Der schönste Weg ins Saastal

Über den »Gsponer Höhenweg«: Gspon – Heimischgarten – Saas Grund (Autor: Eugen E. Hüsler)
14 km
670 m
4.00 h
Der Höhenweg beginnt gemütlich, führt mit Aussicht auf den vergletscherten Balfrin (3795m) sanft steigend zum Riedbach. Oberhalb der Hütten von Bord (1910m) kreuzt er die »Finileri«, eine etwa 8km lange Suone, die zusammen mit der »Gsponeri« in über 2700m Höhe am Mattwaldbach gefasst wird.
Wenig weiter kommen die Hütten von Finilu (2039m) ins Blickfeld. Dahinter steigt der Weg stärker an, quert dann den abschüssigen Graben des Leidbachs (oberhalb freihängende Rohrleitung der »Gsponeri«) und erreicht die von Wind und Wetter gezeichnete Hütte am Obere Schwarze Wald (2193m; 1:30Std.), wo ein Zustieg von Eisten herauf mündet. An steiler Berglehne geht es im Bereich der Baumgrenze flach weiter zur Alp Färiga (2271m). Dahinter verliert der Weg fast 100Hm zum Mattwaldbach, den man auf solider Brücke überquert. In kurzem Gegenanstieg ist der flache Siwibode (2244m) gewonnen. Spätestens hier verlangt das grandiose Szenario zwingend nach einer längeren Rast: schauen und genießen.
Viel Aussicht bietet auch der Weiterweg zum Linde Bode (2230m), wo sich die Route gabelt. Die halbrechts abgehende Pfadspur führt durch lichten Wald hinunter zur Sommerwirtschaft Heimischgarten (2121m; 3Std.) in schöner Lage oberhalb von Saas Balen (1483m).
Weiter absteigend quert man den Fellbach und passiert dann die Alpweiler Oberi und Unneri Brend (1960m), beide mit intakten Suonen. Über Bodme (1818m) steigt der Weg schließlich ab – zuletzt die Schleifen einer Erschließungsstraße abkürzend – nach Saas Grund (1559m; 4:30Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied670 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGspon (1893m) bzw. Saas Grund (1559m)
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterBereits der erste Blick auf die Landkarte macht deutlich, dass hier ein besonderes Schmankerl auf den Wallis-Wanderer wartet: eine Route, die überwiegend an der Waldgrenze und ein paar hundert Meter über der Saaser Vispa verläuft und das vor dem majestätischen Gegenüber der Mischabel (Dom, 4545m). Die hat aus dieser Perspektive mehrere Zacken (wie die Mistgabel, daher der Name), und von ihren Graten ziehen mächtige Eisfelder herab. Ein grandioser Anblick!
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blätter 274 T »Visp« und 284 T »Mischabel«
MarkierungenWeiß-rot-weiß und gelb, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungStalden ist Station der Bahnlinie Visp–Zermatt, Saas Grund hat gute Busverbindungen mit Stalden. Die Seilbahn Stalden–Gspon ist ganzjährig in Betrieb.
GastronomieHeimischgarten (2121m), im Sommer bewirtschaftet
Tipps
Noch ein Höhenweg. Das Pendant zum »Gsponer Höhenweg« verläuft an der Westflanke des Saastals und verbindet die Hannigalp (2121m) mit Saas Fee (1809m). Es quert die Almen und Gräben an der Ostflanke des Balfrinmassivs und bietet tolle Ausblick auf die hochalpine Kulisse. Gehzeit etwa 4:45Std. Zur Hannigalp kommt man von Grächen (1619m) aus bequem mit der Gondelbahn.
Tourismusbüro
Saastal Tourismus, Postfach, 3910 Saas Grund; Tel. 027/9 58 66 66, Fax 9 58 66 67, ferien@saastal.ch, www.saas-fee.ch

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