Eckbauer und Partnachklamm

Markierte und gut ausgebaute Wanderwege. Auch an Schönwettertagen empfiehlt sich für die Partnachklamm wegen des Tropfwassers ein leichter Regenumhang. (Autor: Heinrich Bauregger)
11 km
683 m
4.00 h
Unter unseren Tagesausflügen stellt die Durchquerung der Partnachklamm sicher etwas Besonderes dar. Sie ist so ganz anders als die üblichen Gipfeltouren - fast schon ein bisschen wie eine Höhlenbefahrung mutet sie an. Anstatt von oben auf die Berge herabzuschauen, durchqueren wir ihre Tiefe, riechen das Gestein, das Moos und die Feuchtigkeit, hören das Tosen des Wassers, das nebenan durch die Enge schießt, und zucken zusammen, wenn wir einen Tropfen ins Genick bekommen. An die relativ kurze Klammdurchquerung schließt sich eine kleine Bergwanderung der klassischen Art an, die uns nicht nur wieder ans Tageslicht, sondern sogar auf ein Gipfelchen und an mehreren Gasthöfen vorbei führt.
Vom Olympischen Skistadion spazieren wir auf asphaltiertem Weg zuerst partnachaufwärts. Bald endet die Asphaltstraße, und wir wandern auf einem breiten Fußweg bis zum eigentlichen Klammeingang. Schon sind die Talwände viel enger aneinandergerückt. Nachdem wir unseren Eintrittsobolus entrichtet haben, dürfen wir uns in die Enge der Klamm zwängen. Der Weg ist in die Felswände gehauen; nur zwei, drei Personen haben nebeneinander Platz und die Tunneldurchschlüpfe sind noch enger. Der »Gegenverkehr« kommt gerade noch vorbei. Von oben tropft und rieselt das Wasser herab. Zwanzig, dreißig Meter oberhalb sehen wir die Bäume und den Himmel durchschimmern. Der Weg ist auf ganzer Länge mit einem Geländer gesichert. Wir können uns genug Zeit zum Schauen und zum Fotografieren nehmen, denn die Klamm ist nicht sehr lang. In einer halben Stunde haben wir sie leicht durchwandert. Am Südende treten wir am Zusammenfluss der Partnach und des Ferchenbaches wieder in die Sonne hinaus. Hier beginnt der »normale« Teil unserer Wanderung, der uns über das Vordergraseck zum Aussichtspunkt Eckbauer führt. Von hier können wir, direkt zum Skistadion hinunterwandern, oder wir können den längeren Weg über das Dörfchen Wamberg mit seinem hübschen Kircherl nehmen - oder natürlich mit der Seilbahn talwärts schweben. Wie immer - Planen wir keine Rückkehr durch die Klamm, so sollten wir uns einen Abstecher vom Vordergraseck zur Klammbrücke nicht entgehen lassen. Vom Hof steigen wir in einer Viertelstunde zur Brücke hinab, die die Klamm überspannt. Respektvoll schauen wir in die Tiefe und sehen die Menschlein im Dämmerlicht auf dem Weg, den wir vor kurzem selbst gegangen sind.

Dauer - Skistadion – Partnachklamm 1 Std., weiter über Vordergraseck zum Eckbauer 1.30 Std., Abstieg über Vordergraseck und Klammbrücke 1.30 Std.; insgesamt 4 Std. Falls wir für den Auf- oder Abstieg die Eckbauerbahn benützen, sparen wir 1 bis 2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied683 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortGarmisch-Partenkirchen
AusgangspunktParkplatz Skistadion
EndpunktParkplatz Skistadion
TourencharakterMarkierte und gut ausgebaute Wanderwege. Auch an Schönwettertagen empfiehlt sich für die Partnachklamm wegen des Tropfwassers ein leichter Regenumhang.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Werdenfelser Land (BLVA).
VerkehrsanbindungAuf der Garmischer Autobahn bis Eschenlohe, dann durch Garmisch-Partenkirchen Richtung Klais/Mittenwald. Vor dem Ortsende rechts zum Skistadion abbiegen. Dort Parkplatz. Falls wir mit der Bahn ankommen, vom Bahnhof zu Fuß der Partnach entlang zum Skistadion.
GastronomieBerggasthaus Eckbaueralm, Gasthöfe am Vordergraseck (alle nahezu ganzjährig geöffnet). Gasthaus in Wamberg.
Tipps
Und nach der Tour - z.B. zum Baden ins nahegelegene Kainzenbad oder zum Entspannen, Rudern und Baden zum schön gelegenen Rießersee (mit reizvoller Wettersteinkulisse). Hier wurde übrigens 1920 der SC Rießersee gegründet, der dem Eislauf und Eishockey zu einer gewissen Popularität verhalf.
Höchster Punkt
Eckbauer, 1237 m

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