
Vomp, Tel.: +43(0)5242/62616; www.tirol.at/vomp

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