An der Emscherquelle

Kleiner Aufstieg auf den Hügelrücken am Haarstrang, flach entlang der Emscher; ruhige, meist befestigte Wege und Sträßchen durch Wald und Feld, die Ortschaften kurz streifend. Gute Einkehrmöglichkeiten, viel Sehenswertes am Wegesrand (Autor: Uli Auffermann)
12 km
110 m
3.00 h
An der Emscherquelle.
Am Emscherquellhof kommen wir von den Parkplätzen zum Luftschachtweg. Ab hier leitet uns das D im Kreis weiter, zu Beginn rechts auf kleinen Sträßchen quasi autofrei durch ruhige Feldflur. Am Wetterschacht Margarete und dem Kasernengelände vorbei gelangen wir schließlich durch die Unterführung der Bahnlinie und zu den Betriebshallen Wiedeholt. Nach der Linkskurve sofort von der Schäferkampstraße links in den geschotterten Emscherparkweg abzweigen (auch Richtung Aplerbecker Markt und Haus Rodenberg). Zwar haben wir noch das Wanderzeichen D, wechseln aber jetzt schon zur Markierung des Emscherradwegs. Unterhalb fließt die an ihrem Oberlauf noch bachgroße Emscher, die wir ein Stück begleiten werden. Durch die Felder wandern wir hinüber nach Sölde. Geradeaus geht es in die ruhige Nathmerichstraße, und nachdem wir die Sölder Straße überquert haben, sofort links in den Parkweg und erneut längs der Emscher. Umgeben von Büschen oder mit Sicht über die bäuerliche Flur gelangen wir nach Aplerbeck. An der Schule vorbei kommen wir zur malerischen Bruchsteinkirche St. Georg in Alt-Aplerbeck.
In Aplerbeck.
Wir biegen nach der Kirche links ab, vergessen einmal die Markierungen und folgen einfach geradeaus der Ruinenstraße. Ganz kurz geht es am Ende links in die Einkaufsstraße (Köln-Berliner) und direkt auf das schöne, alte Gebäude des Rathauses zu. Gleich rechter Hand steht das sehenswerte Haus Rodenberg mit VHS und gemütlichem Biergarten. Am Rathaus entdecken wir die Markierung ausgefülltes Rechteck, der wir uns anschließen. Wir bleiben noch kurz an der Köln-Berliner-Straße und schlagen dann vor der Bahnlinie links den Fußweg ein, der alsbald parkähnlich ins Grüne zieht. Rechts durch die kleine Unterführung und geradeaus der ruhigen Wohnstraße nach (Schweizer Allee; hier auch der neu markierte Radweg R 10/Rotes Rad). Am Ende der Schweizer Allee wechseln wir ganz zur Markierung R 10 und biegen links in die Schwerter Straße.
Hinauf zum Haarstrang.
Etwa am Waldschlösschen geht es rechts in den Apler- becker Wald. Wir ignorieren alle Abzweige und wandern einfach geradeaus aufwärts. Erst an der Wegkreuzung gut markiert links hinüber zum am Waldrand gelegenen Haus Waldesruh. Auf Asphalt weiter empor, am Tiercenter Lichtendorf (Gut Ostberge) rechts und vor dem Reiterhof sofort links, jetzt wieder mit der Markierung D im Kreis, die zurück zum Quellhof führen wird. Der Asphalt geht in einen Feldweg über, und kammartig wandern wir auf der Höhe des Haarstrangs weiter mit herrlicher Aussicht nach rechts Richtung erahnbarem Ruhrtal. Am Ortsrand von Sölderholz in die Eichholzstraße, über die Lichtendorfer Straße geradeaus hinweg, dann links leicht bergab durch die Dahlienstraße. Anschließend folgen wir der Markierung D auf Waldwegen weiter leicht abwärts durch das Sölder Holz. Am Waldrand sieht man über die Felder hinweg schon die Kirche von Holzwickede. An der Landskroner Straße nun schräg gegenüber in die Quellenstraße, die uns zurück zum Ausgangspunkt bringt.

Emscherquelle – Emscher 20 Min. – Haus Rodenberg 55 Min. – Haus Waldesruh 45 Min. – Emscherquelle 1 Std.;
Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied110 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEmscherquellhaus, Quellenstraße, Holzwickede
EndpunktEmscherquellhaus, Quellenstraße, Holz- wickede
TourencharakterÜberraschend beschauliche Wanderung mit viel Grün in Dortmunds Südosten, dabei kurzweilig und abwechslungsreich! Am Emscherquellhof von Holzwickede mit stattlichem Fachwerkgebäude und einladend gestaltetem Außenbereich rund um den Quellteich kann man sich kaum vorstellen, dass die Emscher vor gut hundert Jahren zum Abwasserkanal degradiert wurde. Inzwischen ist man längst dabei, den Fluss wieder zur »blauen Emscher« zu machen. Dem kleinen Oberlauf entlang, empfängt uns das lauschige Alt-Aplerbeck mit der schönen Bruchsteinkirche. Wie auf einem Kamm zieht der Weg nach dem Aufstieg durch den Wald aussichtsreich über den Haarstrang. Feuchtbiotope, Relikte des Bergbaus und historische Gebäude – es wird nie langweilig.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 754
VerkehrsanbindungB 1, Abfahrt Holzwickede, der Beschilderung folgen BUS/BAHN In Aplerbeck starten: U 47 bis Endstation »Aplerbeck« oder S-Bhf. Aplerbeck
GastronomiePizzeria in Sölde, in Alt-Aplerbeck an der Kirche die »Georgsklause« (Mo Ruhetag, altes Fachwerkhaus mit Biergarten), in Aplerbeck »Haus Rodenberg« mit Biergarten im Burghof, »Ratskeller« am Rathaus, »Waldschlösschen« mit Biergarten, »Haus Waldesruh« mit Biergarten, in Sölderholz »Eichholzklause« und »Haus Sievert«
Tipps
ZURÜCK ZUR »BLAUEN EMSCHER« Der nach Norden vordringende Bergbau erreichte die Emscherregion, mit der Folge, dass die hervorgerufenen Bergsenkungen immer häufiger zu Überschwemmungen führten. Senkungs-Seen unterstützten die Verbreitung von Cholera und Typhus. Um Abhilfe zu schaffen, wurde 1899 die Emschergenossenschaft gegründet. Emscher und Nebenflüsse baute man zu einem offenen, betonierten Kanalsystem aus, um die schlimmsten Hygienemissstände zu beseitigen. Inzwischen ist man mit dem Ende des Bergbaus dabei, die Emscher nach und nach von allen ungeklärten Abwässern zu reinigen. Naturnahe Zuflüsse statt Schmutzwasserkanäle – zurück zu einer blauen Emscher heißt die Devise.

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