Durch die Partnachklamm zum Eckbauer

Lediglich die erste halbe Stunde der Wanderung ist nicht sehr aufregend. Doch der folgende Klammdurchstieg lässt nichts an Spannung vermissen, und anschließend geht es in geruhsamer Wanderung zu einem bescheidenen Bergziel mit einem schönen Wirtshaus. Wer sich dort auf der Terrasse mit einer rustikalen Brotzeit verwöhnen lässt und dabei die markanten Felsenberge des Zugspitzmassivs vor Augen hat, wird sich kaum einen schöneren Platz vorstellen können. (Autor: Siegfried Garnweidner)
9 km
590 m
3.00 h
Zugegeben, die ersten anderthalb Kilometer dieser Wanderung sind ein wenig monoton. Auf dieser Strecke geht es auf einer Asphaltstraße nahezu eben talein, und diese halbe Stunde muss man notgedrungen irgendwie hinter sich bringen. Doch hinter der Lenz'nhütte, dem Kraftwerk und dem Wirtshaus Partnachklamm in Wildenau lässt sich die wilde Schönheit der Tour kaum überbieten.

Zuerst muss man noch Eintrittsgeld bezahlen, Alpenvereinsmitglieder erhalten Ermäßigung. Dann geht es in die Partnachklamm hinein. Auf einem kühn angelegten Steig geht man staunend durch die tosende Klamm und wird immer wieder stehen bleiben, um die Eindrücke dieses verwegenen Naturschauspiels auf sich wirken zu lassen. Erst wenn die vielen niedrigen Tunneldurchschlüpfe mit heilem Kopf überstanden sind, wird es plötzlich still.

Ein breiter Wanderweg verläuft neben dem Bergfluss nach Süden dahin, und bei der Verzweigung biegt man nach links auf einen schönen Wanderweg ab. Er steigt über Stufen in schütterem Laubwald gegen Nordwesten an und stößt zur Almwirtschaft Wetterstein. Gleich dahinter wird das Forsthaus Graseck erreicht. Bei dieser großen Berggaststätte rechts abbiegen, über Wiesenhänge hinauf und in den Wald hinein. Beim Wegschild links abzweigen und auf einem sehr guten Wanderweg in vielen Serpentinen auf einem bewaldeten Rücken nach Nordosten ansteigen, bis das Wirtshaus Eckbauer erreicht ist. Will man zu einem Höhepunkt hinauf, geht man am Wiesenpfad noch zur kleinen Privathütte weiter. Ein echter Gipfel aber ist das nicht.

Der Rückweg führt erst einmal zur Bergstation der Eckbauerbahn. Man folgt einem schmalen Sträßchen, das zunächst in der Nähe der Seilbahn, dann weiter östlich im Wald und über freie Wiesenhänge – mit teilweise ziemlich steilen Etappen – zum Ausgangspunkt abfällt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied590 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOlympisches Skistadion in Garmisch-Partenkirchen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLeichte Wanderung
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 31 »Werdenfelser Land«, 1:50000, Bayer. Landesvermessungsamt; Kompass Wanderkarte, 1:50000, Blatt 5; Freytag & Berndt Wanderkarte, 1:50000, Blatt 322.
MarkierungenWegtafeln und Markierungszeichen.
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab München bzw. Innsbruck nach Garmisch-Partenkirchen. Mit dem Auto ab dem Autobahnende bei Eschenlohe auf der Bundesstraße nach Garmisch-Partenkirchen und zum ausgeschilderten Olympia-Skistadion.
GastronomieWirtschaft Partnachklamm, Almwirtschaft Wetterstein, Forsthaus Graseck, Eckbauer.
Tipps
Will man sich den Abstieg am steilen Fahrweg lieber nicht antun, kann man bequem mit der Seilbahn hinunterfahren.
Unterkunft
Forsthaus Graseck, Eckbauer.
Tourismusbüro
Garmisch-Partenkirchen.
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