Cima di Fojorina

Recht lange Kammwanderung auf teilweise schmalen und etwas rauen Wegen. Trittsicherheit ist unerlässlich! (Autor: Eugen E. Hüsler)
16 km
1260 m
5.00 h
An der großen Straßenkehre in Bogno (961m) weist ein Schild nach San Lucio. Der markierte Weg führt zunächst in die winzige Val Giumella, quert dann ansteigend weitere Gräben und mündet schließlich auf die Alpe Cottino (1441 m). Nun auf einer rauen Piste in den Passo di San Lucio (1542 m; 1:45 Std.) mit seinem Kirchlein. An dem Sattel startet das aussichtsreiche »Grenzschlängeln«; es führt zunächst über zwei grasige Hügel, den Monte Cucco (1624 m) und den fast gleich hohen Colmo di San Bernardo. Nach kurzem Zwischenabstieg geht's steil bergan, zunächst an dem latschenbewachsenen Hang in eine Scharte, dann weiter zur Cima di Fojorina (1809 m; 3 Std.), dem höchsten Punkt in dem langgestreckten Grenzkamm. Die weiß-roten Farbtupfer leiten westwärts am Grat hinab in den Passo di Pianca Bella (1675 m), dann auf der italienischen Südseite um die Türme der Cima dell'Oress (1727 m), weiter an dem bewaldeten Kamm abwärts zu einem Fahrweg. Links sind es nur ein paar Schritte zur Capanna Pairolo (1344 m), rechts geht's an einem Bergrücken nach Cimadera (1080 m; 4:30 Std.). Nun nicht hinunter zur Kirche, sondern rechts in längerer Hangquerung über zwei Gräben. Durch Certara und zurück nach Bogno (5:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied1260 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBogno (961 m), hinterstes Dorf in der Val Colla
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterGrenzen. Davon gab und gibt es einige rund um den Sotto Ceneri, alte wie neue, längst vergessene wie etwa jene, die aus der Rivalität zwischen Mailand und Como entstanden. Später kamen die Eidgenossen als Eroberer, veränderten Grenzen, und schließlich verfügte auch Napoleon Grenzkorrekturen. Er machte aus dem Südzipfel des Kantons Tessin einen Kanton der (kurzlebigen) Helvetischen Republik.
Natürlich müssen Grenzen gesichert werden. So bauten die Italiener eine Straße hinauf zum Grenzpass San Lucio und die Schweizer versuchten, mit einem Drahtzaun den florierenden Schmuggel über die Bergpfade der Val Colla zu unterbinden. Tempi passati! Immerhin, die Grenzsteine stehen noch, und einige haben sogar eine neue, sinnvolle Funktion bekommen: Weiß-rot-weiß bepinselt dienen sie als Wegmarken
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 286T »Malcantone«
MarkierungenWeiß-rot bezeichnete Wege, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungStraße (Buslinie) von Lugano nach Bogno
GastronomieCapanna San Lucio (1541 m), Mai bis Oktober, Tel. 091/9441829; Rifugio San Lucio, ganzjährig, Tel. 0335/476129. Capanna Pairolo (1344m), Mai bis Oktober, Tel. 091/9441156
Unterkunft
Rifugio San Lucio
Tourismusbüro
Lugano Tourismo, Riva Albertolli, CH-6901 Lugano; Tel. +41/091/9133232, www.lugano-tourism.ch

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