Der Sonnenkopfgrat

Auf- und Abstieg durch Wald und Wiesen. Schöne Gratwanderung über die drei Sonnenkopfgipfel mit schöner Aussicht auf Illertal und die nahen Nordabstürze von Nebelhorn und Großem Daumen. Bei Nässe etwas unangenehm. (Autor: Gerald Schwabe)
10 km
800 m
4.00 h
Aufstieg zum Grat Wir lassen unser Auto auf dem Parkplatz an der Sonnenklause und folgen der Straße weiter bergauf bis zu einer Weggabelung. Rechts führt die Straße direkt hinauf zum Sonnenkopf, wir nehmen allerdings den linken Schotterweg in Richtung »Altstädter Hof«. Am Rande einer großen Wiese steigen wir bergan, erreichen einen dichten Wald und gelangen nach einem längeren Anstieg zum Altstädter Hof inmitten einer aussichtsreichen Alpweide. Auf einer Forststraße gehen wir weiter bergauf, erst durch Wiese, dann durch Wald, und biegen schließlich rechts auf einen schmalen Pfad ein. Wenig später gelangen wir zu einer kleinen reizvollen, aber etwas feuchten Lichtung, dem Hühnermoos. Der Weg zieht sich steil an einer Kante hinauf, hinter der das Gelände abrupt ins Retterschwanger Tal abfällt, bis wir den Wiesengrat erreichen. Ein Gipfel nach dem anderen Gemächlich ansteigend geht es nun weiter zum ersten Gipfel, dem namengebenden Sonnenkopf. Links unter uns erstreckt sich das Retterschwanger Tal, überragt von den mächtigen Dolomitwänden zwischen Nebelhorn und Großem Daumen, über die der Hindelanger Klettersteig verläuft. Wer das einmalige Auf und Ab meiden will, kann den folgenden Heidelbeerkopf steigungslos auf seiner Westflanke umgehen, und peilt gleich den höchsten Punkt der Wanderung an, den Schnippenkopf (1833m). Durch seine steile, bei Nässe unangenehm rutschige Nordflanke ansteigend gelangt man auf einen weiträumigen Wiesenbuckel mit wunderschönem Rundumblick über das Illertal bis weit hinein ins Kleinwalsertal. Über eine offene Wiese mit einigen Latschenkiefern steigen wir bergab bis zur Falkenalpe, wo wir rechts abbiegen und quer zum Hang eine Scharte ansteuern. Über Lawinenhänge nun auf etwas matschigem Weg hinunter in den Talkessel der Entschenalpe. Dort gelangen wir auf eine Teerstraße, die unangenehm steil bergab führt, aber durch die freien Wiesenhänge mit einem schönen Panorama entschädigt. Im Wald unter uns sind bereits die Dächer der Sonnenklause zu erkennen. In einer steilen Kehre verlassen wir die Teerstraße und folgen rechts einem schmalen, herrlich gelenkschonenden weichen Waldweg. Immer geradeaus erreichen wir schließlich die offenen Wiesenflächen der Sonnenklause. Hinanger Wasserfall Ein kleines Sahnehäubchen zum Schluss in Form eines kurzen Abstechers zum Hinanger Wasserfall sollte man sich nicht entgehen lassen. Auf halber Strecke hinunter nach Hinang gelangt man auf einem schmalen Weg entlang beeindruckenden Felswänden in wenigen Minuten zu einem der malerischsten Wasserfälle, die das Oberallgäu zu bieten hat. Inmitten eines schönen Mischwaldes stürzt in einer schmalen Rinne das Wasser hinunter in ein kleines Becken, überall tropft und glitzert es, und die hohen Felswände dieses Kessels sind über und über mit feuchtem Moos überzogen. Der Einstieg ist kurz vor dem letzten steilen Gefälle der Straße. Meist parken dort zwei oder drei Autos an einer kleinen Baumgruppe.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied800 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortHinang
AusgangspunktGasthaus Sonnenklause, 1045m
EndpunktSchnippenkopf, 1833m
TourencharakterWährend die westlich des Illertals gelegene Hörnerkette wegen der guten Seilbahnerschließung recht überlaufen ist, geht es auf ihrem östlichen Gegenstück ziemlich ruhig zu. Obwohl die Berge auf der einen Seite »Hörner« genannt werden und auf der anderen »Köpfe«, handelt es sich im Grunde doch um das Gleiche: lang gezogene Höhenrücken mit einzelnen runden Buckeln, weiten Wiesenflächen und prächtiger Aussicht, wobei die Sonnenköpfe steilere Hänge aufweisen.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 8 Allgäuer Alpen 1:50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt; Zumstein Wanderkarte Nr. 4 Oberstdorf
VerkehrsanbindungDie Sonnenklause ist nur mit Pkw erreichbar; Bus von Sonthofen/Oberstdorf nach Hinang (von dort ca. 2 km; 220 Hm)
GastronomieGasthaus Sonnenklause, 1045m; Altstädter Hof, 1280m
Höchster Punkt
Schnippenkopf, 1833m

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