Der Steinbruchweg am Epprechtstein

Abwechslungsreiche und sehr lehrreiche Wanderung auf bequemen Wegen. (Autor: Tassilo Wengel )
3 km
130 m
1.00 h
Vom Wanderparkplatz am Buchhaus (Hinteres Buchhaus) folgen wir der Markierung für den Steinbruch-Rundwanderweg, dem Handwerkerzeichen der Bildhauer und Steinmetzen. Auf einem über zwei Meter hohen Granitstein ist der eingezeichnete Verlauf des Wanderweges mit wichtigen Stationen gut zu erkennen und dank vorbildlicher Markierung problemlos zu bewältigen. Erste Station ist eine Tafel über alle Granitsteinbrüche am Epprechtstein und kurz danach treffen wir auf ein anschauliches Beispiel, wie ein Findling aufgespalten wird. Ein schöner Waldweg führt uns zum Luisentisch (30 Min.), von dem sich ein Abstecher zum Epprechtstein anbietet. Der Luisentisch erinnert an die mecklenburgische Prinzessin Luise (1776–1810), Königin von Preußen. Sie bereiste im Juni 1805 mit ihrem Gemahl, König FriedrichIII. von Preußen, das Fichtelgebirge und besuchte auch den Epprechtstein mit seiner Burgruine. Einst eine mächtige Burg, die unter dem Markgrafen Heinrich von Meißen vor etwa 530 Jahren ihre größte Ausdehnung hatte, bietet sich heute von der Aussichtsplattform ein weiter Rundblick, der bei gutem Wetter über Bayern hinweg bis nach Böhmen und Sachsen reicht. Vom Epprechtstein zurückgekehrt, folgen wir beim Luisentisch der Markierung für den Steinbruch-Rundweg weiter. Am Alberts-Bruch beeindrucken die deutlich erkennbaren Schichten des Granits und der Blaue Bruch erhielt seinen Namen wegen der bläulichen Färbung des Gesteins. Von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf Kirchenlamitz. Eindrucksvoll ist der Schlossbrunnen-Bruch wegen der gewaltigen Ausdehnung, der nach der Quelle Schloßbrunnen benannt wurde. Von diesem Steinbruch baute das Granitwerk Gebrüder Frank 1902 eine Drahtseilbahn zum Verladeplatz, dem Haltepunkt der Nebenbahn Kirchenlamitz-Weißenstadt, die 1844 gebaut wurde. Hier erreicht unser Wanderweg die Straße, wir schwenken nach rechts und gelangen bei der Gaststätte Zur Waldschmiede auf einem Waldweg zurück zum Ausgangspunkt am Parkplatz (1:15 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied130 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz Buchhaus bei Kirchenlamitz.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Epprechtstein gilt als das Wahrzeichen von Kirchenlamitz und bietet eine großartige Rundsicht. Verbindet man die Wanderung mit dem Steinbruchweg, ergibt sich ein sehr schöner und lehrreicher Wanderweg.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Nr. 52 Naturpark Fichtelgebirge und Naturpark Steinwald, Maßstab 1:50000.
MarkierungenHandwerkerzeichen der Bildhauer und Steinmetzen.
VerkehrsanbindungAutobahn A9, Ausfahrt Gefrees, über Gefrees und Weißenstadt oder Ausfahrt Münchberg über Weißdorf. Busverbindung mit Hof, Wunsiedel, Marktredwitz.
GastronomieBuchhaus: Gasthof Zur Waldschmiede; Kirchenlamitz: Gasthof Post, Marktplatz 12, Gasthof Deutsches Haus, Hofer Straße 23.
Tipps
Der Kartoffelrundweg. Empfehlenswert ist vom Parkplatz Buchhaus auch eine Wanderung auf dem Kartoffelrundweg. Zur Auswahl stehen eine kleine Runde (7,5km) über Großschloppen und Raumetengrün und eine große Runde (11,5km) über Großschloppen, Raumetengrün und Kirchenlamitz. Auf Schautafeln entlang des Weges erfährt man Interessantes und Wissenswertes über die Kartoffel und die Geschichte der Orte.
Unterkunft
Kirchenlamitz: Gasthof Post, Tel. 09285/360; Gasthof Deutsches Haus, Tel. 09285/5811; Fahrenbühl: Jagdschloß Fahrenbühl, Tel. 09284/364.
Tourismusbüro
Verkehrsamt Kirchenlamitz, Marktplatz 3, 95158 Kirchenlamitz, Tel. 09285/9590, kirchenlamitz@t-online.de, www.kirchenlamitz.de
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