Eiger-Trail

Mäßig anstrengende Wanderung vor großer Kulisse. Bei Grindelwald Tourismus erfährt man, ob der Weg begehbar ist. (Autor: Eugen E. Hüsler)
13 km
1420 m
4.00 h
Von der Bahnstation Kleine Scheidegg (2061 m) führt ein breiter, viel begangener Pfad mehr oder weniger parallel zur Trasse der Jungfraubahn hinauf zur Station Eigergletscher (2320m; 0:45 Std.). Während des Anstiegs hat man ausreichend Gelegenheit, das grandiose Hochgebirgspanorama von Mönch (4107 m), Jungfrau (4158 m) und Silberhorn (3695 m) zu genießen. An der Bahnstation startet der gut markierte »Eiger-Trail«. Er leitet unter den Felstürmen des Rotstocks (2663m) zunächst leicht abwärts, dann in kurzem Gegenanstieg auf den grünen Rücken der Wart (2285m). Einmalig der Blick in die »Wand der Wände«, hoch in den Felsen sind die Fenster der Jungfraubahnstation Eigerwand (2865m) zu sehen.
Am Weiterweg, der über Geröll absteigt gegen die Alp Wärgistal, wächst die Nordwand immer höher in den Himmel. Einen stimmungsvollen Kontrast zu dem eher bedrückenden Bild bietet die weite, grüne Talmulde von Grindelwald, im Osten dominiert vom markanten Profil des Wetterhorns (3692m). Der »Eiger-Trail« passiert einige Wasserläufe, ehe er in Schleifen über eine harmlose Felszone absteigt nach Alpiglen (1616 m; 3 Std.).
Von der Bahnstation wandert man auf dem komfortabel ausgebauten Pfad über das Brandegg (1332 m) hinab zur Schwarzen Lütschine. Knapp hundert Meter höher liegt am Sonnenhang der Bahnhof von Grindelwald (1034 m; 4:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1420 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnstation Kleine Scheidegg (2061 m).
EndpunktGrindelwald (1034 m).
TourencharakterDie berühmteste aller Nordwände in den Alpen, jene des Eiger (3970 m), zieht auf dieser Wanderung (fast) alle Blicke auf sich: eine düstere Riesenmauer, die erst spät am Nachmittag ein paar Sonnenstrahlen abbekommt. Erstmals durchstiegen wurde sie im Jahr 1938 von einer deutsch-österreichischen Seilschaft, nachdem zahlreiche Versuche gescheitert waren, manche tragisch. Gefährlich ist diese Klettertour bis heute geblieben, vor allem wegen der großen Steinschlaggefahr und der berüchtigten Wetterumstürze.
Wer auf dem neu angelegten »Eiger-Trail« unterwegs ist, braucht beides nicht zu fürchten, der Weg hält Abstand zum Wandfuß, und bevor auf der Alp Wärgistal die ersten Regentropfen fallen, hat sich der Eiger schon lange in Wolken gehüllt.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:25 000, Blatt 2520 »Jungfrau-Region«; Kompass 1:50 000, Blatt 84 »Jungfrau-Region«.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungBahnlinien Interlaken – Grindelwald und Grindelwald – Kleine Scheidegg – Wengen – Lauterbrunnen.
GastronomieHotel des Alpes, Alpiglen (1616 m); Restaurant Brandegg (1332 m).
Informationen
Kleine Variante: Von Alpiglen (1616 m) mit der Bahn zurück nach Grindelwald; Gesamtgehzeit 3 Std.
Tourismusbüro
Grindelwald Tourismus, Postfach 124, CH-3818 Grindelwald; Tel. +41(0)33/854 12 12, Fax 854 12 10, E-Mail touristcenter@grindelwald.ch, Internet www.grindelwald.ch

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