Der Farrenpoint über Bad Feilnbach

Kleine Wanderung am Nordrand der Wendelsteingruppe. Mit Abstieg durch das Litzldorfer-Bach-Tälchen nette Runde. (Autor: Horst Höfler, Gerlinde M. Witt)
13 km
723 m
4.00 h
Von Bad Feilnbach die Wendelsteinstraße (westseitig des Jenbachs) in südlicher Richtung hochfahren bis dorthin, wo das Sträßchen steil anzusteigen beginnt. Vorher linkerhand unter Bäumen eine größere Parkfläche. Östlich des Bachs, beim grünen Schild »Altofing«, beginnt der Farrenpointweg (eindeutige Wegweiser), der weiter oben – nach einem waldbestandenen Rücken – auf das von Kutterling herauf führende Sträßchen trifft. Bei etwa 1050 Meter Höhe zweigt der bequeme Weg zum Farrenpoint nach links (Osten) ab. Es geht zunächst am Westhang des Berges hinauf, dann an dessen Südhang zur Huberalm hinüber. Von dort rasch zum höchsten Punkt. Abstieg - Für den Abstieg kann man den Aufstiegsweg wählen. Oder man geht von der Huberalm steil über Wiesen und durch Wald hinunter in die Senke zwischen Farrenpoint und Mitterberg. Jetzt links durch ein Gatter und im Wald östlich abwärts (gute Bezeichnung an den Bäumen). Bei Weggabelung entweder zur Schlipfgrubalm oder gleich ins Litzldorfer-Bach-Tal und durch dieses hinab. Noch oberhalb von Litzldorf, bei Oberulpoint, zweigt nach links (Westen) der Wilhelm-Leibl-Weg ab, über den man wieder den Parkplatz erreicht.

Dauer - Ausgangspunkt – Farrenpoint 2 Std.; Abstieg durchs Litzldorfer-Bach-Tal knapp 2 Std.; Rückweg zum Ausgangspunkt 1 Std. Höhenunterschied: Sägewerk – Farrenpoint 723 m.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied723 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz (etwa 550 m) am Südostrand von Bad Feilnbach, nahe der ins Jenbachtal führenden Straße.
TourencharakterBad Feilnbach, Altofing, Kutterling, Derndorf und Litzldorf liegen unmittelbar am Nordhang des Gebirgs; dort, wo es anfängt, wenn man von Irschenberg über Au herüber oder von Bad Aibling her durch die Filzen gen Süden fährt. Der erste flüchtige Eindruck, den die Dörfer vermitteln, ist kein besonderer. Sie stehen halt im hügeligen Bauernland vor den dunkelwaldigen Hängen des Farrenpoint und des Sulzbergs, die – eine steile Barriere bildend – die Schau nach Süden verwehren. Aber dieser erste Eindruck täuscht. Man ahnt es beim zweiten Wiedersehen und wenn man ein dutzend Mal da war, weiß man es. Bilder prägen sich ein - die Prozession über die Wiesen unter den Obstbäumen schon im herbstlichen Licht. Novemberschnee am Weg überm Litzldorfer Bach. Herrlich duftende Schmalznudeln und die Stubenmusi in der behaglich warmen Schlipfgrubalm. Und denken Sie an die großen Namen, die Ihnen in diesem Bauernland begegnen. An die Maler Johann Sperl und Wilhelm Leibl, der von 1892 bis 1900 in Kutterling lebte. Auch Berbling ist ja nicht weit weg. In dessen Gotteshaus schuf Leibl während vier Sommern, zwischen 1878 und 1882, sein berühmtes Gemälde »Drei Frauen in der Kirche«. Unser Farrenpoint, dieser unscheinbare, nordseitig ziemlich durchgehend bewaldete Berg, ist kein Sommerziel. Winter, Frühjahr, später Herbst sind hier die besten Jahreszeiten zum Wandern. Es müssen ja nicht immer vierstellige Aufstiegshöhenmeter sein. Die Aussicht vom Gipfel ist überraschend reizvoll: Wendelstein und Breitenstein im Süden, im Norden das Alpenvorland.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Mangfallgebirge, 1 - 50000, BLVA.
VerkehrsanbindungVon der Autobahn München – Salzburg ab Ausfahrt Bad Aibling, von Süden über Brannenburg und Großholzhausen nach Bad Feilnbach.
GastronomieLitzldorf, Bad Feilnbach; evtl. Schlipfgrubalm.

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