An den Pfahlfelsen über dem Regental

Leichte Wald- und Wiesenwanderung mit hervorragenden Aussichtsstellen. (Autor: Bernhard Pollmann)
9 km
200 m
2.00 h
Am Parkplatz in Regen-Weißenstein queren wir mit dem Zeichen »grünes Dreieck« die Straße und erreichen die Wegverzweigung am Fuß der Burgfelsen: Rechts steht eine Kapelle mit Totenbrettern in einer aussichtsreichen Wiese mit Blick über das Tal des Schwarzen Regens hinweg zum ' Arber, links geht es steil hinauf zur Ruine und zum Museum. Gegründet wurde die seit dem frühen 13. Jh. nachweisbare Burg Weißenstein von den Grafen von ' Bogen, nach deren Aussterben sie 1242 an das Herzogtum Bayern fiel. Der steile Zugang zum aussichtsreichen Bergfried ist kostenpflichtig (1 DM), oben erläutern Panorama-Orientierungstafeln die prachtvolle Rundschau. Da der Pfahl den Hinteren vom Vorderen Wald trennt, sind die Hauptgipfel beider Gebirgsteile in Sicht. Von der zinnenbekränzten Aussichtsplattform auf dem stattlichen Stumpf des annähernd rechteckigen Bergfrieds schweift der Blick zu ' Lusen, Rachel und Falkenstein auf dem Grenzkamm zu Böhmen ebenso wie zum Arber und zum Kaitersberg, während sich im Vorderen Wald der Teufelstisch und als höchste Erhebungen der Einödriegel und der Geißkopf (' Wanderung 28) oberhalb der Breitenau zeigen. Im 20. Jahrhundert war die Ruine eng verbunden mit dem Namen des nach der Oktoberrevolution aus Lettland emigrierten Dichters Siegfried von Vegesack, der hier ab 1918 lebte und 1974 starb. Der kastenartige, viergeschossige Torturm, in dem er und seine Frau Clara Nordström lebten, ist seit 1985 als Museum »Zum fressenden Haus« eingerichtet; zu besichtigen sind u.a. Erinnerungsstücke des Dichterehepaars.
Von der Ruine und dem Museum kehren wir zurück zur Wiese mit der Totenbretterkapelle und folgen der Markierung »grünes Dreieck« links in die unter Naturschutz stehenden Wälder am Fuß der leuchtend hellen Pfahlfelsen hinein, deren markantester der mit einem Kreuz bezeichnete Weiße Stein ist. In sachtem Abstieg führt unser Weg durch das Naturschutzgebiet und mündet auf eine kleine, aussichtsreiche Straße, auf der uns das »grüne Dreieck« zum Weiler Thurnhof und an den Rand des Dorfs Kattersdorf bringt. Dort zweigen wir, nun der Markierung »3« folgend, links hinauf in die aussichtsreiche Wiesen- und Feldmark ab, tauchen beim Weiler Eggenried in die Wälder des Hollerbergs und erreichen das winzige Dorf Großseiboldsried. Dort wandern wir wenige Minuten auf der Stichstraße aufwärts, bis die Markierung »3« links abzweigt und noch einmal in den Wäldern des Hollerbergs ansteigt, ehe der Weg mit prachtvoller Aussicht
auf den Pfahl und die Burgruine zum Ausgangspunkt in Weißenstein zurückführt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied200 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz in Weißenstein (700 m) südlich von Regen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterVon der Burgruine Weißenstein, deren Bergfried eines der umfassendsten Panoramen des Bayerischen Walds gewährt, führt diese Wald- und Wiesenwanderung längs der malerischen Quarzfelsen des ' Pfahls auf dem Pandurenweg nach Kattersdorf, ehe uns ein aussichtsreicher Weg rund um den Hollerberg und mit prachtvoller Aussicht zurück nach Weißenstein führt.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Blatt UK L 9: Naturpark Bayerischer Wald (Bayerisches Landesvermessungsamt).
MarkierungenGrünes Dreieck, Ziffer 3.
VerkehrsanbindungA 3 Regensburg – Passau Ausfahrt Deggendorf und weiter nach Regen; der Ortsteil Weißenstein ist ausgeschildert.
GastronomieWeißenstein.
Tipps
Im Museum »Zum fressenden Haus» an der Burgruine Weißenstein ist u.a. die weltgrößte Sammlung von Schnupftabakgläsern zu besichtigen.
Informationen
Mountainbikegeeignet: ja.
Unterkunft
In Regen gibt es vier Hotels und 17 Gasthöfe.
Tourismusbüro
Tourist-Information Regen, Schulgasse 2, D-94209 Regen, Tel. 09921-29 29, Fax 09921-60 433.
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