Falkaunsalm

Den Ausgangspunkt und die Falkaunsalm verbindet eine gemütlich ansteigende Forststraße. Kurz unter dem Köpfle muss eine sehr steile Rinne durchstiegen werden. Sie erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Verbesserungswürdig wäre die Markierung zum Köpfle – es heißt Acht geben, um nicht von der Route abzukommen. Kehre vor Wiesenhof (rund 1550 m) – Falkaunsalm (1982 m) – Köpfle (2834 m) und zurück. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
14 km
1319 m
7.00 h
Von Wiesenhof zur Falkaunsalm Ein Forstweg führt über mehrere Serpentinen und lange Zeit durch den Wald zur Falkaunsalm. Kurz unterhalb des Ziels trifft er mit dem Kaunerberger Hangkanal zusammen. Die Strecke verläuft ein kurzes Stück praktisch parallel dazu. Anschließend fehlt lediglich noch eine Kehre bis zum Almhaus. Sobald man den Wald verlassen hat, eröffnet sich ein prächtiger Blick durch das Kaunertal bis hinein zum Gepatschferner sowie hinüber nach Ladis, Fiss und Serfaus. Von der Falkaunsalm zum Köpfle Wir folgen beim Almhaus zunächst dem Schotterweg, der nach Südosten leitet. Dann heißt es, das Hinweisschild „Köpfle“ nicht verpassen. Hier zweigen wir linker Hand auf einen Steig ab. Der bringt uns, zunächst langsam ansteigend, in entgegengesetzter Richtung entlang dem Hang talauswärts. Zum Schluss führt er durch eine Rinne zu einem Joch. Wegen deren Steilheit legt der Steig in diesem Bereich einen Zick-Zack-Kurs ein, der nicht ungelegen kommt. Vom Joch sind es schließlich nur ein paar Schritte bis zum Gipfel. Vom Köpfle zur Falkaunsalm und zum Ausgangspunkt Wie Aufstieg. Der Gipfelabstecher Beim 2834 Meter hohen Köpfle handelt es sich um einen sehr selten bestiegenen Gipfel am vorderen Kaunergrat. Das belegen allein schon die spärlichen Eintragungen im Gipfelbuch. Die etwas nördlich liegende und in Sichtweite befindliche Hohe Aifner Spitze bekommt im Gegensatz dazu wesentlich öfter Besuch. Dass zum Köpfle nur sehr wenige Wanderer bzw. Bergsteiger unterwegs sind, lässt sich auch daran erkennen, dass der Steig zwar markiert, jedoch nicht ausgetreten ist. Dieser Umstand verleiht der Tour bzw. dem Berg einen besonderen Reiz. Zugegeben, die Route entpuppt sich als ein wenig mühsam. Es hat den Anschein, als würde man praktisch nicht an Höhe gewinnen, während sich der Gipfel bereits längst im Blickfeld befindet. Die Einsamkeit, die Wanderer rund um das Köpfle erleben können, entschädigt freilich für Unannehmlichkeiten dieser Art. Außergewöhnlich darf außerdem die Aussicht während des Aufstiegs und dann natürlich vom Gipfel bezeichnet werden. Die Lechtaler Alpen, der Hohe Riffler, das Sonnenplateau von Fiss, das „Obere Gericht“, wie man die Orte in diesem Teil des Oberinntals bezeichnet, und natürlich der Gepatschferner im hintersten Kaunertal rücken ins Visier. Vorsicht - Das Köpfle kann sich unter Umständen tückisch erweisen – allerdings nicht unbedingt bezogen auf die Schwierigkeiten der Route. Nein, dieser Berg hat einen Nachbargipfel namens Stupfarriköpfle. Zwei „Köpfle“ beinahe unmittelbar nebeneinander. Da liegt Verwechslungsgefahr in der Luft … Der Naturpark Kaunergrat Die Falkaunsalm liegt im Gebiet des Naturparkprojekts Kaunergrat. Das umfasst eine Fläche von 550 Quadratkilometern, neun Gemeinden rund um den Kaunergrat machen mit. Fünf davon gehören zum Bezirk Landeck, zwei zum Bezirk Imst. Es werden unter anderem Projekte zum Schutz der diversen Naturschönheiten ins Leben gerufen, es gibt Initiativen zur Erweiterung des Angebots im Tourismus, die Gebirgsforschung soll gefördert und intensiv betrieben werden. Im Naturpark soll ein vorbildlich und naturnah bewirtschafteter Kulturraum entstehen. Großer Wert wird auf den Schutz der naturkundlichen Besonderheiten gelegt.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1319 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLetzte Kehre (rund 1550 m) vor dem Weiler Wiesenhof (Gemeinde Kaunerberg im Kaunertal), Beginn des Forstwegs; Parkmöglichkeiten rund um den Forstweg.
