Das Wental bei Steinheim am Albuch

Rundwanderung mit mäßigem Anstieg zu Beginn; erste Streckenhälfte überwiegend im Wald, die zweite Hälfte im Wental, einem felsigen Trockental, bequem abwärts; mehrere Grillstellen zwischen den massigen Schwammstotzen des Felsenmeers. (Autor: Peter und Ute Freier)
12 km
130 m
3.00 h
Parkplatz Hirschtal – Bibersohl (knapp 1 1/2 Std.) – RestaurantWental (30Min.) – Felsenmeer (5Min.) – durch dasWental zumWaldrand am Beginn des Gnannentals (gut 1 Std.) – Parkplatz (30Min.). Über Bibersohl in das Wental: Vom Wanderparkplatz Hirschtal bei Steinheim am Albuch steigt ein Fahrweg (Markierung: gelbe Gabel) im Hirschtal kaum merklich an zu einer Weggabelung vor einem Staubecken. Sie halten sich links und folgen dem ansteigenden Forstweg »Rauhe Steige« (keine Markierung) auf die Hochfläche zu einer Weggabelung kurz vor einer ausgedehnten Lichtung. Nach links gelangen Sie auf eine Lichtung – hier wurde einst Kalk gebrannt, der beim Hausbau benutzt wurde –, kreuzen einen quer verlaufenden Wirtschaftsweg und überqueren die Lichtung auf einem Wiesenweg (keine Markierung). Am Waldrand gehen Sie geradeaus und folgen wenig später an einer Wegkreuzung wieder geradeaus dem Tannäckerweg, der am Rand einer weiteren Lichtung in einen Schotterweg einmündet. Nach rechts (keine Markierung) erreichen Sie Bibersohl, ein ehemaliges Forsthaus bei drei Hülen. Kurz danach gabelt sich der Fahrweg. Sie gehen rechts weiter, sollten nun aber achtgeben: Sie folgen dem (ab der Fahrweggabelung) vierten rechts abzweigenden Waldweg, kreuzen einen quer verlaufenden Waldweg leicht nach links und gelangen auf einem breiten Waldweg im Rechtsbogen zu einer Gabelung. Der Weg führt nach rechts über eine niedere Erhebung, und wenig später erreichen Sie das an der Straße Steinheim– Bartholomä gelegene Landhotel-Restaurant Wental, ein beliebtes Ausflugsziel. Das Felsenmeer und das Wental Jenseits der Straße erstreckt sich das sogenannte Felsenmeer mit etwa dreißig massigen Felsen, einstigen Schwammriffen; zwischen den Felsen befinden sich mehrere Grillstellen. Zurück an der Straße Steinheim–Bartholomä überqueren Sie nach links einen Parkplatz und folgen einem Wirtschaftsweg (Markierung: gelbes Dreieck) im engen, windungsreichen Wental bequem abwärts. An den Talhängen ragen zahlreiche Felsen empor, u. a. auch ein als Wentalweible bekannter Fels, der an einem Kreuz zu erkennen ist. Sie passieren eine Rasthütte und gelangen in einen breiten, als Gnannental bezeichneten Talabschnitt mit einem Rast- und Spielplatz. Hier beginnt ein Asphaltweg, der entlang des Wental-Rückhaltebeckens verläuft. Über Treppenstufen am Damm des Beckens kehren Sie in das Hirschtal und an Ihren Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied130 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz Hirschtal, 1 km westlich von Steinheim am Albuch.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterDas streckenweise sehr enge Wental, durch das vor Millionen von Jahren das Wasser eines Nebenflusses der Donau strömte, ist heute infolge der Verkarstung ein Trockental. Nur noch bei anhaltend starken Regenfällen im Frühjahr und noch gefrorenem Boden füllt sich das Rückhaltebecken am Ausgang des Tals. Während das Tal durch das fließende Wasser allmählich eingetieft wurde, blieben Felsen aus widerstandsfähigem Gestein – einstige Schwammriffe – stehen. Eine eindrucksvolle Ansammlung solcher Schwammriffe ist das sogenannte Felsenmeer unweit des Hotel-Restaurants Wental. Eine weitere für die Schwäbische Alb typische Erscheinung ist beim ehemaligen Forsthaus Bibersohl zu sehen: Hülen, in denen ursprünglich Regenwasser gesammelt wurde, um das Vieh zu tränken.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 522 (Aalen), 1:50 000.
VerkehrsanbindungPKW: Von der B 466 Heidenheim-Böhmenkirch bei Sontheim ins Stubental abbiegen nach steinheim am Albuch; in Steinheim links in Richtung Gnannenweiler, kurz nach dem Ortsende rechts abbiegen zum Parkplatz Hirschtal.
GastronomieLandhotel-RestaurantWental (Ruhetag Mo).
Informationen
DIE SAGE VOM WENTALWEIBLE: Einst lebte in Steinheim eine Krämerin, die von ihren Kunden Wucherpreise verlangte und betrog, indem sie die Waren falsch abwog oder Stoffbahnen zu kurz abmaß. Eines Abends kehrte sie von Bartholomä nach Steinheim zurück und gerade, als sie im Wental unterwegs war, brach ein fürchterliches Gewitter los. Die Krämerin wurde von einem Blitzstrahl getroffen und in einen Stein verwandelt. Seitdem, so sagt man, geht ihr Geist in der Nacht des 30. November um. DAS STEINHEIMER BECKEN, EIN METEORITENKRATER: Vor rund 14 Millionen Jahren schlug ein Meteorit auf die Erdoberfläche auf, wodurch das Steinheimer Becken entstand, ein nahezu kreisrunder Einschlagkrater. Über dieses Ereignis informiert das Meteorkrater-Museumin Sontheim, einem Ortsteil von Steinheim (Mo 8–12 und 13–17, Fr 8–13, Sa und So 9–12 und 14–17 Uhr); am Museum beginnt ein geologischer Lehrpfad (Tel.07329/960658)
Unterkunft
In Steinheim u. a. Ringhotel Gasthof Zum Kreuz (Tel. 07329/961 50).
Tourismusbüro
Tourist-Information, Rathaus, Hauptstr. 24, 89555 Steinheim am Albuch, Tel. 07329/ 96 06 55, www.steinheim-am-albuch.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Peter und Ute Freier

Entdeckertouren Schwäbische Alb

40 familiengerechte Genusswanderungen zu Aussichtsfelsen, Tropfsteinhöhlen, Felsgrotten, Orchideenwiesen und Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb.

Jetzt bestellen