Chrine – Walliser Wispile, 1950 m

Leichte, sehr aussichtsreiche Höhenwanderung mit etwas steilem Schlussabstieg. (Autor: Eugen E. Hüsler)
13 km
980 m
4.00 h
Von der Bergstation der Wispile-Gondelbahn erreicht man in wenigen Minuten den Stand (1939 m) und damit den höchsten Punkt des langgestreckten, bis in Gipfelhöhen licht bewaldeten Bergrückens der Höhi Wispile. Das markierte Weglein folgt mit leichtem Auf und Ab dem abgerundeten Grat, wobei die markante Felsgestalt des Spitzhorns (2806 m) in etwa die Richtung vorgibt. Über den »Chrinetritt« zickzackt die Wegspur steil hinunter zur Chrine (1659m; 1:30 Std.), die einen bequemen Übergang von Gsteig nach Lauenen ermöglicht. Der Weiterweg steigt aus dem Sattel an zu den Alphütten der Hinderi Wispile (1866 m). Hier kann man, den weiß-rot-weißen Markierungen folgend, gleich hinüber queren zur Vorderi Wispile; schöner ist es, im Vorfeld des Chly Hüri auf gutem Weg an der Walliser Wispile noch etwas anzusteigen. Vom höchsten Punkt (ca. 1950 m; 2:20 Std.) bietet sich eine umfassende Schau über das grün-wellige Saanenland und seine felsigen Gipfelzacken.
Der Abstieg führt mit freier Sicht auf die Kalkfelsen der Diablerets hinunter zur Vordere Wispile (1748 m) und auf einem Fahrweg in weit ausholenden Schleifen zur kleinen Alp Burg (1511 m) in prächtiger Lage vor dem felsigen Talschluss (Gaagge) des Sanetsch. Knapp unterhalb der Hütten nimmt man den rechts abgehenden Pfad, er leitet in Kehren durch den wilden Schryendgraben hinab ins Tal. Dabei hat man das Tosen (= schryen) der Burgfälle im Ohr. Zuletzt auf einer Straße hinein nach Gsteig (1184 m; 4 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied980 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergstation der Wispile-Gondelbahn (1907 m).
EndpunktGsteig (1184 m) an der Strecke Gstaad – Col du Pillon.
TourencharakterEin Ort (Gstaad) – drei Höhenrücken – zwei Bergbahnen. Da haben Wanderer die Qual der Wahl Eggli (1672 m), Höhi Wispile (1939 m) oder Wasserngrat (1936 m)? Schöne Höhenwanderungen mit Aussicht auf Täler und Gipfel im Dreikantonseck Bern–Freiburg–Waadt bieten alle drei Berge. Wer alpinistische Ambitionen hat (und über das notwendige Rüstzeug verfügt), peilt vielleicht den stotzig-felsigen Giferspitz (2542 m) an, den beherrschenden Gipfel zwischen Saanenland und Obersimmental. Weniger hoch hinaus führt der Weg über die beiden Wispile, bei der man den vergletscherten Dreitausendern ziemlich nahe kommt.
Hinweise
Im Bereich der Wispile-Gondelbahn gibt es einen »Meteo-Pfad«, bei dessen Begehung man allerlei Interessantes zum Thema erfährt; ab Bergstation etwa 1 Std.
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 263T »Wildstrubel« mit Wanderwegeaufdruck; Landeskarte der Schweiz 1:25 000, Blatt 1266 »Lenk«.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungGstaad (1050 m) erreicht man von Spiez durch das Simmental sowohl per Bahn als auch über eine ordentlich ausgebaute Straße, 49 km. Die Gondelbahn zur Höhi Wispile (1907 m) verkehrt Mitte Juni bis Mitte Oktober von 9–16.30 Uhr. Von Gsteig fährt man mit dem Postbus zurück nach Gstaad.
GastronomieRestaurant bei der Bergstation der Gondelbahn.
Informationen
Kleine Variante: Von der Chrine kann man auf markierten Wegen wahlweise nach Gsteig bzw. Lauenen absteigen; Gehzeit dann etwa 2 3/4 Std. Interessant: Meteo-Pfad, Tierpark und ein Käseweg.
Tourismusbüro
Gstaad Saanenland Tourismus, CH-3780 Gstaad; Tel. +41(0)33/748 81 81, Fax 748 81 33, E-Mail info@gstaad.ch, Internet www.gstaad.ch

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