Der Monte Zeda (2156 m)

Recht lange, sehr aussichtsreiche Höhen- und Kammwanderung mit leichten Felspassagen (Ketten). Ausdauer und ein sicherer Tritt sind unerlässlich. Vom Gipfel bei klarer Sicht unvergleichliches Panorama. (Autor: Eugen E. Hüsler)
19 km
1710 m
7.00 h
Oberhalb des Parkplatzes steht eine Tafel mit der Aufschrift »Rifugio«. Ein breiter Ziehweg führt nach links in den Wald. Man folgt ihm etwa 200 Meter weit bis zu einer undeutlichen Verzweigung. Hier nicht hinauf zu einer Wiese, sondern links leicht abwärts zu dem alten Almweg. Nun mit rot-weißen Markierungen zu den ehemaligen Maiensäßen La Piazza (1182 m) und Sunfai (1247 m). Der Weg schneidet, nur leicht an Höhe gewinnend, die baumlosen Südhänge des Monte Todano. Zuletzt steigt man über ein paar Kehren hinauf zum Rifugio Pian Cavallone (1528 m; 1:15 Std.) in schöner Aussichtslage.
Direkt am Kamm, nur wenige Minuten weiter, steht eine kleine Kapelle (1544 m); hier bietet sich erstmals freie Sicht auf die Eisriesen der Walliser Alpen mit dem Monte Rosa (4634 m).
Nächste Wegetappe ist die Forcola (1518 m): eine halbe Stunde und einiges Auf und Ab am Westhang des Monte Todano (1667 m). Jenseits der Scharte beginnt der Anstieg zum Pizzo Marona. Das schmale, an den felsigen Stellen mit Ketten versehene Weglein wendet sich in die verstrauchte Ostflanke der Cima Cugnacorta, quert mehrere Rinnen und gewinnt schließlich am »Ponte del Diavolo« wieder den Grat. Mit Kettenhilfe über leichte Felsstufen und im Zickzack hinauf zu der Kapelle am Pizzo Marona (2051 m; 3:15 Std.). Hier entweder rechts unter dem Gipfel hindurch oder über den Kamm – erneut mit Sicherungsketten – abwärts in die Scharte im Rücken der Marona, rechts um die nächste Kuppe herum und dann am schrofigen Südgrat hinauf zum Monte Zeda (2156 m; 4 Std.). Abstieg auf dem Anstiegsweg. Variante: Ein kürzerer Anstieg führt von Osten auf den Monte Zeda; Ausgangspunkt ist dabei der Passo Folungo (1369 m). Die Zufahrt von Colle befindet sich allerdings in miserablem Zustand. Anfahrt auf grober Schotterspiste nur bis zum Pian Puzzo (1289 m) ratsam. Aufstieg via Passo Folungo dann 3:15 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied1710 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz/Picknickareal (1160m) oberhalb von Gabbio
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Monte Zeda gilt gemeinhin als schönstes Belvedere über dem großen See: großes Panorama, fantastischer Seeblick. Beides gibt's allerdings vor allem im Herbst, kaum im Sommer (Dunst, Gewitterneigung). Und da der Zeda auch kein Blumenberg ist, kann die Empfehlung nur lauten: im Herbst gehen, am besten bei Nordföhn, wenn der (kühle) Fallwind die Luft reinigt und den Dunst hinausbläst in die Poebene.
Beste Jahreszeit
MarkierungenOrdentlich bezeichnete Wege; von den Wegzeigern sind einige allerdings unleserlich. Da der Verlauf der Route meistens eindeutig ist, ergeben sich aber kaum Orientierungsprobleme.
VerkehrsanbindungZufahrt von Intra in die Valle Intrasca und hinauf nach Intragna (708 m), dann weiter in Kehren bis zu dem Parkplatz (1160 m) oberhalb von Gabbio am Rand des Nationalparks Val Grande, 16 km. Serpentinenstrecke nach Intragna sehr schmal, teilweise nur einspurig
GastronomieRifugio Pian Cavallone (1528 m), April bis Oktober an Wochenenden, letzte Juliwoche bis Ende August durchgehend bewirtschaftet; Tel. 0323/407 482; Quelle hinter dem Haus
Tipps
Der Sentiero Bove. Wer große Touren mit leicht abenteuerlichem Touch mag, kommt am »Sentiero Bove« voll auf seine Kosten. Die Unternehmung eignet sich allerdings, trotz guter Markierungen, nur für erfahrene Bergsteiger. Wegverlauf: Falmenta (669 m) – Monte Zeda – La Piota – Torrione (1984 m) – Marsicce (2135 m) – Finero (896 m); 12 Std.
Tourismusbüro
Comune di Verbania, Assessorato al Turismo, Corso Zanitello 8, I-28922 Verbania; Tel. +39/0323/503249, turismo@comune.verbania.it, www.verbania-turismo.it

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Eugen E. Hüsler

Lago Maggiore mit Comer und Luganer See

Auf dem Weg von mondänen Uferorten über abgeschiedene Bergdörfer hin zu einsamen Gipfeln ist dieser Wanderführer ein allseits praktischer Begleiter.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema