Coburger Hütte

Die Coburger Hütte kann sicher mit einem der schönsten Bergszenarien aufwarten: Blickt man nach Norden, fällt das Auge auf die prallen Felswände des Zugspitzmassivs, links von der Hütte erhebt sich die schön geformte Pyramide der Ehrwalder Sonnenspitze, und das restliche Panorama bildet ein Kranz von schroffen Gipfeln der Mieminger Berge. Etwas unterhalb liegt der reizvolle Drachensee. (Autor: Heinrich Bauregger)
4 km
910 m
3.00 h
1 Von Ehrwald über den Hohen Gang Am östlichen Ortsrand (etwas unterhalb des Parkplatzes an der Ehrwalder-Alm-Bahn) beginnt bei der Kapelle rechts ein Pfad (Mark.-Nr. 812), der durch schönen Mischwald bis unter die ersten Felsen führt. Von dort leitet uns ein zum Teil ausgesetzter, aber gesicherter Bergsteig über ein paar felsige Absätze hinüber in einen großartigen Felsenkessel. Leicht absteigend – an knorrigen Bäumen vorbei – wandern wir weiter zum Seebensee, wo man auf die von der Ehrwalder Alm heraufführende Almstraße trifft. Weiter geht es wie bei der Variante ab Ehrwalder Alm. 1 Variante: ab Ehrwalder Alm (a) Die Ehrwalder-Alm-Bahn verhilft zu einer guten Möglichkeit, erst einmal Höhe zu gewinnen (1502 m). Von dort wandert man auf Almsträßchen über Almwiesen talein und hält dann auf den rechts liegenden Bergrücken zu. Ein bequemer Fahrweg – bzw. der alte Fußweg – bringt uns in mäßiger Steigung durch Wald zur bewirtschafteten Seebenalm und zum nahe gelegenen Seebensee. Wir wandern links am See vorbei und auf dem nun schmalen Bergsteig in Serpentinen steil hinauf durch einen latschenbestandenen Hang zur Coburger Hütte über dem Drachensee. 2 Von Biberwier Von der Dorfmitte folgt man der Ausschilderung zur Rochuskapelle und wandert dann jenseits (Mark.-Nr. 814) bergwärts. Der Panoramaweg zwischen Ehrwald und Biberwier wird gekreuzt, dann folgt man dem Knappensteig durch ein bewaldetes Tal bergauf. Zuletzt geht es in zahlreichen Serpentinen hinauf zur Biberwierer Scharte (1999 m), jenseits dann sanft hinab zur Coburger Hütte. 3 Übergang vom Lehnberghaus Wir gehen links am Haus vorbei und nahezu eben auf schmalem Fahrweg zum Bach. Dort beginnt der Wanderweg (Mark.-Nr. 812), der uns hinauf in das Kar »Hölle« führt. Weiter geht es in gerader Linie in kurzen Serpentinen steil hinauf zur Grünsteinscharte (2272 m). Dann steigen wir jenseits steil hinab und rechts haltend in Richtung Tajatörl, bis links der Pfad zur bereits sichtbaren Coburger Hütte abzweigt. Über die Geröllreisen geht es dann hinab zum Drachensee und kurz ansteigend zur Hütte.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied910 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie Coburger Hütte kann sicher mit einem der schönsten Bergszenarien aufwarten: Blickt man nach Norden, fällt das Auge auf die prallen Felswände des Zugspitzmassivs, links von der Hütte erhebt sich die schön geformte Pyramide der Ehrwalder Sonnenspitze, und das restliche Panorama bildet ein Kranz von schroffen Gipfeln der Mieminger Berge. Etwas unterhalb liegt der reizvolle Drachensee. Die im Jahre 1901 erbaute Hütte ist nach wie vor die einzige Alpenvereinshütte in den Mieminger Bergen, und sie braucht sich auch hinsichtlich ihres Gemütlichkeitsfaktors nicht zu verstecken. Doch auch technisch war die Hütte immer up to date: Man baute sogleich eine feste Wasserleitung für Trinkwasser ein, nutzte einen Turbodynamo für die Versorgung mit Strom. Bereits zum Jahreswechsel 1907/08 wurde eine Telefonanlage installiert. Die Außerfernbahn brachte bald zahlreiche Gäste. In den 1980er-Jahren wurde die Energieversorgung auf Pflanzenölbasis mit fotovoltaischer Ergänzung umgestellt, die Abwasserversorgung umweltgerecht umgestellt, die Küche erneuert und neue Räume gebaut. Das Ergebnis ist ein alpines Heim, das auch höchsten Ansprüchen gerecht wird.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Ehrwald: 3 Std. (von der Ehrwalder Alm: 2 Std.); von Biberwier: 3 1/2 Std.; Übergang vom Lehnberghaus: 3 Std. Schwierigkeit Mit Ausnahme des Anstiegs von der Ehrwalder Alm (überwiegend Almsträßchen) setzen alle Hüttenzustiege Trittsicherheit voraus, der Anstieg über den Hohen Gang (Hüttenweg 1) sogar Schwindelfreiheit. Gipfel Zeit Von der Coburger Hütte: 1 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 Std.; insgesamt: 2 1/2 Std. Schwierigkeit Anstieg auf schmalem Bergpfad, im Gipfelbereich Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, obwohl objektiv nicht schwierig.
KartentippFreytag&Berndt-Wanderkarte Nr. 322, 1 : 50 000 Wetterstein – Karwendel – Seefeld.
GastronomieWeitere Hütten Seebenalm, 1575 m (privat, von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet, einige Lager; Tel. 0043/664/058382). 1 Std. von der Ehrwalder Alm. Ehrwalder Alm, 1502 m (privat, von Ende Mai bis Mitte Oktober – Mo. Ruhetag – und von Weihnachten bis Ostern bewirtschaftet, Übernachtung; Tel. 0043/5673/2534). Lehnberghaus, siehe Tour 92.
Tipps
Ein Besuch des Geißbaches. Der Geißbach, der den Seebensee entwässert, stürzt unterhalb der Seebenalm in einem gewaltigen, 150 Meter hohen Wasserfall zu Tal. Hier mündet der Steig, der von der Talstation der Ehrwalder-Alm-Bahn heraufführt. Auf gutem Weg geht es zunächst hinab zum Geißbach, dann auf einer Brücke über diesen hinweg, wo wir auf den Altmühlensteig treffen. Auf diesem Steig gehen wir links zu den Oberen Mähdern und weiter bis unter die steil abbrechenden Seebenwände.
Informationen
Der Hüttengipfel Hinterer Tajakopf, 2408 m: Von der Hütte führt zunächst ein Pfad hinab zum Drachensee. Wir gehen links um diesen herum und in kurzen Serpentinen über eine Geländestufe hinauf ins Kar unterhalb der Griesspitzen, wo man auf den von der Grünsteinscharte kommenden Pfad trifft. Hier wandern wir nun links nahezu eben weiter bis knapp vor das Hintere Tajatörl (2259 m). Dort zweigt links ein markierter Pfad ab. Man geht links um den ersten Felsaufbau herum und steigt zum begrünten Sattel am Beginn des eigentlichen Gipfelgrates. Auf diesem steigen wir hinauf zum höchsten Punkt.
Höchster Punkt
Lehnberghaus, 1554 m; Wankspitze, 2209 m.
Unterkunft
Coburger Hütte, 1917 m (AV-Hütte, Kat. I, 80 Lager, 20 Notlager, Winterraum 10 Lager, Schlüssel über die Sektion, von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet; Tel. 0043/664/3254714).

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