Die Kaisertalrunde

Wirtschaftssträßchen und Wanderwege, teilweise recht steil. (Autor: Heinrich Bauregger)
20 km
1910 m
5.00 h
Die Toren werden eine Tour wie die hier vorgeschlagene wahrscheinlich – sofern des bajuwarischen Idioms mächtig – als »Hatscher« abtun. Wir Weisen dagegen wissen, dass es dem Menschen nicht gut gehen kann, wenn er nicht geht, und nehmen diesen Hatscher freudig hin. Doch zum Auftakt der Tour haben die Götter trotzdem den Schweiß gesetzt, denn der Anstieg aus dem Kaisertal über die Rietzaualm zur Vorderkaiserfeldenhütte ist steil, ja sehr steil.
Wir starten also am großen Wanderparkplatz in Sparchen, erklimmen zunächst die vielen Stufen der Sparchenstiege und erreichen so den Eingang ins Kaisertal, das noch heute – trotz der dort ansässigen Bauernhöfe – ohne Straßenzufahrt ist. Aber die Planungen laufen - Und das alte Spiel der Interessen – Naturschützer contra Bauern – hat erst begonnen.
Nun folgen wir dem Talweg bis über den mittlerweile nicht mehr öffentlich bewirtschafteten Veitenhof hinaus, bis links der steile Fußweg in Richtung Vorderkaiserfeldenhütte abzweigt. Unsere Route führt, stetig steigend, durch Wald hinauf zum kleinen Plateau der bewirtschafteten Rietzaualm, wo wir uns eine erste Rast gönnen.
Schon während des Aufstiegs eröffnet sich die Aussicht auf die »Kaiserlichen Majestäten« – Totenkirchl, die Halten, den ganzen Kamm vom Sonneck bis zum Scheffauer. Dann steigen wir in weiten Kehren hinauf zur Vorderkaiserfeldenhütte. Von der Hütte aus können wir dann auch noch weit ins Inntal und ins Alpenvorland schauen. Genießen wir's, denn diese Aussicht kommt nicht wieder! Dafür kommen wir auf unserem Weiterweg über den bewaldeten Kegelboden den Gipfeln des Wilden Kaisers immer näher. Bald treffen wir auf den »Oberen Kaisertalweg«, der von der Antoniuskapelle herüberkommt, und steigen dann auf ihm weiter ab über die Hechleitenalm zum Anton-Karg-Haus. Wir sind nun am »Hinterbärenbad«. Hier war und ist immer noch eines der Zentren für die Besteigung der wichtigen Kaiser-Gipfel. Das stattliche Unterkunftshaus wurde 1895 im Schweizer Stil erbaut, nach einem Brand im Jahre 1899 jedoch sogleich wieder errichtet. Auf unserem Rückweg durch das Kaisertal nehmen wir die Route über die Antoniuskapelle und kehren dann noch im Pfandlhof ein, der bereits seit 1788 in Familienbesitz ist. Auf unserem Rückweg über die Antoniuskapelle können wir dann noch im Pfandlhof einkehren.

Dauer - Kufstein-Sparchen – Vorderkaiserfeldenhütte 2.30 Std., weiter zum Anton-Karg-Haus 1.15 Std., Rückkehr nach Kufstein 2 Std.; insgesamt: 5.45 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour20 km
Höhenunterschied1910 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortKufstein
AusgangspunktParkplatz Einganz Kaisertal
EndpunktParkplatz Einganz Kaisertal
TourencharakterWirtschaftssträßchen und Wanderwege, teilweise recht steil.
Beste Jahreszeit
Kartentippf&b-Wanderkarte 1 - 50 000 (WK 301) Kufstein – Kaisergebirge – Kitzbühel.
VerkehrsanbindungAuf der Inntalautobahn bis zur Ausfahrt Kufstein Nord, dann zum Ortsteil Sparchen direkt gegenüber; dort Parkplatz am Eingang zum Kaisertal.
GastronomieRietzaualm (nahezu ganzjährig bewirtschaftet). Die Vorderkaiserfeldenhütte ist ganzjährig, das Anton-Karg-Haus von Mai bis Ende Oktober bewirtschaftet. Der Pfandlhof im Kaisertal.
Tipps
Und nach der Tour - Falls wir nach dieser langen Tour noch Energie haben, können wir noch einen Badeaufenthalt einlegen. Dazu bieten sich entweder der Stimmersee bei Wiesing oder der Hechtsee oder der Thiersee an. Alle drei verfügen über einen Badeanstalt und eine Einkehrmöglichkeit.
Höchster Punkt
Vorderkaiserfeldenhütte, 1388 m

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Heinrich Bauregger

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