Ehrwalder Almbahn

Von Ehrwald über die Ehrwalder Alm bis zum Seebensee führt ein Wirtschaftsweg. Ansonsten Wanderwege und Bergsteige. Der Übergang über das Tajatörl erfordert Trittsicherheit, der Abstecher zum Hinteren Tajakopf auch Schwindelfreiheit. Der Hohe Gang ist mit Drahtseilen gesichert. (Autor: Heinrich Bauregger)
4 km
435 m
2.00 h
Die Ehrwalder Alm ist Ausgangspunkt vieler Wanderungen. Beliebt ist auch der Übergang zur Leutasch, der durch ein weiteres reizvolles Almgebiet führt, u. a. zu dem ehemaligen Jagdhaus von Ludwig Ganghofer. Am interessantesten ist sicher der Anstieg in den Felsenkessel rund um die Coburger Hütte. Dort gibt es zwei Einkehrstellen, zwei Bergseen und vor allem eine phantastische Aussicht auf die Felsen der Zugspitze.
Runde über die Hochfeldernalm.
Von der Bergstation folgen wir dem Wirtschaftsweg leicht ansteigend zur Pestkapelle (1640 m). Dort links auf Wanderweg hinauf zur Hochfeldernalm (den Fahrweg dort hinauf überlassen wir den Mountainbikern). Von der Alm folgen wir weiter dem Weg in Richtung Gatterl und zweigen dann links (Mark.-Nr. 815) zum Issentalköpfl ab, das wir über Pfadspuren erreichen können. Jenseits des Sattels hinab und links – seitlich des Lifts – hinab zur Ehrwalder Alm und rechts zurück zur Bergstation.
Der Anstieg zur Coburger Hütte.
Von der Bergstation wandern wir auf ausgeschildertem Almfahrweg über Bergwiesen in Richtung Pestkapelle, queren rechts über den Gaißbach und folgen dem Sträßchen durch den Seebenwald zur Ganghofersrast und weiter zur Seebenalm und zum Seebensee. An dessen oberen Ende führt ein steiler Hüttenweg in Serpentinen durch Latschen hinauf zur Coburger Hütte. Rückkehr über das Tajatörl.
Von der Hütte auf Pfad hinab zum Drachensee, links um diesen herum und in Serpentinen über eine Geländestufe hinauf ins Kar unterhalb der Griesspitzen, wo wir auf den von der Grünsteinscharte kommenden Pfad treffen. Hier links nahezu eben weiter bis knapp vor das Hintere Tajatörl (2259 m). (Abstecher zum Hinteren Tajakopf - Links auf markiertem Pfad um den ersten Felsaufbau herum und zum begrünten Sattel am Beginn des Gipfelgrats. Auf diesem zum höchsten Punkt.) Vom Tajatörl führt der Ganghofersteig durchs Brendlkar und am Brendlsee vorbei hinab zur Almstraße. Rechts haltend zur Ehrwalder Alm. Abstieg über den Hohen Gang.
Am nördlichen Ende des Seebensees zweigt links der Abstiegsweg über den Hohen Gang ab. Leicht ansteigend hinauf, über gesicherte felsige Absätze und durch Wald hinab. Rechts über den Gaißbach und zurück zur Talstation.

Dauer.
Anstieg zur Hochfeldernalm 3/4 Std., Rückkehr übers Issentalköpfl 1 1/4 Std.; Anstieg zur Coburger Hütte über die Seebenalm 2 1/2 Std.; Abstieg über den Hohen Gang 2 1/4 Std. Anstieg von der Coburger Hütte zum Tajatörl 1 Std. Rückkehr über Ganghofersteig 2 Std.; Abstieg nach Ehrwald 1 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied435 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEhrwald, Talstation der Ehrwalder Almbahn
EndpunktEhrwald, Talstation der Ehrwalder Almbahn
TourencharakterDie 1960 in Betrieb genommene Einergondelbahn wurde 1974 zu einem Vierersessellift umgerüstet und 2001 durch eine moderne 8er-Kabinenbahn ersetzt. Die mit 99 Kabinen bestückte Umlaufbahn bewältigt die Streckenlänge von 2360 m von der Talstation (1100 m) über 17 Stützen zur Bergstation
(1500 m) in 8 Min.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topograf. Karte 1 - 50 000 Werdenfelser Land bzw. Freytag&Berndt-Wanderkarte Nr. 322, 1:50 000 Wetterstein – Karwendel – Seefeld.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der A 95 nach Garmisch-Partenkirchen, dann nach Griesen und Ehrwald; in Ortsmitte links hinauf zur Talstation der Kabinenbahn; dort großer Parkplatz (1110 m). Bahn/Bus. Mit dem Werdenfelstakt nach Garmisch-Partenkirchen; von dort mit der Außerfernbahn bis zur Bahnstation Ehrwald, dann weiter mit dem Rundbus zur Talstation (zu Fuß knapp 1 Std.).
GastronomieEhrwalder Alm. (1502 m), privat, von Weihnachten bis Ostern und Ende Mai bis Mitte Okt. bew., Montag Ruhetag, Übernachtung; Tel. 00 43/56 73/25 34. Berggasthof Alpenglühn. (1500 m), von Weihnachten bis Ostern und von Ende Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet. Coburger Hütte. (1917 m), AV-Hütte, von Mitte Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet, 85 Lager; Tel. 00 43/6 63/5 53 66. Seebenalm. (1566 m), privat, von Mitte Juni bis Mitte Sept. bew., einige Lager; Tel. 00 43/6 64/05 83 82. Hochfeldernalm. (1732 m), privat, bew. Ende Mai bis Mitte Okt., Übernachtung; Tel. 00 43/6 64/10 87 25 02.
Höchster Punkt
Issentalköpfl (1925 m), Hinterer Tajakopf (2408 m).
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