Durch die Hügellandschaft bei Brodowin

Abwechslungsreiche Wanderung mit schönen Aussichten, teilweise am Rande der Asphaltstraße, teilweise auf Feld- und Wiesenwegen. (Autor: Tassilo Wengel)
9 km
30 m
2.00 h
Wir starten an der Kirche in Brodowin, wo sich neben einer Informationstafel über die Märkische Eiszeitstraße auch ein Sitzplatz befindet. Von dort folgen wir dem Wegweiser Parstein und Pehlitz auf einem asphaltierten Fahrweg, an einem Mast mit einem Storchennest vorbei. Wir verlassen den Ort, können schon bald den Blick hinüber zum Kleinen Rummelsberg genießen, dessen Fuß wir nach 30 Min. Wanderzeit erreichen. Nun steigen wir die Stufen aufwärts und haben einen schönen Ausblick über eine malerische Hügellandschaft. In Richtung Brodowin schweift der Blick über den Wesensee, links davon liegt der Brodowiner See, und in nördlicher Richtung breitet sich der Parsteiner See aus.
Wir steigen wieder ab und setzen unsere Wanderung am Rande der Asphaltstraße nach Pehlitz fort (Markierung blauer Querstrich). Etwa 500 m nach dem Ort zweigt nach links der Zugang zum Pehlitzwerder ab (45 Min.). Wir folgen dem Weg bis zu einem Campingplatz, wo sich die restaurierten Fundamentreste des Klosters Mariensee befinden, das 1258 begonnen, aber bereits 1270 wieder aufgegeben wurde.
Unser Weg führt zurück nach Pehlitz, dort wenden wir uns kurz nach dem Ortseingangsschild nach links und folgen der Markierung gelber Punkt auf einem Feldweg. Diese genussvolle Wanderung führt durch ein kleines Wäldchen, nähert sich zwischen Wiesen dem Wesensee und mündet auf eine Kopfsteinpflasterstraße. Hier wenden wir uns nach rechts und erreichen zwischen Feldern den Ausgangspunkt in Brodowin (2:30 Std.).
Variante.
Wer die Wanderung beim Kloster Chorin beginnen möchte, folgt dort der Markierung blauer Querstrich nach Brodowin auf dem gepflasterten Königsweg (5 km). In Brodowin nach links schwenkend, wird der Ausgangspunkt der beschriebenen Wanderung bei der Kirche erreicht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied30 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBrodowin, Kirche.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Umgebung von Brodowin ist von Endmoränen und zahlreichen Seen geprägt, die der Landschaft ein reizvolles Gesicht verleihen. Eine Wanderung bietet viel Abwechslung, und vom Kleinen Rummelsberg lässt sich eine großartige Aussicht über die Hügellandschaft mit ihren Seen genießen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Spezialwanderkarte Nr. 1040, Schorfheide-Werbellinsee, 1:50000
MarkierungenBlauer Querstrich, gelber Punkt.
VerkehrsanbindungAutobahn A 11 Berlin–Prenzlau, Ausfahrt Finowfurt, auf B 167 nach Eberswalde, dort auf B 2 Richtung Angermünde nach Kloster Chorin, Abzweig nach Brodowin. Busverbindung mit Eberswalde.
GastronomieBrodowin: Gaststätte Zur Frischen Quelle, Dorfstraße 55. Chorin: Gaststätte Neue Klosterschänke, Klosterallee 12 (beim Kloster); Honig-Spezialitäten-Restaurant Immenstube im Hotel Haus Chorin, Neue Klosterallee 10.
Tipps
Das Ökodorf Brodowin betreibt als einer der größten Demeter-Betriebe in ganz Deutschland auf 1250 ha vor allem Milchproduktion, produziert aber auch gärtnerische Produkte. Der Hofladen, Weißensee 1 (Tel.03362/60022), bietet ganzjährig ein umfangreiches Sortiment ökologischer Lebensmittel. Der Kleine Rummelsberg erhebt sich 38 m über dem Wesensee und wird Drumlin genannt, eine Aufschüttung aus Endmoränenmaterial der Weichseleiszeit. Seine Hänge beherbergen eine seltene Trockenrasenvegetation, in der Golddistel, Natternkopf-Habichtskraut, Sand-Thymian, Gemeine Braunelle, Wiesensalbei und andere Pflanzenarten wachsen. Das Kloster Chorin ist eine der bedeutendsten Klostergründungen in Brandenburg, dessen Ursprünge im Zisterzienserkloster Mariensee liegen. Damals gründeten die Markgrafen Otto III. und Johann I. auf dem Pehlitzwerder ein Kloster, das sie bereits 1273 verlegten und Chorin nannten. Der Bau war deutlich an das Mutterkloster in Lehnin angelegt und 1334 beendet. 1542 wurde es säkularisiert und nach starker Beschädigung im 30-jährigen Krieg teilweise abgetragen. Erhalten geblieben ist unter anderem eine sehenswerte Ruine der gotischen Klosterkirche mit spätromanischen Elementen, die in der europäischen Architektur wegen seiner grandios gestalteten Westfassade berühmt wurde.
Unterkunft
Chorin: Hotel Haus Chorin, Tel. 033366/500, Fax 033366/326; Seehotel-Restaurant Neue Klosterschänke, Tel. 033366/5310, Fax 033366/53141, www.telta.de/Klosterschaenke.de
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsverein Chorin Oderberg e.V., Am Amt 11a, 16230 Chorin, Tel. 033366/70377, Fax 033366/70378.

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