Brunnenkopfhäuser

Märchenschloss und Jagdhütte (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
14 km
650 m
3.00 h
Königlicher Ausflug in die Berge.
Die Brunnenkopfhäuser waren einmal im Jahr das Ziel des »Kini«, wie König Ludwig II. in Bayern auch liebevoll genannt wird. Er legte den Weg auf dem Pferd zurück und nächtigte in der so genannten Jägerhütte, die heute zum Privatbesitz der DAV-Sektion Bergland gehört. Sie liegt direkt vor der bewirtschafteten Hütte, in der damals die Bediensteten des Königs untergebracht waren. Von der königlichen Atmosphäre ist hier allerdings nicht mehr viel zu spüren, die Gäste interessieren sich mehr für den Hüttenhund. Der Husky hat nämlich ganz im Gegensatz zu den anderen Vertretern seiner Rasse eine Vorliebe für Wärme und legt sich selbst dann noch in die Sonne, wenn es dem Hüttenwirt längst zu heiß ist.
Vom Schloss Linderhof zu den Brunnenkopfhäusern.
Der Aufstieg beginnt direkt am entgegengesetzt zum Schloss liegenden Ende des großen Parkplatzes und steigt durch den angrenzenden Linderwald gleich ordentlich an. Etwa auf halber Höhe quert der Weg den Bergrücken, bevor man nach einem erneuten Anstieg unterhalb des Dreisäulerkopfs direkt auf die Brunnenkopfhäuser zusteuert.
Umweg über den Pürschling.
Zwischen den Brunnenkopfhäusern und dem östlich davon gelegenen Gipfel des Pürschling verläuft oberhalb der Waldgrenze ein sehr schöner Aussichtssteig, der Teil des Maximilianswegs ist. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, ob er von Schloss Linderhof zunächst auf den Pürschling steigt und dann zu den Brunnenkopfhäusern quert oder umgekehrt. Das Streckenprofil ist in beiden Fällen ungefähr gleich. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann auch vom Pürschling nach Unterammergau absteigen und dort die Bahn erreichen.

Länge.
Von Schloss Linderhof (1 3/4 Std.)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied650 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchloss Linderhof
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterOberhalb von Schloss Linderhof steht eine der Jagdhütten, die König Ludwig II. gerne besuchte. Neben der landschaftlich schönen Umgebung schätzte er dort besonders den Ausblick auf die südlichen Ammergauer Alpen.
Die Geschichte der Brunnenkopfhäuser ist eng mit der von Schloss Linderhof verbunden. Schon Maximilian II., Vater des als Märchenkönig bekannten Ludwig II., hatte in dem kleinen Flecken Linderhof ein Forsthaus errichten lassen. Einige Jahre später wurden unterhalb des Brunnenkopfs die Brunnenkopfhäuser gebaut. Sie bestanden aus einer Jagdhütte, einem Haus für das Personal sowie einem Pferdestall.
Nach seiner Krönung zum König hatte Ludwig II. große Pläne: Er wollte ein Schloss nach dem Vorbild von Versailles oder in der Art eines großen byzantinischen Palastes. Zunächst beschränkten sich die Aktivitäten jedoch auf den Ausbau des Forsthauses in Linderhof zu einem »Königshäuschen«, das später durch den Anbau zweier Flügel vergrößert wurde. Das äußerlich eher bescheiden wirkende Gebäude aus Holz erhielt 1873 eine prunkvolle Ummantelung aus Stein, in den darauffolgenden Jahren entstand auch die weitläufige Parkanlage. Die endgültige Fertigstellung von Schloss Linderhof erlebte der König jedoch nicht mehr.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 5, Wettersteingebirge – Zugspitzgebiet, 1:50.000, oder Nr. 05, Oberammergau und Ammertal, 1:35.000
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung von München mit Umsteigen in Murnau nach Oberammergau, dann mit dem RVO-Bus Nr. 9622 weiter nach Linderhof. Mit dem Auto über die A 95 nach Eschenlohe und weiter auf der B 2 nach Oberau. Am Ortsende geht es links über die B 23 nach Ettal und von dort auf der Staatsstraße nach Linderhof. Beim Schloss gibt es einen großen gebührenpflichtigen Parkplatz.
Informationen
Hüttenporträt. Höhe: 1602 m. Erbaut: 1873, erweitert 1922 (DAV-Sektion Bergland). Bewirtschaftet: Täglich von Pfingsten bis zum dritten Wochenende im Oktober. Kulinarischer Tipp: Gulasch. Hüttenwirte: Veronika und Franz Mamhofer. Telefon: 0171/2 60 20 57. Betten: Keine. Lager: 35. Materialbeschaffung: Über Güterweg aus Linderhof. Besonderheit: Ursprünglich als Gesindehaus für das Jagdhaus von König Max erbaut.
Tourismusbüro
Oberammergau Tourismus, Eugen-Papst- Str. 9a, 82487 Oberammergau, Tel.: 08822 / 923 10, Fax: 08822 / 92 31 90, E-Mail: info@oberammergau.de, Internet: www.oberammergau.de

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