Durch die Dünenheide

Abwechslungsreiche Wanderung auf Wiesenwegen, Plattenwegen und Sandwegen. Kein Schatten. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir folgen am Hafen in Vitte dem Wegweiser »Boddenwallweg/Sprenge« auf dem Wall nach Süden. Am Bodden entlang wandernd bieten sich gleich zu Beginn malerische Ausblicke zurück zum Hafen, über den Bodden bis hinüber nach Rügen und geradeaus in Richtung Fährinsel. Wir kommen am Hotelschiff Caprivi 93 vorbei und verlassen wenige Meter danach den plattenbedeckten Wall, indem wir geradeaus auf den Wiesenweg wechseln. Auf ihm überqueren wir mehrere Stichkanäle. Rechts breiten sich Salzwiesen mit Salzastern aus, dazwischen leuchten kleine Wasserflächen, auf denen im Herbst viele Graugänse rasten.
Der Weg wird schmaler und führt durch den breiten Schilfgürtel am Boddenufer zu einem Plattenweg unweit der Bootsanlegestelle zur Fährinsel (45 Min.).
Hier wenden wir uns nach rechts und wandern auf dem Plattenweg zwischen Sanddorn, Zitterpappeln, Birken und Heide zur Verbindungsstraße Vitte – Neuendorf. Dieser Straße folgen wir nach links an der Gaststätte Heiderose vorbei bis nach Neuendorf. Dort überqueren wir am Ortseingang einen Wall mit Strandzugang und gehen auf der breiten Sandstraße fast bis zum Hafen. Kurz davor gabelt sich der Weg bei einer Boje, wir wählen den rechten und folgen ihm am Gasthaus Zur Boje vorbei bis zum Wegweiser »Restaurant und Café Rosi« (1:45 Std.).
Am Wegweiser wenden wir uns nach links, gehen am Restaurant und Café Rosi und der Stranddistel vorbei bis zum Strandcafé. Hier bietet sich die Gelegenheit, eine Wanderung zum Gellen zu unternehmen.
Variante: Vom Strandcafé zum Strand, am Strand nach links und bis zu dem Schild, das den Nationalpark und die Kernzone ausweist. Hier ist der Gellen erreicht, das Betreten ist verboten, der Strand muss verlassen werden. An einem Gatter mit Informationstafel über den Gellen nach links schwenkend führt der Weg am Leuchtturm vorbei, über den Steinwall »Schwarzer Peter« zum Seglerhafen von Neuendorf und weiter bis zum Strandcafé (8 km, 3Std.).
Wir setzen unsere Wanderung am Strandcafé fort, kommen am Gasthaus Up Westerend vorbei und folgen der Straße bis zum Wegweiser »Restaurant und Café Rosi«, wenden uns nach links und gehen auf bekanntem Weg bis zum Wall. Hier schwenken wir nach links und halten uns vor dem Strandzugang rechts. Nun wandern wir auf einem Weg zwischen Wald und Strand, von Strandhafer, Sanddorn, Silberpappeln, Weißdorn und Heckenrosen begleitet, bis zum nächsten Strandzugang. Zuerst biegen wir nach rechts, dann nach links und laufen durch die Dünenheide bis zu einem Birkenwäldchen (rechts ist ein Stromverteiler). Dort erneut nach links und quer durch die Dünenheide, bis wir zum Wall vor Vitte kommen. Hier wenden wir uns nach rechts und gelangen auf diesem Wall zurück zum Hafen in Vitte (3:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktVitte, Hafen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterZwischen Vitte und Neuendorf erstreckt sich auf zwei Kilometer Länge die urwüchsige Dünenheide, die zu den Hauptattraktionen der Insel Hiddensee zählt.
Beste Jahreszeit
KartentippOffizielle Rad- und Wanderkarte Rügen, Maßstab 1:50000.
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungSchiffslinienverkehr von Stralsund oder Schaprode auf Rügen.
GastronomieUnterwegs: Hotelanlage Heiderose mit Biergarten, In den Dünen 127. Neuendorf: Restaurant und Café Rosi, Pappelallee11; Gaststätte Stranddistel, Plogshagen 15; Restaurant-Strandcafé, Grumkiel 1; Gaststätte Up Westerend, Plogshagen 7.
Tipps
Vogelschutzreservat Fährinsel. Die Fährinsel – 1200 Meter lang und 550 Meter breit – trennt ein etwa 200 Meter breiter Wasserarm von der Insel Hiddensee. Als Vogelschutzreservat ist die Insel Brutstätte und Rastplatz für eine große Anzahl von seltenen Seevögeln. Um die Vögel nicht zu stören, ist die Insel für den Besucherverkehr ganzjährig gesperrt. Der dort befindliche Brutplatz des Mittelsägers ist der bedeutendste an der gesamten Ostseeküste. Ein Stelldichein geben sich hier zur Brutzeit auch Sturmmöwen, Lachmöwen, Flussseeschwalben, Stockenten, Krickenten und Austernfischer. Als ausgesprochene Seltenheit wurden auch brütende Schwarzkopfmöwen nachgewiesen. Naturschutzgebiet Dünenheide. Die Dünenheide besteht vor allem aus jungem, eiszeitlichem Schwemmland, das sich aus zwei Strandwallsystemen zusammensetzt. Stellenweise erreichen die Dünen Höhen bis 4 Meter. Vorherrschend ist die Besenheide, nur an manchen Stellen konnte sich die Glockenheide ausbreiten. Sie kommt entweder in einer feuchten, torfmoosreichen Gesellschaft vor oder ist in trockeneren Bereichen mit Flechten gemischt. Flechten sind teilweise recht vielgestaltig anzutreffen, dazwischen haben Krähenbeeren schöne Polster gebildet, die man im Herbst an ihren schwarzen Früchten erkennt.
Unterkunft
Vitte: Pension und Gaststätte Zum Hiddenseer, Tel. 038300/419; Hotel und Gaststätte Heiderose, Tel. 038300/630.
Tourismusbüro
Insel-Information Hiddensee, Norderende 162, 18565 Vitte, Tel. 038300/64226, Fax 038300/64225. Internet: www.seebad-hiddensee.de
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