Durch das Kendlmuehlfilz auf den Westerbuchberg

Wanderung auf Moorwegen. Abstieg auf den Westerbuchberg. Wählt man die Rundtour über das Torfmuseum (Variante 1) oder Weiterweg nach Übersee (Variante 2), ist am Schluss ein Stü¨ück auf einer Teerstraße zurückzulegen. (Autor: Michael Pröttel)
5 km
50 m
4.00 h
Man beginnt an der Kirche von Rottau, wo bereits ein Schild auf den Moorlehrpfad aufmerksam macht. Wir folgen der geteerten »Kreuzstraße« bis zu einem Wegweiser mit der Aufschrift »Moorlehrpfad«, der sich bei den letzten Häusern befindet. Hier biegen wir links ab und können sogleich überblicken, dass heute keine größeren Anstiege zu bewä¨ltigen sind. Vor uns breiten sich flache Wiesen aus, die frü¨her, bevor sie durch Abzugsgräben trockengelegt wurden, ebenfalls zum Kendlmühlfilz gehö¨rt haben. Heute werden sie für die Grü¨nlandwirtschaft genutzt. Wir wandern in Richtung Osten auf das Moor zu. An dessen westlichem Rand gehen wir über eine Brücke und wenden uns nach rechts. Unter Bäumen geht es ein kurzes Stück nach Süden weiter,bis uns ein Schild »Naturlehrpfad« nach links in einen kleineren Weg weist. Auf dem nun folgenden Wegabschnitt wird das Biotop »Moor« auf Informationstafeln erklärt. Bei einer Rechtskurve des Weges sollte man unbedingt einen kurzen Abstecher entlang eines Holzsteges machen, der ein wenig tiefer in das eigentliche Feuchtgebiet hineinführt. Schon hier bietet es sich an, eine kleine Pause einzulegen und die wunderschöne Stimmung im Moor auf sich wirken zu lassen. Nachdem man wieder auf den Hauptweg zurückgelangt ist, geht es weiter in Richtung Süden. Man kommt an ein paar Häusern vorbei und wendet sich an der folgenden Wegkreuzung nach links. Entlang eines schnurgeraden Kanals geht es nun in Richtung Grassau weiter. Wir wandern zuerst unter Bäumen, dann über eine Wiese und folgen bei der nächsten Kreuzung dem Wegweiser nach links. Zuerst auf einem Teer-, dann auf einem Schotterweg geht es nun geradewegs in das Kendlmühlfilz hinein. Wir wandern immer geradeaus, bis der Weg in der offenen Moorlandschaft scharf nach rechts abbiegt. Hübsche Birken begleiten unseren ebenen, breiten Wanderweg, der bis hierher auch mit dem Kinderwagen gut befahrbar ist. Besonders reizvoll ist das Moor im Herbst, wenn das gelbe Birkenlaub mit der violetten Erikaheide eine schöne Farbkomposition ergibt, die sich von den vielleicht schon weiß überzuckerten Gipfeln der Chiemgauer Berge abhebt. In wieder östlicher Richtung wandert man nun in ein schönes Birkenwa¨ldchen, wo man auf eine Wegkreuzung stößt. Hier wendet man sich nach links. Der Weg wird zu einem schönen Pfad und folgt den alten Gleisen, über die früher der Abtransport des gestochenen Torfes erfolgte. Denn früher bauten hier Strafgefangene Torf ab und es wurden lange Schienenwege dafür im Moor verlegt. Heute überwachsen die alten Stahlstränge oder dienen streckenweise als Wege. Bei einem nicht zu übersehenden Aussichtsturm wird die Geschichte dieser Anlage anschaulich erklärt. Es geht in einen Wald hinein, wo man an einer Rechtskurve dem Schild »Westerbuchberg« folgt. Wenig später ist etwas Aufmerksamkeit gefordert, da wir von dem breiteren Weg nach links abbiegen. Bei einer Gabelung halten wir uns halb rechts und folgen dem über zwei Brücken führenden Weg. Bald stoßen wir auf einen breiten Weg und folgen diesem nach rechts. Es geht schließlich aus dem Wald heraus und wir gehen auf einem Landwirtschaftsweg geradeaus über eine Wiese. Bei einem am Waldrand stehenden Haus gehen wir nach links (nicht beschildert) und gleich dahinter wieder halb rechts mit der Beschilderung »Westerbuchberg«. Nun beginnt der einzige Anstieg der Wanderung, der über einige Holzstufen auf den Westerbuchberg hinaufführt. Dort befindet sich die Kapelle St. Peter und Paul, die eine der ältesten Kirchen des Chiemgaus ist und schöne Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert besitzt. Zurück nach Rottau geht es auf dem gleichen Weg.

Variante 1
Wer eine Rundtour zurück nach Rottau unternehmen möchte, kann weiter nach Westen gehen. Man folgt hinter der Kirche zunächst weiter der Teerstraße, die man bei einer Kurve links verlässt. Ohne Orientierungsschwierigkeiten wandert man nun auf breiten Wegen und über den alten Moorbahnhof, wo man samstags das Bayerische Torf- und Moor-Museum besichtigen kann, nach Rottau zurück. Ein großer Teil der Strecke verläuft hierbei allerdings über Teerstraßen.

Variante 2
Ebenfalls zumeist auf Teerstraßen kann man zum Bahnhof Übersee weiterwandern, was den großen Vorteil mit sich bringt, dass man von dort direkt Richtung München fahren kann. Hierzu folgt man vom Alpenhof der Teerstraße auf dem Westerbuchberg nach Osten bis zum nächsten Hof. Hier wendet man sich nach links, geht u¨ber eine Freifla¨che und folgt dann nach rechts einem Wirtschaftsweg, der u¨ber einefreie Wiese bergab fu¨hrt. Der Weg fu¨hrt wei- ter durch einen Wald und trifft auf die Wes- sener Straße (hier rechts), die in die Hocher- lacher Straße u¨bergeht. Indem man zu- na¨chst dieser, dann der Ringstraße nach links und der Dorfstraße nach rechts folgt, erreicht man das Ortszentrum von U¨bersee. Hier folgt man der Grassauer Straße nach links, u¨berquert den U¨berseer Bach und wendet sich kurz danach nach rechts in die Bahnhofstraße.

Frühlingstour

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied50 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle Rottau
Endpunkt Bushaltestelle Rottau bzw. Bahnhof Übersee
Tourencharakter Traumhafte Moorwanderung zu einem netten Aussichtshu¨gel
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 7 »Chiemsee und Umgebung«, 1 - 50 000, Bayerisches Landesvermes- sungsamt
VerkehrsanbindungVon Mu¨nchen Hbf. nach Prien und weiter mit RVO-Bus 9505 nach Rottau. Ku¨rzeste Fahrzeit 1 - 27 Std. Ru¨ckreise: Zuru¨ck nach Mu¨nchen wie Hinweg, ab Prien dann stu¨nd- lich um XX:08 Uhr oder ohne Umsteigen vom Bahnhof U¨bersee stu¨ndlich um XX:56 Uhr (siehe Variante 2).
GastronomieHotel-Restaurant Alpenhof am Westerbuchberg. Gasthof Messerschmied in Rottau
Tourismusbüro
Tourist-Info Bernau, Tel. 08051/98 68-0, touris- mus@bernau-am-chiem- see.de, www.bernau-am- chiemsee.de

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