Durch die Zickerschen Alpen

Abwechslungsreiche Wanderung, vorwiegend auf Wiesenwegen und Küstenpfaden mit schönen Aussichten. (Autor: Tassilo Wengel)
10 km
64 m
3.00 h
Von der Bushaltestelle am Ortseingang von Groß Zicker folgen wir zunächst der Straße in Richtung Groß Zicker und zweigen nach etwa 200 Metern nach rechts ab. Mit der Markierung grüner Querstrich wandern wir in das sanft ansteigende Krassendahl. Ein Schild mit dem Hinweis lässt den Eingang nicht verfehlen. Unser Weg führt an einem Birkenwäldchen vorbei, und bald ist der 66 Meter hohe Bakenberg (20Min.) erreicht, der neben einer großartigen Rundsicht auch Bänke zum Rasten bietet. Der Blick schweift über das Mönchgut zum Greifswalder Bodden und nach Klein Zicker. Über einen flachen Sattel kommen wir auf den Kamm der Gagerschen Höhen und können wieder schöne Ausblicke genießen. Im Westen sehen wir immer noch den Greifswalder Bodden, im Osten schauen wir nach Gager, zur Hagenschen Wiek und zu der schmalen Landzunge, die als Reddevitzer Höft bekannt ist. Der Kammweg ist von Trockenrasen umgeben, wo Strandnelken, Sandstrohblumen und Habichtskräuter wachsen. Die Markierung grüner Querstrich verlässt uns an einer Wegkreuzung nach rechts, wir gehen geradeaus weiter und durchqueren einen Sattel, der die Gagerschen Höhen vom Zicker Berg trennt. Wieder aufwärts steigend durchqueren wir einen kleinen Kiefernwald, am Waldende ist rechts ein Hügelgrab zu sehen. An einem trigonometrischen Punkt vorbei verlassen wir allmählich die Höhe und steigen über den Griepelgrund abwärts zum Nonnenloch am Zickerschen Höft. Hier liegen zwei große Findlinge, aus dem Steilufer daneben plätschert klares Quellwasser, und auch die Gelegenheit zum Baden ist vorhanden. Ein idyllischer Platz (2:15Std.)!
Danach gehen wir an der Steilküste entlang und folgen der Markierung gelber Querstrich nach Groß Zicker, einem gut erhaltenen Mönchguter Bauerndorf. Hier ist vor allem das frühere Pfarrwitwenhaus von 1723 sehenswert, ein echtes »Rookhus« (Rauchhaus) ohne Schornstein. Es ist das älteste noch erhaltene Wohnhaus auf dem Mönchgut. Einen Besuch wert in Groß Zicker ist auch die gotische Backsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert mit einer geschnitzten Kanzel und bunten Bleiglasfenstern. Von Groß Zicker folgen wir dem Weg bis zur Bushaltestelle, unserem Ausgangspunkt (3Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied64 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle am Ortseingang von Groß Zicker.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEine Wanderung über die Zickerschen Berge gehört zu den eindrucksvollsten Touren auf der Halbinsel Mönchgut. In Groß Zicker ist das Pfarrwitwenhaus als besonderes Kleinod zu besichtigen.
Beste Jahreszeit
KartentippOffizielle Rad- und Wanderkarte Rügen, Maßstab 1:50000.
MarkierungenGrüner Querstrich, gelber Querstrich.
VerkehrsanbindungAuf der B96 Greifswald – Stralsund bis Reinberg, mit der Autofähre von Stahlbrode bis Glewitz oder B105 von Rostock nach Stralsund und über den Rügendamm, weiter auf B96/B196 über Bergen Richtung Göhren, Abzweig nach Thiessow. Busverbindung mit Bergen.
GastronomieGroß Zicker: Fischrestaurant Kaisers Gaststuben, Boddenstraße 43; Taun Hövt, Boddenstraße 61; Gasthof Uns Deichstuv, hinter den Finnhütten.
Unterkunft
Groß Zicker: Landhotel Boddenblick, Tel. 038308/8254, 038308/340034; Hotel Am Bodden, Tel.038308/30002.
Tourismusbüro
Tourismusverband Rügen e.V., Markt 4, 18528 Bergen, Tel. 03838/80770, Fax 03838/254440.
Mehr zum Thema