Brechhorn (2032 m)

Einfache, aussichtsreiche Bergwanderung (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
1075 m
5.00 h
Vom Parkplatz unmittelbar vor der Mautstelle im Unteren Spertengrund nach Südwesten auf ein Sträßchen abzweigen, das nach der Bachbrücke zur kleinen Siedlung rund um die Ebenaualm führt. Der Anstieg schwenkt nach links aus der Ansiedlung heraus, kurz über eine Wiese und dann wieder rechts, um relativ steil durch einen kurzen Waldgürtel anzusteigen. Anschließend über einen Bach und dann wieder auf freie Hänge. Bald darauf wird ein breiter Viehweg erreicht, auf dem man sich links haltend nach Süden zur Wirts-Grundalm geht. Der alte Weg, der von dieser Alm nach Westen in den Wald hinaufführt und dann in etlichen Kehren nach Südwesten ansteigt, ist wegen eines Felssturzes gesperrt und wird nicht mehr unterhalten. Allerdings kann man ihn mit entsprechender Vorsicht noch immer begehen, denn die alten Markierungszeichen sind noch da. Beim Felssturz ist entsprechende Vorsicht geboten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hält sich bei der Wirts-Grundalm an die Wegbeschilderung, die kurz nach Süden, dann über der Unteren-Grund-Ache nach Südwesten führt und gegen Nordwesten im Wald ansteigt, bis sie unter dem Wirts-Mittelleger zum alten Wanderweg stößt. Von den Almgebäuden folgt man der guten Wegspur über freie Wiesenhänge nach Westen in den Wald. Zwischen mächtigen Sturzblöcken sich etwas links halten und durch abwechslungsreiches, felsiges Gelände weiter aufwärts. Anschließend wandert man wieder auf freien Hängen, nur noch kurz durch einen Waldgürtel und sich etwas rechts haltend durch schön gegliedertes Berg-Almgelände weiter. Der Bergweg führt auf einem Steg über einen Bach, nach links aus einem Bachgraben heraus und zur Wirts-Hochalm. Sie liegt malerisch in einer weiten Hochebene unter einem weiten, freien und sehr sonnigen Südhang. Über ihn nun lange hinauf. Wer zurückblickt, wird an klaren Tagen beobachten können, wie sich mit zunehmender Höhe ein ausnehmend schönes Panorama zur Venedigergruppe hin erhebt. Nach einem langen und in der Sonnenglut zermürbenden Anstieg wird der Gratrücken östlich des Brechhorngipfels erreicht. Auf ihm links abdrehen und zum Gipfelkreuz hinauf. Der Rundblick reicht nun von der Venedigergruppe über die östlichen Zillerkämme, Karwendel und Rofan, Chiemgauer Alpen, Kaisergebirge, Loferer und Leoganger Steinberge, die Berchtesgadener Alpen bis hin zu den Hohen Tauern und dem Großglockner. Abstieg: In der Regel wird entlang der Aufstiegsroute wieder abgestiegen. Es gibt aber eine Variante, die man nur bei klarer Sicht und guter Orientierungsgabe durchführen sollte. Sie verläuft entlang der Skiroute durch wegloses Berggelände. Anfangs führt sie entlang der Aufstiegsroute nach Osten, aber dann geradeaus an den linken Rand einer weiten Senke. Von dort steigt man zum unbedeutenden Punkt 1898 m rund 40 Höhenmeter an und sich etwas rechts haltend ins Krummholz hinein. Durch breite Latschengassen und eine labile Rinne kommt man zur Breitlabalm hinunter, wo man rechts abbiegt. Der Skimarkierung entlang durch einen ziemlich steilen Alpenrosenhang zu einer Hütte hinunter, wo man auf einen Steig stößt. Dieser verläuft ziemlich eben nach Nordosten und in den Wald hinein. Nach dem Waldstück geht es auf freie Weidehänge, in denen die Wegspur endet. Nun in der gleichen Richtung weiter, bis man unten die Durachalm stehen sieht. Auf Wegrampen in der Wiese in Kehren zur Alm hinunter und dem talwärts führenden groben Sträßchen kurz folgen. Nach links zweigt direkt unter der Alm auf einem Hangvorsprung eine Viehspur ab, die sich aber im Farnkraut bald verliert. Nun wieder weglos hinunter und beim Weidezaun am Waldrand ein wenig rechts. An ein paar Hütten vorbei und wieder zu einem Bergweg (Skiroutenmarkierung). Auf ihm zu einer Straße und in Kehren zur Unteren-Grund-Ache. Neben ihr sich rechts haltend zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1075 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz bei der Mautstelle im Unteren Spertengrund bei Aschau (1011 m)
EndpunktParkplatz bei der Mautstelle im Unteren Spertengrund bei Aschau (1011 m)
TourencharakterVor allem bei Skitourengehern hat sich das Brechhorn zu einem sehr beliebten Gipfel gemausert. Im Sommer ist es auf diesem großartigen Aussichtsberg zwar stiller, aber ein Geheimtipp ist dieser längst nicht mehr. Wer früh aufbricht, kann allerdings auch am Brechhorn noch Bergeinsamkeit genießen. Allein schon wegen einer längeren südostseitigen Aufstiegsetappe im Sonnenschein ist dringend zu empfehlen, früh am Tag loszugehen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte 1:50000, Blatt 29 (Kitzbüheler Alpen)
MarkierungenWegtafeln, rote Markierungspunkte und weglose, unmarkierte Abstiegsvariante
VerkehrsanbindungBusverbindung Kitzbühel–Kirchberg–Aschau; mit dem Auto von Kitzbühel oder Wörgl nach Kirchberg in Tirol und dann nach Aschau und zum Eingang in den Unteren Spertengrund
GastronomieNur in der Oberlandhütte nahe des Ausgangspunktes
Tipps
Kindereignung Diese Tour eignet sich wegen seiner Länge nur dann für Kinder ab 12 Jahren, wenn diese gut trainiert und ausdauernd sind.
Höchster Punkt
Brechhorn (2032 m)
Unterkunft
Oberlandhütte
Tourismusbüro
Tourismusverband Kirchberg in Tirol, Tel. 0043/5357/2000100; www.tirol.at/kirchberg
Mehr zum Thema