Durch das Biesenthaler Becken

Abwechslungsreiche Wald- und Wiesenwanderung, vorwiegend auf bequemen Wegen, Badegelegenheit am Mechesee. (Autor: Tassilo Wengel)
Wir starten in Biesenthal am Markt bei der Jubiläumseiche, die 1868 anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläus des Königs von Preußen (seit 1871 Kaiser Wilhelm I.) gepflanzt wurde. Hier folgen wir der Berliner Straße (Markierung grüner Querstrich) und gehen dort, wo die Straße einen Linksbogen macht, geradeaus weiter.
Auf dem Langerönner Weg kommen wir zu einem überdachten Sitzplatz und wandern auf einem festen Kiesweg zwischen dem Waldrand und einem Feuchtgebiet rechts durch das Biesenthaler Becken. Es folgt ein reizvoller Weg, von uralten Eichen gesäumt, der vorbei an dichten Heckengebüschen aus Wildobst, Ebereschen und anderen Arten schließlich durch einen Kiefern-Eichenmischwald zur Langerönner Mühle führt (45Min.).
Hier bietet sich Rast und Information zur Natur im Biesenthaler Becken, bevor wir unsere Wanderung mit der Markierung grüner Querstrich fortsetzen. Ein kurzes Stück wandern wir auf einem Lehrpfad, folgen der Asphaltstraße durch Kiefernwald und verlassen diese nach rechts, um auf einem Pfad weiter mit der Markierung grüner Querstrich bis zu einem Querweg zu gehen. Hier wenden wir uns nach rechts und treffen auf die Markierung roter Querstrich. Bei der nächsten Kreuzung schwenken wir nach links und kommen zum Sitzplatz am Mechesee mit kleiner Badestelle (1:30Std.).
Wir folgen der Markierung roter Querstrich auf einem breiten Sandweg durch Mischwald und kommen zu einem Sitzplatz. Der Wegweiser Marienwerder Biesenthal leitet uns am Hellsee entlang (' Tour 11) zur Hellmühle. (2Std.).
Hier wenden wir uns nach rechts (Wegweiser Biesenthal, Eichhorst) und wandern auf einem Pfad durch eine mittelgebirgsartige Schlucht am Hellmühler Fließ entlang. Das tief eingeschnittene Bachtal ist eine pleistozäne Schmelzrinne, die wir bald auf einer kleinen Brücke überqueren. An der Gabelung halten wir uns rechts und folgen dem Wegweiser nach Biesenthal. An einem Quellmoor mit Birken, Weiden und Schilf vorbei wandernd überqueren wir bald ein Fließ vom Streesee und schwenken bei Kleingärten auf einer Asphaltstraße nach rechts. Auf der Straße Am Heidberg erreichen wir die Berliner Straße und wenden uns nach links, um zum Ausgangspunkt am Markt in Biesenthal zu gelangen (3:30Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBiesenthal, Markt.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDas Biesenthaler Becken ist wegen seiner landschaftlichen Vielfalt auf kleinstem Raum ein reizvolles Wandergebiet. Von Biesenthal führt ein abwechslungsreicher Wanderweg durch die Wald- und Wiesenlandschaft mit reicher Tier- und Pflanzenwelt.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Spezialwanderkarte Nr. 744 Schorfheide–Uckermarck–Barnim, Maßstab 1:50000.
MarkierungenGrüner Querstrich, roter Querstrich.
VerkehrsanbindungAuto: A11 Berlin–Prenzlau, Ausfahrt Bernau Süd, auf B2 Richtung Eberswalde über Bernau nach Biesenthal.
GastronomieBiesenthal: Gasthof und Pension Henning, Berliner Straße 2.
Tipps
Feldhecken – ein Refugium der Natur. Feldhecken sind als Bindeglied zwischen Feld und Wald ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Tiere und Pflanzen. Eine besondere Form sind die »Benjes-Hecken«, die aus Schnittgut von Althecken, Obstbäumen und anderen Gehölzen entstehen, das wallartig aufgeschüttet wird. Im Reisigwall wachsen Gräser, Kräuter und Stauden heran, aus Samen von Beerensträuchern und Bäumen entwickeln sich im Laufe von zwei bis drei Jahren Gehölze. Der Wall verrottet allmählich und aus den sich entwickelnden Pflanzen bildet sich nach fünf bis zehn Jahren ein Korridor zwischen Feld und Wald, der ein wichtiger Lebensraum für Kleintiere und Wild ist. Der Barnim Im Städtedreieck Bernau, Oranienburg und Eberswalde gelegen, liegt der Naturpark Barnim, eine eiszeitliche Hochfläche. Sie entstand während der Saale-Eiszeit und erhielt mit der Weichselvereisung vor etwa 10000 Jahren ihren letzten Schliff. Mit Teilen des Eberswalder Urstromtales im Norden und der Havelniederung im Nordwesten bildet diese Hochfläche den Naturpark Barnim. Der Höhenzug, teilweise bis 80m ansteigend, erstreckt sich zwischen Wandlitz, Ladeburg, Rüdnitz und Trampe und bildet die Stromgebietsgrenze von Oder und Elbe. Er ist damit eine Wasserscheide für die Fließgewässer des Barnim. Charakteristisches Merkmal sind zahlreiche große und kleine Seen, die sich teilweise wie eine Perlenkette aneinander reihen. Besonders markant sind die Ketten Wandlitzsee, Rahmersee und Lubowsee sowie die Prendener Seenkette bei Sophienstädt (Tour 12).
Unterkunft
Biesenthal: Restaurant Pension Wukensee, Tel. 03337/4577-0, Fax 03337/457799; Restaurant Pension Kleines Rathaus, Tel./Fax 03337/62.
Tourismusbüro
Tourismusverein Naturpark Barnim e.V. Berliner Straße 1, 16359 Biesenthal. Tel./Fax: 03337/490718, E-Mail: tv-naturparkbarnim@ibs-brandenburg.de

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