Die Hörnerrunde

Panoramatour mit und ohne Gipfeleinlagen. Leichte Höhenwanderung auf teils breiten Alpwegen, Bergwanderwegen und leichten Bergpfaden. (Autor: Heinrich Bauregger)
8 km
700 m
3.00 h
Die Hörnerrunde über Ofterschwang und Bolsterlang ist ein Klassiker des Familienwanderns in den Allgäuer Alpen. Zwei Bergbahnen unterstützen uns dabei, Höhenmeter zu sparen und uns ganz dem genussvollen Wandern hinzugeben. Auf unserer Überschreitung der »Hörner« vom Ofterschwanger Horn bis zum Weiherkopf genießen wir die herrlichen Ausblicke auf das gesamte Illertal. Mehrere Gipfel entlang des Weges können wir seitlich passieren oder auch überschreiten, je nach Gusto. Als reizvolle Einkehrstelle am Weg bietet sich schon bald die Fahnengehrenalpe an, eine typische Allgäuer Alpe mit viel Vieh und sogar einem Esel auf der Weide. Falls wir mit kleinen Kindern unterwegs sind, steigen wir noch hinauf aufs Ofterschwanger Horn und kehren dann auf dem breiten Alpweg – der Alternativroute – zur Bergstation zurück. Falls wir eine längere Tour mit Übernachtung einplanen wollen, können wir diese Route ideal mit Tour 26 kombinieren und bis hinüber zur Grasgehrenhütte wandern und somit noch ein paar weitere Gipfel überschreiten. Als Übernachtungsmöglichkeit bieten sich dann das Berghaus Schwaben und die Grasgehrenhütte an, wobei wir von dort auch mit dem Bus noch am Spätnachmittag ins Tal fahren könnten. Wollen wir die Tour aber früher beenden, können wir vom Weiherkopf am Ende der Gipfelkette zur Bergstation der Hörnerbahn hinüberwandern und sanft ins Tal hinabschweben. Als weitere Möglichkeit bietet sich die Übernachtung auf dem Hörnerhaus an, das nur wenig oberhalb der Mittelstation der Bergbahn liegt und sich gut als Übernachtungsstation für große Familien, ja sogar ganze Schulklassen eignet.
Eine Umrundung des Ofterschwanger Horns.
Von der Bergstation des Weltcup-Expresses gehen wir ein paar Meter hinab zum breiten Alpweg, der vom Allgäuer Berghof heraufkommt und weiter zur Fahnengehrenalpe führt. Auf dieser biegen wir nun links ein und nehmen aber schon nach wenigen Metern den rechten Abzweiger. Wir passieren ein Viehgatter und wandern dann auf breitem Weg durch Bergweiden und ein kleines Waldstück rechts um das Ofterschwanger Horn. Bald weitert sich der Blick und schweift über das Gunzesrieder Tal hinweg auf die Nagelfluhkette mit Stuiben und Hochgrat. Wir durchwandern dann ein kurzes Waldstück und haben bald die Fahrengehrenalpe erreicht. Von hier bietet sich der kurze Abstecher auf das Ofterschwanger Horn an, das über einengrasigen Pfad schnell erreicht ist. Dann wandern wir auf dem breiten Alpweg rechts um das Horn herum zurück zur Bergstation der Bergbahn.
Die Panoramaroute zum Weiherkopf.
Wir gehen dann an der Fahnengehrenalpe links vorbei und folgen nach einem Weidegatter dem ansteigenden Bergwanderweg, der seitlich durch den teilweise bewaldeten Hang am Sigiswanger Horn vorbeiführt. Der Gipfelabstecher dort hinauf lohnt nicht, da der Gipfel bereits wieder bewaldet ist. Vorbei an der Sigiswanger Hornalpe erreichen wir die Kammhöhe. Hier bietet sich die Überschreitung des Rangiswanger Horns an. Alternativ können wir jedoch seitlich durch die Ostflanke den Gipfel umgehen. Nun immer auf der überwiegend bewaldeten Kammhöhe leicht ansteigend hinauf zum Weiherkopf, wo wir wieder Aussicht genießen können. Und vielleicht haben wir ja Glück und können den Gleitschirmflieger, die hier einen günstigen Startplatz haben, beim Abheben zuschauen.
Der Abstieg nach Bolsterlang.
Vom Weiherkopf, am Ende der Gipfelroute, steigen wir auf dem breiten und teilweise gestuften Weg geradewegs hinab und könnten nun bequemerweise auf dem breiten Gratrücken des Bolsterlanger Horns zur Bergstation der Hörnerbahn hinüberwandern. Wir halten uns jedoch links (rechts geht es auf breitem Weg zum Berghaus Schwaben) und folgen dem breiten Weg hinab bis zur Mittelstation, wo sich kurz vorher mit der Alpe Ornach noch eine Einkehrmöglichkeit anbietet, die bereits im 15. Jahrhundert urkundlich als Sennalpe erwähnt ist. Von der Mittelstation ist es nicht weit bis zum Hörnerhaus, doch der Weg dorthin ist mit einem kurzen Gegenanstieg verbunden. Falls wir uns hier nicht von der Bergbahn verführen lassen, müssen wir noch den breiten, kehrenreichen Weg nehmen, der uns nun bald durch Wald hinab zur Talstation der Hörnerbahn bringt.
Varianten.
Die Gipfel Ofterschwanger Horn und Rangiswanger Horn – ja auch der Weiherkopf – lassen sich auf dieser Tour jeweils umgehen. Für eine ungehinderte Aussicht empfiehlt sich jedoch die Ersteigung mindestens eines Gipfels, da wir uns auf dieser Route teilweise in den Bergflanken bewegen.

