Die Berghalbinsel Rosenstein

Reizvolle Rundwanderung an der Kante einer Berghalbinsel; nahezu durchgehend im Wald; kurzer Anstieg zu Beginn, anschließend bequemer Weg, steiler Abstieg; Aussichtsfelsen am Weg. (Autor: Peter und Ute Freier)
5 km
220 m
2.00 h
Parkplatz – Sattel zwischen Albkörper und Berghalbinsel (30Min.) – Ostfels (knapp 45Min.) – Große Scheuer (5Min.) – Ruine Rosenstein (gut 30Min.) – Kleine Scheuer (10Min.) – Parkplatz (knapp 30Min.). Zum Ostfels auf dem Rosenstein: Am talseitigen Rand des Wanderparkplatzes unterhalb der Burgruine Rosenstein gehen Sie in Richtung Talausgang auf einem Sträßchen (keine Markierung) leicht bergauf und biegen nach 200Metern rechts ab auf einen Waldweg (Markierung: Rote Gabel, Wegspinne Rosenstein), der in dem engen Tal zur Hangkante ansteigt. Hier, am Übergang vom Albkörper zur Berghalbinsel Rosenstein, sind Hohlwege zu sehen, bei denen es sich um Viehtriebe der vergangenen Jahrhunderte handelt. Auf einem breiten Forstweg wenden Sie sich nach links durch eine aus der Jungsteinzeit (6000–2000 v. Chr.) stammende Wallanlage mit Gräben und folgen nach wenigen Metern an einer Wegespinne halb rechts einem Waldweg (Markierung: rote Gabel, Finsteres Loch; Rosenstein-Randwanderweg), der bequem an die südöstliche Hangkante zu den Sedelfelsen (720m) führt. Rechter Hand, unterhalb der Hangkante, befindet sich die Höhle Finsterloch, mit 130Metern die längste Höhle am Rosenstein, und kurz darauf erreichen Sie den Aussichtspunkt Ostfelsen (auch: Hoher Stein). Große Scheuer, Haus und Burgruine Rosenstein: Nun verläuft der Weg entlang der nördlichen Hangkante. Nach wenigen Minuten führen rechts Treppenstufen hinab zur Großen Scheuer (Vorsicht: bei Nässe rutschig!), einer tunnelartigen Höhle mit drei riesigen Öffnungen. Hier verlief ein ganzes Höhlensystem, das beim allmählichen Zurückweichen des Albtraufs aufgrund der Erosion angeschnitten wurde. Zu diesem Höhlensystem gehörte auch eine knapp 100 Meter weiter in Richtung Burgruine Rosenstein gelegene Höhle namens Haus. In einer Senke folgen Sie dem Schotterweg nach rechts, queren einen Wall mit Graben, der vermutlich aus keltischer Zeit um 600 v. Chr. stammt, und erreichen das Gasthaus »Waldschänke«; hier befindet sich auch ein Grillplatz mit Schutzhütte. Sie passieren den Lärmfelsen und überqueren auf einem Metallsteg den tiefen Graben der Burgruine Rosenstein; nur wenige Reste der um 1200 auf einem Bergsporn erbauten Burg sind erhalten, u. a. eine Wand des Palas, des einstigen Wohngebäudes. Über die Kleine Scheuer zurück zum Ausgangspunkt: Sie steigen in den Burggraben (Markierung: rotes Dreieck, rote Gabel) und am Hang kurzzeitig steil ab und wenden sich am Fuß des Burgfelsens nach rechts (Markierung: rotes Dreieck) zur Höhle Kleine Scheuer, die in der Altsteinzeit als Rast und Lagerplatz umherziehender Jäger und Sammler diente. In Kehren führt der Weg am bewaldeten Hang hinab zu einem Sträßchen, auf dem Sie nach links (Ausschilderung: Parkplatz Stellung) zu Ihrem Ausgangspunkt zurückkehren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied220 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHeubach, Kleinstadt am Nordrand der Alb
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterEin schmaler Sattel verbindet die Albhochfläche mit der Berghalbinsel Rosenstein, die bei Wanderern und Kletterern äußerst beliebt ist aufgrund ihrer zahlreichen Felsen, der Aussichtspunkte und einer Waldschänke mit Grillstelle. Eine Besonderheit sind mehrere große Höhlen, in denen bei Ausgrabungen Funde aus der Altsteinzeit gemacht wurden.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 522 (Aalen) oder Blatt 521 (Göppingen), jeweils 1:50000.
VerkehrsanbindungB 29, Schwäbisch Gmünd–Aalen; in Böbingen abbiegen nach Heubach, durch die Stadtmitte in Richtung Bartholomä und an Fabrikgebäude links abbiegen (Ausschilderung: Wanderparkplatz, Rosenstein), dann noch 700m bis zum Wanderparkplatz.
GastronomieWaldschänke Rosenstein (Ruhetag Do, Nov.–April Ruhetag Mo/Di und Do/Fr).
Tipps
BADEN IN OBERKOCHEN UND AALEN: In Oberkochen bietet das Freizeitbad »aquafit« eine Schwimmhalle mit Riesenrutsche, ein Massagebecken im Freien, einen Kleinkinderbereich sowie Sauna und Dampfbad; ganzjährig täglich geöffnet außer Mo. In Aalen verfügen die Limes-Thermen über eine Vielfalt an Möglichkeiten für gesundheitsbewusste Besucher, u. a. über ein Bewegungsbecken, Therapiebecken, Außenbecken und Warm-Grottenbecken; für Saunafreunde stehen ein römisch-irisches Dampfbad, eine finnische Blockhaussauna und eine Panoramasauna bereit; eine Kneippanlage und ein Fußreflexzonenpfad, Fußpflege und Massagen sowie ein Restaurant mit Terrasse runden das Angebot ab; ganzjährig geöffnet Mo–Fr 8.30–21 Uhr, Sa/So 9–21 Uhr (www.limes-thermen.de). LIMESMUSEUM IN AALEN: Neben den Grundmauern des größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen wurden ein Museumsgebäude errichtet und einige Nebengebäude, wie sie zur Zeit dieser Garnison ausgesehen haben könnten. Die Besatzung des Kastells mit etwa 600 Mann diente als schnelle Eingreiftruppe, falls der knapp 10 Kilometer weiter nördlich verlaufende Limes von Germanen angegriffen werden sollte. Einmal im Jahr finden auf dem Museumsgelände Vorführungen statt wie Reiterkämpfe und Lagerleben; geöffnet Di– So 10–17 Uhr; kostenlose Führungen am 1. So im Monat um 14.30 Uhr (Tel. 07361/52 82 87-0, www.aalen.de).
Unterkunft
In Heubach u. a. Deutscher Kaiser (Tel. 07173/87 08).
Tourismusbüro
Touristikgemeinschaft Sagenhafter Albuch, Hauptstr. 53, 73450 Heubach, Tel. 07173/181-0, www.albuch.de

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