Durch den Spandauer Forst

Vorwiegend bequeme Waldwege mit viel Schatten, unweit der Bushaltestelle Bürgerablage bietet die Havel Gelegenheit zum Baden. (Autor: Tassilo Wengel)
8 km
50 m
2.00 h
Von der Endstation der Buslinie 145 am Johannesstift aus überqueren wir auf der Schönwalder Allee die Bahngleise (Wegweiser Bürgerablage, Markierung grüner Querstrich) und kommen an der Revierförsterei Hakenfelde vorbei zu einem kleinen Parkplatz. Dort schwenken wir nach links in den Wald und haben schon unseren Wanderweg erreicht, der hier als Lehrpfad eingerichtet ist und um Wildgehege mit Wildschweinen, Muffelwild, Rotwild und Rehen führt. Wir wandern an einem Tiergehege mit Wildschweinen vorbei, kommen zur kleinen Brücke, die über die Kuhlake führt und schwenken nach rechts. Tische und Bänke laden zum Verweilen ein, bis wir die nächste Brücke überqueren. Die Markierung grüner Querstrich verlassen wir nach links schwenkend und folgen nun der Markierung roter Punkt/grüner Punkt. Wir wandern auf einem breiten Waldweg auf der rechten Seite der Kuhlake entlang. Röhrichtbestände, Schwimmblattpflanzen und Hochstauden am Ufer begleiten diesen romantischen Wanderweg durch Kiefern-Laubmischwald, Picknickplätze laden zur Rast ein. Schließlich überqueren wir den Oberjägerweg, einen breiten Gestellweg (45Min.), der die Kuhlake kreuzt. An der nächsten Kreuzung kommen zu unserer Markierung der blaue und der gelbe Punkt dazu. Wir wandern weiter an der Kuhlake entlang und überqueren abermals eine Kreuzung. Nun gilt Markierung roter und gelber Punkt, mit der wir zur »Kreuztränke« kommen, wo der Kreuzgraben in die Kuhlake mündet. An dieser Stelle überqueren wir die Kuhlake und schwenken bei einem Schutzpilz nach rechts.
Nun wandern wir an der linken Seite der Kuhlake entlang, überqueren eine Kreuzung (ab hier roter und blauer Punkt) und schwenken bei der nächsten Kreuzung nach rechts in einen Gestellweg, erkennbar am lückenhaften Kopfsteinpflaster, teilweise von Boden überdeckt (1:15Std.). Auf diesem Gestellweg kommen wir zur Schönwalder Allee. Diese überqueren wir (Jagen 65/66) und wandern geradeaus in den Wald.
Am Naturschutzgebiet Großer Rohrpfuhl entlang gehend, treten wir bei einer Wiese aus dem Wald. Wir befinden uns am alten Mauerstreifen, der die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg bildet. Hier schwenken wir nach rechts, kommen nach wenigen Minuten an einem Sitzplatz vorbei und folgen dem Weg nach rechts schwenkend in den Wald. Nun wandern wir am Naturschutzgebiet Kleiner Rohrpfuhl entlang und erreichen einen quer verlaufenden, mit Kopfsteinen gepflasterten Gestellweg. Hier wenden wir uns nach links und wandern nun auf dieser Kopfsteinpflasterstraße parallel zum einstigen Mauerstreifen bis zu einem Schafgatter. Kurz vorher erinnert ein schlichtes Holzkreuz daran, dass hier 1964 der zwanzigjährige Adolf Philipp von DDR-Grenzposten erschossen wurde, als er die Mauer überwinden wollte (2Std.). Beim Schafgatter schwenken wir nach rechts und wandern auf einem Asphaltweg durch Buchen-Kiefernwald, später mit dominierenden Eichen bis zur Niederneuendorfer Straße. Hier wenden wir uns nach rechts und gehen auf einem mit Klinkersteinen belegten Weg parallel zur Straße bis zur Bushaltestelle Bürgerablage.
Bevor wir mit dem Bus Nr. 136 zurück zum U-Bahnhof Rathaus Spandau fahren, machen wir noch einen Abstecher zur Badestelle Bürgerablage. Dafür folgen wir der schmalen Asphaltstraße auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit der Markierung grüner Querstrich (Wegweiser Jagdhaus) durch den Wald zur Havel bis zu dem schönen Sandstrand (2:30Std.).

leichte Herbstwanderungen

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied50 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle Johannesstift Spandau.
EndpunktBushaltestelle Bürgerablage.
TourencharakterAlte Eichen, Ulmen, Birken und Ahorne bestimmen das Bild im Spandauer Forst, durch den sich in reizvollen Windungen das Flüsschen Kuhlake schlängelt. Ein schöner Wanderweg mit mehreren Sitzgruppen führt an der malerischen Fließlandschaft der Kuhlake entlang.
Beste Jahreszeit
KartentippFahrradkarte Berliner Umland nordwest, Maßstab 1:60000, Ampel Verlag Berlin.
MarkierungenGrüner Querstrich, roter Punkt, blauer Punkt.
VerkehrsanbindungU-Bahn: U7 Rathaus Rudow–Spandau. S-Bahn: S75 Charlottenburg–Spandau, bis Rathaus Spandau, Ausgang Carl-Schurz-Straße, mit Bus 145 bis Johannesstift (Endstation). Rückfahrt von der Bushaltestelle Bürgerablage mit Bus 136 zum U-Bahnhof Rathaus Spandau.
GastronomieUnterwegs: Café-Restaurant Waldbaude, Schönwalder Allee; Restaurant Jagdhaus, Niederneuendorfer Allee 80.
Tipps
Altstadt und Zitadelle in Spandau. Vom U-Bahnhof Rathaus Spandau sind es nur wenige Minuten in die sehenswerte Altstadt mit Nikolaikirche, Markt und dem Reformationsplatz, der von zahlreichen historischen Gebäuden gesäumt wird. Eine U-Bahn Station weiter ist die Zitadelle erreicht, eine quadratische Anlage (ca. 200m Seitenlänge) am Zusammenfluss von Spree und Havel. Die Zitadelle wurde zwischen 1560 und 1594 als Festung am Fernhandelsweg vom Rheinland nach Polen errichtet und ist eine der am besten erhaltenen Wehranlagen der Renaissance in Europa. Vom zinnenumkränzten Juliusturm (um 1200 errichtet), dem einstigen Wohnturm der alten Burganlage, bietet sich ein großartiger Blick über Spandau und die Havellandschaft. Im früheren Kommandantenhaus befindet sich eine Ausstellung über die Geschichte der Zitadelle und das Neue Zeughaus beherbergt die stadtgeschichtliche Sammlung (geöffnet Di–Fr 9–17 Uhr, Sa, So 10–17Uhr).
Unterkunft
Christophorus-Haus***, Tel. 030/336060, Fax 030/33606114; Hotel Achat***garni, Tel. 030/330720, Fax 030/33072455. Unterkunft auch über Tel. 030/250025, Internet-Buchung: www.berlin-tourist-information.de
Tourismusbüro
Berlin Tourist Information, Europa-Center, Eingang Budapester Straße 45, 10787 Berlin, Tel. für Reservierung: 030/250025, für Information 0190-0-16316, www.berlin-tourist-information.de

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