kindgerechtes Wandern im Allgäu

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied700 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortOfterschwang, 864 m
TourencharakterDauer -
Für die gesamte Überschreitung mit Gipfeleinlagen 3 Std., ohne Gipfeleinlage etwa 1 Std. weniger. Für kleine Kinder bietet sich die Umrundung des Ofterschwanger Horns an (1 Std.), auch mit dem Kinderwagen möglich. Übergang vom Weiherkopf zur Bergstation der Hörnerbahn 20 Minuten. Abstieg vom Weiherkopf zur Mittelstation 30 Minuten; Abstieg von der Mittelstation ins Tal. 1 Std.
Höhenunterschied:
Bei Benutzung der Bergbahnen für diverse kleine Auf- und Abstiege (einschließlich Gipfeleinlagen), Auf- wie für den Abstieg ab Mittelstation.
Hinweise
Für die gesamte Überschreitung ab 6 Jahren; für die Umrundung des Ofterschwanger Horns ab 4 Jahren. Die beiden Bergbahnen bieten für die »Hörner-Tour« ein Kombi-Ticket an. Kinderwagen und Kinder unter 6 Jahren werden kostenlos transportiert.
KartentippTopogr. Karte 1 - 50000 Allgäuer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungAuto Auf der B 19 bis Sonthofen-Süd, dann über Sigishofen nach Ofterschwang und zur Talstation des Weltcup-Expresses; dort mehrere Parkplätze. Bahn/Bus Mit dem Allgäu-Schwaben-Takt bis Sonthofen oder Fischen. Dann mit dem Bus entweder nach Ofterschwang oder nach Fischen (wenn die Tour von dort aus gestartet werden soll).
GastronomieRestaurant Weltcuphütte (1300 m), bei der Bergstation, nahezu ganz-jährig geöffnet. n Wurzelhütte (932 m), nahezu ganzjährig bew. n Meinrads Brotzeithütte (925 m), mit Spielplatz, Streichelzoo, Damwildgehege, Ponyreiten, nahezu ganzjährig bewirtschaftet. n Fahnengehrenalpe (1330 m), im Sommer bewirtschaftet. n Berggaststätte Mittelstation (1200 m), während der Betriebszeiten der Hörnerbahn bewirtschaftet. n Hörnerhaus (1400 m), privat, wenige Min. abseits der Route, ganzjährig bewirtschaftet, 130 Betten in Mehrbettzimmern und Lagern, ideal für Gruppen, Tel. 08326/639. n Alpe Ornach (1200 m), neben der Mittelstation der Hörnerbahn, von Mitte Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet.
Tipps
In Fischen wurde eine Sägemühle, die bereits im 17. Jahrhundert erwähnt wurde, aufwändig restauriert und dem Publikum zugänglich gemacht. Jeden Freitag (von 17.30– 18.30 Uhr) können wir uns in der Obermühle über die Besonderheiten der Holzverarbeitung informieren. Die historische Mühle liegt am westlichen Ortsrand und ist über die Mühlenstraße zu erreichen; in dieser auch parken, dann der Ausschilderung zur »Sägemühle« folgen.
Informationen
Weltcup-Express-Bahn (4er-Sessellift) ab Ofterschwang zur Bergstation (1304 m). Die Hörnerbahn Bolsterlang (Kleinkabinenbahn) bringt uns über zwei Sektionen wieder hinab ins Tal. Beide Bahnen sind von 8.30–16.30 Uhr in Betrieb. Info - Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried: Tel. 08321/670333; Info: Hörnerbahn Bolsterlang: Tel. 08326/9091.
Höchster Punkt
Weiherkopf, 1665 m
Unterkunft
Restaurant Weltcuphütte (1300 m), bei der Bergstation, nahezu ganz-jährig geöffnet. Wurzelhütte (932 m), nahezu ganzjährig bew. Meinrads Brotzeithütte (925 m), mit Spielplatz, Streichelzoo, Damwildgehege, Ponyreiten, nahezu ganzjährig bewirtschaftet. Fahnengehrenalpe (1330 m), im Sommer bewirtschaftet. Berggaststätte Mittelstation (1200 m), während der Betriebszeiten der Hörnerbahn bewirtschaftet. Hörnerhaus (1400 m), privat, wenige Min. abseits der Route, ganzjährig bewirtschaftet, 130 Betten in Mehrbettzimmern und Lagern, ideal für Gruppen, Tel. 08326/639. Alpe Ornach (1200 m), neben der Mittelstation der Hörnerbahn, von Mitte Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet.

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