Donoper Teich und Grotenburg

Zum Hermannsdenkmal Leichte Waldwanderung, lediglich beim Aufstieg zum Hermannsdenkmal etwas steiler. (Autor: Bernhard Pollmann)
15 km
200 m
4.00 h
Donoper Teich und Hasselbachtal Der Donoper Teich im Hiddeser Wald ist Namensgeber eines der größten (111 ha) und schönsten Wasser-, Wald- und Moor-Naturschutzgebiete des Teutoburger Walds. Neben dem Donoper Teich umfasst das Schutzgebiet das Hasselbachtal mit dem Krebsteich und die umgebenden Laubmischwälder sowie das Hangmoor Hiddeser Bent, in dem sich die Quellbäche des Hasselbachs sammeln. Durch das Naturschutzgebiet führt zwischen Donoper und Krebsteich der Hermannsweg. Der ganz von Wald umgebene Donoper Teich wurde 1641 – während des Dreißigjährigen Kriegs – im Hasselbach aufgestaut als Tränke für die Pferde aus der Senne. Auch der Name Hasselbach verweist auf die Pferdezucht - Hassel bedeutet so viel wie Fohlen. Benannt ist der 50 x 150 m große Teich, der jahrhundertelang auch der Fischzucht diente, nach der lippischen Adelsfamilie von Donop. Im Donoper Teich spiegeln sich die weit ausladenden Kronen von Eichen, die vor mehr als 200 Jahren gepflanzt wurden, um Nahrung für Schweine auf der Waldweide zu liefern. Vom Donoper Teich folgt der Hermannsweg dem durch den Talgrund mäandrierenden Hasselbach aufwärts zum Krebsteich, dem zweitem ehemaligen Fischzuchtteich in diesem idyllischen Waldtal. Auch ihn umgeben uralte Eichen. Heidental und Hülsenwald Nach Verlassen des Naturschutzgebiets quert der Hermannsweg die Lopshorner Allee (Straße) und leitet durch Mischwälder hinüber ins Heidental, in dem uralte Eichen wachsen. Das Heidental ist ein quellenreiches Bachtal, in dessen Laubwäldern Dutzende von Vogelarten brüten, darunter alle heimischen Spechte. Nach Überqueren des Heidenbachs erstreckt sich links der Hülsenwald, der Waldkurpark von Hiddesen. Benannt ist er nach den zahlreichen Stechpalmenhorsten. Nach Queren der Heidentalstraße beginnt der kurze, steile Aufstieg zur ringumwallten Grotenburg mit dem Hermannsdenkmal. Grotenburg mit Hermannsdenkmal Die Galerie des vom Unterbau bis zur Schwertspitze 53,46 m hohen Hermannsdenkmals bietet eine exzellente Aussicht auf den Teutoburger Wald und das Lipper Bergland. Die Grotenburg (»große Burg«), eine von einer Ringwallanlage vorchristlicher Zeit umgebene Bergkuppe, war mutmaßlich die Teutoburg (»Volksburg«), nach der der römische Geschichtsschreiber Tacitus die Waldgegend im Quellgebiet von Ems und Lippe »Teutoburger Wald« nannte. Von der Großer Hünenring genannten Ringwallanlage sind nur Reste erhalten, da seine Steine im 19. Jh. zum Straßenbau und zum Bau des Hermannsdenkmal-Sockels verwendet wurden. Der Bildhauer Ernst von Bandel arbeitete ab 1838 jahrzehntelang an diesem Denkmal. 1875, ein Jahr vor Bandels Tod, wurde es in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. eingeweiht. Wilhelm I., damals »der Große« genannt, wurde als neuer Hermann glorifiziert. Cheruskerweg und Lönspfad Von der Grotenburg führt der Hermannsweg kurz neben der Parkplatz-Zufahrtsstraße abwärts in den Hellberg-Sattel, zweigt in den Wald ab und erreicht eine Verzweigung. Hier verlassen wir den Hermannsweg und folgen der Cheruskerweg-Markierung »x3« rechts, wenig später mündet auch der Lönspfad (»x10«) auf diesen schönen Waldweg, der zum Friedenseichen-Platz am Rand der Senne führt. Hier wendet sich der Lönspfad rechts und führt zum Sender Bielstein, wo eine Sitzbank mit Blick auf das Lipper Bergland zur Rast einlädt. Ab dem WDR-Sendeturm folgt der Lönspfad vorübergehend der asphaltierten Zufahrt, ab der ersten Verzweigung dann einem Forstweg. Wenn bald darauf die Markierung »R« rechts abzweigt, folgen wir ihr hinab, stoßen unten auf den Hermannsweg und folgen ihm links zurück zum Donoper Teich.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied200 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortDetmold (130 m), ehemalige lippische Residenzstadt am Nordfuß des Teutoburger Walds im Landkreis Lippe. Das Residenzschloss (ab 1549) ist ein bedeutendes Werk der Weserrenaissance. Westfälisches Freilichtmuseum Bäuerlicher Kulturdenkmale in Detmold- Heiligenkirchen; Lippisches Landesmuseum.
AusgangspunktParkplatz am Donoper Teich beim Restaurant Forstfrieden (160 m) westlich von Detmold.
TourencharakterDas Hermannsdenkmal auf der aussichtsreichen Grotenburg bei Detmold ist ein Wahrzeichen des Teutoburger Walds, eines der bekanntesten Denkmäler Deutschlands und eines der meistbesuchten Wanderziele im deutschen Nordwesten. »Zum Hermann« führen der Europäische Fernwanderweg 1, der Niedersachsenweg, der Cheruskerweg und zahlreiche weitere regionale und überregionale Wege. Die schönste Aufstiegsroute bildet der Hermannsweg - Vom Naturschutzgebiet Donoper Teich leitet der Kammweg des Teutoburger Walds durch das Hasselbachtal und hinauf zum Hermannsdenkmal.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1 - 50000, Blatt 6 Lipper Land, oder Wanderkarte 1:25000, (»Grüne Reihe«) Blatt Hermannsland (alle vom Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen).
VerkehrsanbindungA 33 Paderborn – Bielefeld Ausfahrt Schloss Holte/Stukenbrock und weiter Richtung Detmold.
GastronomieDonoper Teich, Hermannsdenkmal.
Tourismusbüro
Tourist-Information Detmold, Rathaus am Markt, 32754 Detmold, Tel. 05231/977328, Internet www.detmold.de.

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