Der Brocken-Rundweg

Aussichtspromenade. (Autor: Chris Bergmann)
1 km
25 m
1.00 h
Der Einstieg in den ausgeschilderten Rundweg befindet sich bergseitig des Brockenbahnhofs (1125 m). Zum Schutz der Vegetation und um die Ausbildung wilder Trampelpfade zu vermeiden, ist der Weg abgeschrankt. Immer wieder laden Sitzbänke dazu ein, die grandiose Aussicht zu genießen, Informationstafeln erläutern Wissenswertes. Der Blockreichtum des Brockens, der reliefreiche Untergrund und der Wechsel der Tiefgründigkeit der Böden haben zur Ausbildung unterschiedlicher Vegetationsstrukturen geführt. Zu den Charakterpflanzen zählen die Brockenanemone und das Polster bildende Brockenmoos. Die erste markante Station im Rundweg ist der Brockengarten. Dieser botanische Garten beherbergt 1500 Pflanzenarten aus Hochgebirgsregionen.
Ein besonders schöner Aussichtspunkt ist wenig später an den Klippen Teufelskanzel und Hexenaltar erreicht, zwei markanten Beispielen für die in den Granitgebieten des Harzes weit verbreitete Wollsackverwitterung. Im Hintergrund zeigt sich jenseits des Tals der Kalten Bode der turmüberhöhte Wurmberg, weiter rechts rundet sich die nackte Hornfelskappe des Achtermanns. Mit wunderbaren Ausblicken führt der Weg weiter im Hang des Gipfels. Der Bergfichtenwald erreicht auf etwa 1100 m, in der subalpinen Vegetationsstufe dicht unterhalb des Gipfels, die Waldgrenze, die durch geologische und klimatische Gegebenheiten ebenso wie durch menschliche Eingriffe bedingt ist. Zu den natürlichen Faktoren, die einer geschlossenen Walddecke auf dem Brocken entgegenwirken, zählen der starke Wind und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die vor allem im Winter durch Raureifbildung zu einer besonders hohen Belastung der Bäume führt.
Wenig später kreuzt der Heinrich-Heine-Weg ( Wanderung 8), ihm folgen wir rechts hinauf zum höchsten Punkt des Brockens. In den Boden eingelassene Plaketten benennen die Punkte im Blickfeld. Das älteste unter den Bauwerken in unmittelbarer Nachbarschaft ist das 1736 errichtete Wolkenhäuschen; eine Goethe-Plakette erinnert vor dieser steinernen Schutzhütte an den Winteraufstieg des Dichters im Jahr 1777.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour1 km
Höhenunterschied25 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBrockenbahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Brocken-Rundweg erschließt als Panoramaweg die nahezu baumfreie Gipfelkuppe des höchsten Bergs im Norden Deutschlands.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im mittleren Harz (Landesvermessungsamt Niedersachsen).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung.
VerkehrsanbindungBis zu zwölfmal täglich fährt die Brockenbahn von Drei-Annen-Hohne über Schierke zum Brocken. Auskunft und Fahrplan unter der Faxhotline 03943/55 83 33 bzw. Internet www.hsb-wr.de.
GastronomieBrockenwirt, Hexenklause, Brockenherberge.
Tipps
Das Brockenmuseum auf dem Brocken präsentiert Exponate zur Geschichte und zur »Magie« des Brockens. Untergebracht ist es in einem 1983–86 errichteten Stasigebäude, dessen überdimensionale Quaderform mit aufgesetzter halbrunder Kunststoffkugel maßgeblich die Silhouette des Bergs prägt. Anstelle des Labyrinths enger Abhörkammern erwarten seit der Neueröffnung im Jahr 2000 eine großzügige Folge offener Ausstellungsräume sowie ein gläsernes Foyer. Das Brockenmuseum ist ganzjährig geöffnet; 9.30–17.00 Uhr, Tel. 039455/5 00 05, Internet www.brockenmuseum.de.
Unterkunft
Die Brockenherberge ist Norddeutschlands höchstgelegenes Hotel (1142 m). 38879 Schierke, Tel. 039455/1 20, Fax 039455/1 21 00, Internet www.brockenherberge.de.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Schierke, Brockenstraße 10, 38879 Schierke, Tel. 039455/3 10, Fax 039455/4 03, Internet www.schierke-am-brocken.de.

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