Dreiseenwanderung bei Baiersbronn

Fast durchgehend gut begehbare Wege, der Aufstieg zur Zuflucht ist steil, der kurze Abstieg
neben dem Sankenbachfall sehr steil und steinig.
In Buhlbachsaue an der Mündung des Buhlbachs in die Rechtmurg führt die Markierung blaue Raute aufwärts im Buhlbachtal auf einem fahrradfähigen Forstweg, den auch der Mountainbikeweg Schwarzwald (rote Raute) benutzt. An der Bärenteichhütte zweigt der Mountainbikeweg links ab, während wir im Wald- und Wiesental weiter aufwärts wandern zum Buhlbachsee, an dem die Seehütte zur Rast lädt.
Vom Buhlbachsee gehen wir kurz zurück und folgen dann der blauen Raute steil rechts hinauf zur Zuflucht (Jugendherberge) an der Schwarzwaldhochstraße. Bei der Jugendherberge mündet der Zugangsweg auf den Westweg (rote Raute), dem wir parallel zur Schwarzwaldhochstraße zur Alexanderschanze folgen. Während der Westweg an der Alexanderschanze auf den Rücken zwischen den Tälern von Wolf und Wilder Rench wechselt, folgen wir der blauen Raute auf dem Kniebis weiter in das ehemalige Grenzdorf Kniebis, das seit 1975 einschließlich seines früher badischen Teils zur württembergischen Kreisstadt Freudenstadt gehört und Luftkurort und Wintersportplatz ist. Weiter der blauen Raute folgend, queren wir schon am Anfang des Dorfs Kniebis die Schwarzwaldhochstraße und wandern weiter Richtung Baiersbronn.
Schon bald ist der sehenswerte Ellbachseeblick ausgeschildert: Fast unvermittelt fällt der Blick hinab auf den verlandeten Karsee. Der sagenumwobene Ellbachsee ist ein Karsee in der Nordflanke des Kniebismassivs. Überragt wird er von einer 140m hohen Karwand, in der urtümliche Tannen-Fichten-Wälder wachsen, während ihn zum Ausfluss hin sichelförmige Moränen flankieren. Auch das Wasser des Ellbachsees wurde früher als Schwallwasser zur Holztrift benutzt, heute ist der als Naturdenkmal ausgewiesene, nur 2m tiefe See zum größten Teil von einem Schwingrasen bedeckt, die sichtbare Wasserfläche ist nur 0,5ha groß. Vom Ellbachseeblick kehren wir zurück zum Wanderweg blaue Raute und folgen ihm auf dem Buchschollenweg weiter Richtung Baiersbronn – Wasserfälle. Von der Wasserfallhütte geht es kurz steil hinab neben dem Sankenbach-Wasserfall. Unterhalb des Wasserfalls lädt am Sankenbachsee eine Grillhütte zum Verweilen ein. Vom See führt die blaue Raute durch Sankenbachtal zu unserem Ziel, dem S-Bahnhof Baiersbronn.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle und Parkplätze in Baiersbronn-Buhlbachsaue. Buslinie 21 Freudenstadt – S-Bahnhof Baiersbronn – Buhlbach (fährt Mo – Fr, an Wochenenden und an Feiertagen als Freizeitbus)
EndpunktS-Bahnhof Baiersbronn.
TourencharakterMit dem Buhlbach-, dem Ellbach- und dem Sankenbachsee berührt diese Wanderung drei der schönsten Karseen am Kamm des Nordschwarzwalds im Quellgebiet der Murg und bietet einen reizvollen Wechsel von Wäldern, Tälern, Seen und Wasserfällen.
KartentippFreizeitkarte 1:50000 Blatt 504 Freudenstadt/Naturpark Schwarzwald Mitte Nord Blatt 4 (Landesvermessungsamt Baden-Württemberg) oder ADAC Wander & Rad Karte Schwarzwald Blatt 3 Baiersbronn Schwarzwaldhochstraße.
MarkierungenBlaue Raute, rote Raute (Westweg), gelbe Raute und namentliche Ausschilderungen.
VerkehrsanbindungAnfahrt auf der A5 Basel – Karlsruhe Ausfahrt Rastatt, weiter auf der B462 Richtung Freudenstadt. S41 (Murgtal-S-Bahn) Rastatt – Baiersbronn – Freudenstadt.
GastronomieAlexanderschanze, Kniebis, Baiersbronn.
Tipps
Buhlbachsee Der verträumte Buhlbachsee ist ein Karsee in einem tief eingekerbten Talkessel in der Ostflanke des Nordschwarzwald-Hauptkamms. Seine Besonderheit ist der inselartig auf dem Wasser liegende Schwingrasen; er löste sich vom Boden, als vermutlich im 19. Jahrhundert Flößer den damals fast völlig verlandeten See aufstauten, um das Wasser als Schwallwasser für die Holztrift zu nutzen. Neben seltenen Torfmoosen wachsen auf dem Schwingrasen das Wollgras und der »Fleisch fressende« Sonnentau. Seit der Wiederherstellung der Stauvorrichtung 1949/50 ist der Buhlbachsee 2,7ha groß und bis zu 8m tief. Im Sommer besucht man ihn am besten früh am Morgen, dann ist die Stimmung dank des einfallenden Morgenlichts am schönsten.
Tourismusbüro
Baiersbronn Touristik, Rosenplatz 3, 72270 Baiersbronn, www.baiersbronn.de; Gäste-Büro Freudenstadt, Marktplatz 64, 72250 Freudenstadt, www.freudenstadt.de

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