Brunnenkopfhäuser

Die beiden Brunnenkopfhäuser wurden 1856 errichtet und dienten ursprünglich König Max II., dem Vater von Ludwig II., als Jagdhäuser. Doch auch der Märchenkönig nutzte später die Hütten, als er Schloss Linderhof erbauen ließ. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
550 m
2.00 h

1. Von Linderhof

Man beginnt an der Westseite von Linderhof, am Ende der Parkplätze. Eine Wegtafel weist die Route durch den Linderwald zum Brunnenkopf. Auf dem ehemaligen königlichen Reitweg zuerst gemütlich ansteigend durch ein Bachtal, dann steiler durch dichten Wald in zahlreichen Serpentinen hinauf bis unter den Dreisäulenkopf. Dort wendet sich der Weg nach links und führt hinauf zum Verbindungsgrat und in weiter Querung hinüber zu den bereits sichtbaren Brunnenkopfhäusern.

2. Vom August-Schuster-Haus

Vom Unterkunftshaus folgt man kurz dem bergwärts führenden Weg, bis links der markierte Fernwanderweg E 4 abzweigt. Auf der Südseite des Latschenkopfs wandern wir zur Kälberalm, dann ansteigend unter das Laubeneck und eben auf gutem Steig am Hennenkopf vorbei zur Kammhöhe und auf diesem – über den Dreisäulerkopf – zu den Brunnenkopfhäusern.

3. Übergang von der Kenzenhütte

Von der Hütte erst auf markiertem Weg (E 4) durch Wald und freies Gelände hinauf zum Bäckenalmsattel (1536 m). Bei der Wegkreuzung geht es links weiter auf serpentinenreichem Weg (E 4) hinauf zur Hirschwanghütte, dann weiter auf mäßig steilem Weg zum Feigenkopf (1867 m). Nun steigen wir steil hinab in einen Sattel, dann über Schrofengelände (Drahtseilsicherungen) zum Südgrat der Klammspitze. Dort geht es aber nicht hinauf, sondern links unter den Gipfelfelsen hinab ins Wintertal und zu den Brunnenkopfhäusern.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied550 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie beiden Brunnenkopfhäuser wurden 1856 errichtet und dienten ursprünglich König Max II., dem Vater von Ludwig II., als Jagdhäuser. Doch auch der Märchenkönig nutzte später die Hütten, als er Schloss Linderhof erbauen ließ. Zeitweise erledigte er sogar seine Regierungsgeschäfte dort oben. 1922 erwarb die AV-Sektion Bergland die beiden Hütten. Die obere Hütte wird als allgemein zugängliche Bergsteigerunterkunft geführt, die kleinere untere Hütte dient als Privathütte der Sektion. Das ganze Ensemble steht mittlerweile unter Denkmalschutz.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Pfaffenwinkel – Staffelsee und Umgebung (LVG).
Informationen
Der Hüttengipfel
Große Klammspitze, 1925 m: Von den Brunnenkopfhäusern wandern wir zunächst in Richtung Westen auf einem schmalen Bergwiesenpfad durch die steilen Hänge des Brunnenkopfes, dann Anstieg durch das so genannte Wintertal bis unter die nun massiv aufragenden Felsen der beiden Klammspitzen. Hier wird es nun richtig alpin. Auf steilem Steig geht es in einigen Kehren hinauf zum Südgrat, dann in einem Rechtsbogen, den Markierungen folgend, über die gestufte Gipfelabdachung hoch zum Gipfelkreuz.
Höchster Punkt
Brunnenkopfhäuser, 1602 m; Gr. Klammspitze, 1925 m.
Unterkunft
Brunnenkopfhäuser, 1602 m (AV-Haus, Kat. I, 36 Lager, bewirtschaftet von Anfang Mai bis Mitte Oktober; Tel. 0175/6540155).

Buchtipp

Heinrich Bauregger

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