Die Burgen bei Andlau

Anstieg durch Weinberge und Wald zu Burgruinen und Ausflugslokal, bequem bergab; 2km auf Asphalt. (Autor: Ute und Peter Freier)
8 km
340 m
3.00 h
Vor der Wanderung lohnt ein Besuch der ehemaligen Klosterkirche in Andlau, die zu einem im Jahr 880 durch die hl.Richardis gegründeten Kloster gehörte. Die Urkirche wurde durch eine romanische Kirche ersetzt, und aus jener Epoche erhalten sind das Portal sowie der Figurenfries an der Nordseite und der Westfassade (um 1130). Ebenfalls romanisch ist die Krypta (11.Jh.), eine der ältesten Muttergottes-Wallfahrtsstätten im Elsass. Das Mittelschiff wurde um 1700 umgebaut.
Vom Parkplatz an der einstigen Klosterkirche gehen Sie auf der Hauptstraße, vorbei am Marktplatz, durch den Ort. An der ersten Straßengabelung halten Sie sich links in Richtung Barr, an einer weiteren Gabelung erneut links und biegen nach 100m nochmals links ab in die Wohnstraße Chemin de Kastelberg.
Nach wenigen Metern wenden Sie sich nach rechts, steigen entlang eines Weinbergs an und halten sich kurz danach an einer Weggabelung links. Recht steil führt der Weg um eine Kuppe herum und durch Weinberge hoch zu einem Aussichtspunkt. Nach wenigen hundert Metern schwenkt der Weg rechts um. Hier biegen Sie links ab, verlassen die Weinberge und steigen zu einer Wegespinne im Col du Crax (381m; 1Std.) an. Sie halten sich links und gelangen, vorbei am Aussichtspunkt Rocher Ste-Richarde, am Hang des Silberbergs (445m) zu einem Querweg. Sie wenden sich nach rechts, biegen nach wenigen Metern links ab und steigen auf die Höhe des Bergrückens an. Hier halten Sie sich an einer Weggabelung rechts und erreichen kurz darauf die Burgruine Andlau (437m; 1:30Std.).
Recht gut erhalten ist die im 13./14.Jh. erbaute Burg, denn sie blieb als eine der wenigen Burgen im Elsass bis 1806 unversehrt. Ungewöhnlich sind die beiden runden Ecktürme. Nach Verlassen der Burgruine wenden Sie sich scharf nach links, gehen im Burggraben um die Burg herum und folgen nach rechts einem Waldweg, der zu einer ausgedehnten Lichtung mit der Auberge du Hungerplatz (490m; 2Std.) ansteigt. Angeblich versteckten sich die Bewohner der Umgebung während der Ungarn-Einfälle im 10. Jh. hier oben und verhungerten. Am Eingang zur Auberge wenden Sie sich nach links und gelangen in wenigen Minuten zur mächtigen, auf einem Felsklotz sitzenden Burgruine Spesbourg (460m). Über eine Treppe betreten Sie die teilweise res-taurierte Kernburg, die im 13.Jh. aus Granit-Buckelquadern erbaut wurde, wie am Bergfried und Palas zu sehen ist.
Von der Burgruine halten Sie sich links, biegen nach 200m rechts ab und steigen recht steil in das Tal des Flüsschens Andlau hinunter zur Straße Andlau – Le Hohwald (2:30Std.). Ihr folgen Sie talabwärts nach Andlau und biegen nach 800m rechts ab in die schmale Rue Clémenceau, die wieder in die Hauptstraße einmündet. Nach wenigen Metern wenden Sie sich nach rechts durch einen Hausdurchgang zur Kirche, Ihrem Ausgangspunkt.

Weinwandern

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied340 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAndlau.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVom reizvoll am Fuß der Vogesen gelegenen Weinort Andlau mit einer sehenswerten ehemaligen Klosterkirche führt die Wanderung durch Weinberge und Wald hinauf zu den Burgruinen Haut-Andlau und Spesbourg.
Beste Jahreszeit
KartentippTOP 25, 1:25000, Blatt 3717 ET (Sélestat, Ribeauvillé, Haut-Koenigsbourg).
MarkierungenVon Andlau bis kurz vor Burgruine Haut-Andlau blauer und gelber Kreis, dann gelber und roter Kreis; über Spesbourg nach Andlau rotes Schrägkreuz.
VerkehrsanbindungN422, Sélestat-Obernai, Ausfahrt 13 (Barr); D62 nach Andlau, Parkplatz an der ehemaligen Abteikirche.
GastronomieAuberge du Hungerplatz, Ausflugsgaststätte (Di. geschl.); in Andlau u.a. Relais de la Poste sowie Boeuf Rouge am Marktplatz
Tourismusbüro
Office de Tourisme, 5, rue du Gal. de Gaulle, F-67140 Andlau, Tel. 0388082257, www.pays-de-barr.com
Region:
Deutschland
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