TourencharakterDen Kaunergrat, diesen eindrucksvollen Gebirgszug zwischen dem Pitz- und dem Kaunertal, machen nicht allein mächtige Gipfel aus. Vor allem im vorderen Teil, wo die Berge noch nicht die 3000er-Grenze erreichen, befinden sich auch zahlreiche idyllische und urige Almen. In diese Kategorie fällt die Falkaunsalm, die direkt über dem bekannten Wallfahrtsort Kaltenbrunn liegt. Es handelt sich um eine beinahe klassische Melkalm fernab touristischer Einflüsse. Rund 60 Melkkühe werden im Sommer dort oben gehalten, dazu weitere 15 Stück Galtvieh. Das Weidegebiet umfasst eine Fläche von 460 Hektar. Das Gebäude wurde in den vergangenen Jahren umgebaut und renoviert, sodass dem Senner bzw. Hirten jetzt ausgezeichnete Möglichkeiten zur Bewirtschaftung zur Verfügung stehen. Die Falkaunsalm gehört der gleichnamigen Agrargemeinschaft. Diese hat den Betrieb seit einigen Jahren an die Familie Grünauer vergeben, die am Kaunergrat typische Tiroler Almprodukte herstellt. Dazu zählen Butter und der klassische Oberinntaler Almkäse – ein halbfetter Schnittkäse. Selbstgebrannter Schnaps darf im Angebot natürlich ebenfalls nicht fehlen. Angesichts dieser Köstlichkeiten ist es beinahe schade, dass man auf der Falkaunsalm nicht übernachten kann, um den Tag völlig ohne Stress ausklingen zu lassen. Dafür besteht die Möglichkeit, die Produkte zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen. Im Tal schmecken sie gewiss gleich lecker.
Beste Jahreszeit
KartentippFreytag & Berndt Wanderkarte, Blatt 251, Ötztal – Pitztal – Kaunertal – Wildspitze, 1 - 50.000.
VerkehrsanbindungAuf der Inntalautobahn A 12 bis Zams, dort durch den neuen Landecker Tunnel bis kurz vor Prutz. Bei Prutz ins Kaunertal abzweigen und auf der Hauptstraße bis nach Platz. Dort über eine Nebenstraße via Nufels ein kurzes Stück zurück und knapp vor der Wallfahrtskirche Kaltenbrunn rechts hinauf in Richtung Wiesenhof. Auf der West- bzw. Arlbergbahn bis Landeck, von dort mit dem Linienbus via Prutz ins Kaunertal.
GastronomieFalkaunsalm, bewirtschaftet zwischen Mitte Juni und Mitte September (keine Übernachtungsmöglichkeit). Tel. Pächter - ++43/(0)5472/6951 oder ++43/(0)676/3805336.
Tipps
Der Tipp für Kinder Die Forststraße zur Falkaunsalm berührt ein kurzes Stück den Kaunerberger Hangkanal. Dabei handelt es sich um ein außergewöhnliches und historisches Bauwerk, an dem man keinesfalls rasch vorübergehen sollte. Gerade für Kinder ist es interessant. Deshalb unbedingt einen kurzen Zwischenstopp einlegen, den jungen Bergfexen diese Sehenswürdigkeit zeigen und sie ihnen erklären. Das Bauwerk wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts errichtet, um die Hänge am Kaunerberg bewässern zu können. Es umfasst eine Länge von ungefähr 13 Kilometern. Das Wasser wird bei der Gallruttalm gefasst, dort befindet sich gleichzeitig das Kernstück des Kanals – der etwa ein Kilometer lange Stollen. Der Kanal zieht sich entlang dem Kaunerberghang bis hinunter zum Inn, in den er bei Faggen mündet. Über einen so genannten Themenweg ist es übrigens möglich, vom Gemeindeamt Kaunerberg bis zur Quellfassung zu wandern. Da kann selbst der unterirdische Teil begangen werden. Wer sich diese Wanderung vorgenommen hat, muss einen zweiten Tag im Kaunertal dafür reservieren.
Informationen
Dauer - Ausgangspunkt – Falkaunsalm rund 1 1/4 Std., Falkaunsalm – Köpfle rund 2 1/2 Std., Köpfle – Falkaunsalm rund 2 Std., Falkaunsalm – Wiesenhof rund 1 Std. Gesamt: knapp 7 Std.
Tourismusbüro
Tourismusverband Kaunertal, Feichten 134, 6524 Kaunertal, Tel.: 43/(0)5475/2920, Fax: 2929; Internet: www.kaunertal.com.