Dorf Jachenau – Hirschhörnlkopf

Einfache Vorbergwanderung auf gefahrlosen Wegen; schöne, weitreichende Gipfelaussicht, insbesondere ins Vorland hinaus; am eindrucksvollsten in der herbstlichen Farbenpracht. (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
9 km
720 m
4.00 h
Wie stiefmütterlich dieses Refugium bislang behandelt wurde, beweist schon allein die Tatsache, dass die Abzweigung des Hirschhörnlanstiegs von der breiten Kiesstraße in Richtung Kotalm derart unauffällig einsetzt, dass man schon genau hinschauen muss, um nicht daran vorbeizulaufen. Genießer wissen derlei Geheimnisse freilich zu schätzen und als Gewinn zu werten. Nördlich unterhalb der Kirche des Dorfs Jachenau (790 m) am westlichen Talende steht ein Parkplatz zur Verfügung. Dann geht’s nordwestlich auf der genannten Forststraße in Richtung Kotalm. Der erste Wegabschnitt führt über freies Feld. Dann aber wird der Wald aufgesucht. Jetzt heißt es aufzupassen: Gleich nach der Waldgrenze zweigt rechts der schmale Steig zur Bärenhauptalm und zum Hirschhörnlkopf ab, der unverzüglich zur Sache kommt und schnell an Höhe gewinnt. Der zunächst unruhige Pfad geht in einen gleichmäßigen Serpentinenweg über, der misch- und laubwaldumschattet das ausgedehnte Wiesengelände der Bärenhauptalm erreicht. Zuletzt geht’s über den freien Hang links zum Gipfel (1515 m) hinauf.
Nach Rucksackbrotzeit und Landschaftsgenuss macht man sich wieder an den Abstieg, der sich auf gleichem Weg vollzieht. Wenn nach der Tour noch Zeit verbleibt, sollte man sich noch etwas in der Jachenau mit ihren stattlichen Gehöften umsehen, deren älteste schon Ende des 13. Jhs. als Stammsitze bedeutender Bauerndynastien teilweise über die Talgrenzen hinaus zu Ansehen gelangten. So etwa die Luitpolders, aus deren Reihen Rechtsgelehrte und Theologieprofessoren hervorgingen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied720 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortJachenau
AusgangspunktJachenau/ Dorf, am westlichen Talschluss, Wanderparkplatz nördlich der Kirche (790 m).
EndpunktJachenau/ Dorf, am westlichen Talschluss, Wanderparkplatz nördlich der Kirche (790 m).
TourencharakterÜber die Vorzüge der beiden Jachenauer Vorbergmugel ist schon bei der vorhergehenden Staffel-Tour gesprochen worden. Der Hirschhörnlkopf verliert und gewinnt noch dazu durch den Umstand, dass seine Benennung maßlos übertreibt, weil von einem Felskopf weit und breit nichts zu sehen ist und der Gipfel als lang gestreckter Wiesenrücken nicht den leisesten Ansatz alpiner Kühnheit erkennen lässt. Und auch bezüglich der Gipfelhöhe knapp über der 1500-Meter-Marke macht der Hirschhörnlkopf gegenüber dem benachbarten Triumvirat Benediktenwand– Rabenkopf–Jochberg keinen Stich.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Bad Tölz – Lenggries und Umgebung; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 182 Isarwinkel.
MarkierungenZuverlässig bezeichneter Weg.
VerkehrsanbindungAutobahn München – Salzburg, Ausfahrt Holzkirchen, B 13 Bad Tölz – Lenggries, Abzweigung Jachenau und durchs ganze Tal zum Dorf Jachenau.
GastronomieKeine Möglichkeit.
Unterkunft
Jachenau (Gasthäuser, Privatpensionen).
Tourismusbüro
Verkehrsamt Jachenau, Dorf 511/2, 83676 Jachenau, Tel. 08043/9198 91, Fax 413, E-Mail: info@jachenau.de Internet: www.jachenau.de

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