Der Lötschentaler Höhenweg

Wenig anstrengende, dafür umso aussichtsreichere Höhenwanderung, durchwegs gute Wege. Zu einer Tagestour wird's, wenn man in Ferden (1375m) startet, also den ganzen »Lötschentaler« begeht; etwa 7Std. Sehr lohnend! (Autor: Eugen E. Hüsler)
9 km
380 m
2.00 h
Von der Seilbahnstation (1969m) folgt man der Straße bis zu den Chalets am Arbegga (1985m). Hier um eine Geländekante herum und ansteigend in den Graben des Milibachs. Mit herrlich freier Sicht auf das wuchtig aufragende Bietschhorn wandert man weiter zur Alpsiedlung Weritzstafel (2099m). Dahinter taucht der Höhenweg ein in hochstämmigen Lärchenwald, um dann abzusteigen in den Graben von Tellin (1:15Std.). Der Gisentella-Bach wird hier gleich mehrfach gefasst. Suonen leiten das Wasser auf die Felder oberhalb von Blatten.
Die Fortsetzung des »Lötschentaler Höhenweges« führt mit einer in Röhren gefassten Wasserleitung weiter zum Schwarzsee (1860m), einem beliebten Rastplatz. Im Sommer ist das Wasser sogar warm genug für ein erfrischendes Bad!
In sanftem Abstieg durch den Chiemadwald erreicht man die Mündung des Uisterstals, das vom völlig vergletscherten Petersgrat herabzieht. Dahinter liegt die Fafleralp, ein paar Minuten weiter endet die Talstraße am Gletscherstafel (1763m; 2:30Std.).

Höhenweg Wanderung

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied380 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergstation der Lauchernalp-Seilbahn (1969m) bzw. Fafleralp (1763m) am Endpunkt der Talstraße
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLötschentaler Sagen. Sie sind so bekannt wie die die »Herrgottsgrenadiere« in ihren napoleonischen Uniformen (Prozession am Sonntag nach Fronleichnam) und die schaurig-schönen Larven der »Tschäggättä«. Am Donnerstag vor Aschermittwoch tollen die Maskierten, Schrecken verbreitend, in ihren Ziegen- und Schaffellen durch die Dörfer. Über den Ursprung des wilden Brauchs gibt es nur Vermutungen. Wir sind im Sommer unterwegs, die bösen Geister sind längst gebannt, und der Schnee hat sich in die Hochregionen um das mächtige Bietschhorn (3934m) zurückgezogen.
Auf den Almwiesen an der Sonnseite des Lötschentals, das sich von der vergletscherten Lötschenlücke (3173m) schnurgerade bis Ferden (1375m) erstreckt, grast das Vieh, und am berühmtesten Wander- und Höhenweg herrscht ordentlich Betrieb. Die meisten lassen sich mit der großen Seilbahn gleich auf »Schauhöhe« befördern und wandern dann hoch über der Lonza taleinwärts: Walliswandern.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 264 T »Jungfrau«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1268 »Lötschental«
MarkierungenGelbe Rhomben, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungBuslinie Gampel-Steg (Bahnhof SBB)–Goppenstein (Bahnhof BLS)–Lötschental–Fafleralp
GastronomieTellistafel und Fafleralp
Tourismusbüro
Lötschental Tourismus, 3918 Wiler; Tel. 027/9 38 88 88, Fax 9 38 88 80, info@loetschental.ch, www.loetschental.ch

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