Brandenburger Tor und Potsdamer Platz

Abwechslungsreicher Spaziergang auf Fußwegen neben breiten Straßen, im Tiergarten Gelegenheit zum Verschnaufen im Grünen. (Autor: Tassilo Wengel)
8 km
90 m
2.00 h
Wir starten am S-Bahnhof Unter den Linden und nehmen den Ausgang zum Pariser Platz, der von Botschaften und dem legendären Hotel Adlon gesäumt wird. Vor uns präsentiert sich das Brandenburger Tor, Symbol der Trennung und Wiedervereinigung Deutschlands. Durch dieses berühmteste Wahrzeichen Berlins gehen wir zum Platz des 18. März und schwenken nach rechts zum Reichstaggebäude, dem Sitz des Deutschen Bundestages. Hier wenden wir uns nach links, gehen die Scheidemannstraße bis zur Entlastungsstraße und wenden uns abermals nach links, überqueren die Straße des 17.Juni und genießen den Blick zur Siegessäule mit der Viktoria als Krönung. Unser Weg führt am Tiergarten entlang, einer 220ha großen Grünfläche im Herzen Berlins, dessen Mittelpunkt der Große Stern mit der Siegessäule ist. Alleen, Liegewiesen, Wasserläufe und Seen prägen das Bild des Tiergartens und mittendrin stehen die Kongreßhalle und das Schloß Bellevue, der Sitz des Bundespräsidenten (15Min.). Es lohnt sich auf jeden Fall, den Tiergarten nach eigenem Ermessen zu erkunden und vielleicht eine Verschnaufpause auf einer Liegewiese einzulegen. Wir gehen geradeaus weiter, überqueren die Tiergartenstraße und kommen nach links schwenkend über die Bellevuestraße zum Potsdamer Platz mit dem Sony-Center. Unser Weg führt durch das lichtdurchflutete Forum mit Geschäften, Restaurants und Cafés zur Potsdamer Straße (30Min.). Links steht der neobarocke Kaisersaal des einstigen hochherrschaftlichen Hotel Esplanade, der unter Denkmalsschutz steht. Er wurde im Zuge der Bebauung des Potsdamer Platzes auf einem luftkissenartigen Rollgerüst in spektakulärer Aktion um einige Meter verschoben. Am Bahnhof Potsdamer Platz überqueren wir die Ebertstraße und kommen zum Leipziger Platz, wo immer noch fleißig gebaut wird. Wir folgen der Leipziger Straße weiter, überqueren Wilhelmstraße und Friedrichstraße und kommen zum Spittelmarkt. Vor der Brücke schwenken wir rechts in die Wallstraße und gehen zum Märkischen Museum, einem Backsteinbau im Stil der Neogotik mit Renaissancemotiven. Vor dem Museum steht das Denkmal von Heinrich Zille, auch »Pinselheinrich« genannt, der wohl der populärste Berliner Künstler war. Seine Arbeiten sind im Märkischen Museum und im Berlin-Museum zu sehen. Über die Straße am Köllnischen Park gelangen wir zum Märkischen Ufer an der Spree. Hier hat sich eine kleine Oase des alten Berlin erhalten und historische Bürgerhäuser aus dem 18.Jh. mit spätbarocken und klassizistischen Fassaden reihen sich aneinander. Wir wenden uns nach links, gehen am Ufer entlang bis zum Mühlendamm und erreichen über die Breite Straße den Schloßplatz. Hier wenden wir uns nach links und gelangen über die Französische Straße zur Friedrichstraße. Dort schwenken wir nach rechts, gehen an den Friedrichstadtpassagen entlang, wo die Quartiere 205, 206 und 207 unterirdisch durch eine Passage mit Geschäften und Restaurants verbunden sind. Wir kommen am Lafayette vorbei, einem Ableger des Pariser Kaufhauses Lafayette, an Nobelgeschäften sowie dem Haus der Russischen Kultur und gelangen schließlich zur Straße Unter den Linden. Dort schwenken wir nach links und erreichen wieder den S-Bahnhof Unter den Linden (2Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied90 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Unter den Linden.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDas neue Zentrum am Potsdamer Platz zieht Sommer wie Winter Touristenscharen an. Ein schöner Spaziergang verbindet das alte und das neue Zentrum von Berlin.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan Berlin City, Maßstab 1:16000.
Markierungenkeine.
VerkehrsanbindungS-Bahn: S1 Potsdam–Oranienburg, S2 Bernau–Blankenfelde.
GastronomieZahlreiche Möglichkeiten am Brandenburger Tor, im Sony Center und in der Friedrichstraße.
Tipps
Berlins Wahrzeichen – das Brandenburger Tor. Das Brandenburger Tor wurde von Carl Gotthard Langhans 1791 im klassizistischen Stil geschaffen. Um dem Tor soviel Öffnung als möglich zu geben, nahm er nach eigener Aussage das Stadttor von Athen als Modell. Das Brandenburger Tor war als Krönung für die Prachtallee Unter den Linden zur Westseite hin gedacht und als Friedenstor geplant und wurde 1793 künstlerisch vervollständigt. Die berühmte Quadriga, ein von vier Pferden gezogener Wagen mit der Siegesgöttin wurde von Johann Gottfried Schadow entworfen, ebenso Reliefs und Sitzstatuen, die Berliner Bildhauer ausführten. Nach umfassender Restaurierung erstrahlt es seit 2002 wieder im neuen Glanz.
Unterkunft
Buchung über Tel. 030/250025, Fax 030/25002424, Internet-Buchung: www.berlin-tourist-information.de
Tourismusbüro
Berlin Tourist Information, Europa-Center, Eingang Budapester Straße 45, 10787 Berlin, Tel. für Reservierung: 030/250025, für Information 0190-0-16316, www.berlin-tourist-information.de

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Tassilo Wengel

Genusswandern Berlin und Umgebung

35 abwechslungsreiche Wanderungen, von der historische Stadtmitte bis zu reizvollen märkischen Dörfern. Mit zahlreichen Tipps zu Kultur und Kulinaria.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema