Blockhüpfen auf dem Hemerkogel, 2759 m

Lange Rundtour im Schatten der Gletscherwelt - Der Aufstieg ist zwar steil, aber einfach. Auch der Übergang vom Gipfel in die Hemerscharte ist noch nicht schwierig. Der Abstieg zum Grastalsee verlangt allerdings Trittsicherheit im groben Blockwerk. Wenn dort noch harter Schnee liegt, kann er gefährlich werden. (Autor: Siegfried Garnweidner)
14 km
1295 m
7.00 h
Von Niederthai zum Hemerkogel Durch Niederthai und weiter nach Lehen, am Sportplatz vorbei und auf dem Sträßchen in Kehren bis zum Mauslesattel nach Süden durch den Wald hinauf. Dort links abzweigen und im dichten Wald ziemlich steil in Kehren nach Süden hinauf. Bis zu einer Höhe von 1830 m geht es nun forsch hinauf, dann wendet sich der Weg etwas nach rechts und führt wesentlich flacher in mehrfachem Auf und Ab weiter. Anschließend wird der Wald verlassen und man kommt über eine Lichtung zur Unteren Hemerachalm. An den Hütten vorbei und eine Hangreiße queren, die vom Gipfelgrat bis ins Ötztal abfällt. Durch einen kurzen Waldgürtel und links haltend etwas steiler zur verfallenen Oberen Hemerachalm. Der Wald endet nun und freie Ausblicke öffnen sich. Der Weg steigt gegen Osten deutlich steiler an, schwenkt nach links und führt gegen Norden, an der Quelle (mit Rastplatz) vorbei; die Runse ist abermals zu queren. Danach durch triste Hänge, immer der schmalen, gut markierten Wegspur folgend mühsam hinauf. Das Gipfelkreuz ist zwar schon längst zu sehen, aber man darf sich nicht täuschen lassen, denn der Weg zum Gipfelgrat ist noch weit. Auf ihm links halten und die letzten Meter zum höchsten Punkt hinauf. Abstieg über die Hemerscharte zum Grastalsee Vom Gipfel am Grat zurück, danach aber nicht rechts abbiegen, sondern dem Grat entlang nach Südosten weiter. Dabei auf der rechten Gratseite bleiben und auf dem markierten Steig in ständigem Auf und Ab dahin und dabei gut aufpassen, um nicht die Trampelpfade der Schafe mit der eigentlichen Wegspur zu verwechseln. Nach dieser unbequemen Etappe gelangt man schließlich in die Hemerscharte, wo die Routenmarkierungen links abzweigen und in Blockwerk hineinführen. Anfangs kommt man noch recht gut weiter, aber je gröber die Felsenblöcke werden, umso ungemütlicher wird der Abstieg. Man muss wirklich vorsichtig sein, denn etliche Blöcke sind locker und es kann fatale Folgen haben, in eines der Löcher zwischen den Felsen hineinzufallen. Besondere Vorsicht muss man auch walten lassen, wenn in diesem steilen Bereich verharschter Schnee liegt. Schließlich fällt die Route in ein Tälchen ab, durch das man nach rechts weitergeht und über ein paar Höhenrücken zum Auslauf des türkisfarbigen Grastalsees kommt. Durch das Grastal nach Niederthai zurück Neben dem Grastalbach ziemlich steil über labile Schutt- und Geröllhänge nach Norden hinab, an den eindrucksvollen Wasserfall nahe heran und allmählich flacher in das wenig ansprechende Schutttal. Der breite Talgrund flacht immer mehr ab und wird allmählich auch etwas grüner und ansprechender. Auf der Höhe von 2070 m zweigt nach rechts der Anstieg zum Kreuzjoch ab. Dort weiter talauswärts, bis hinter der Quellfassung eine Fahrstraße erreicht wird. Diese queren, rechts vom Bach in lichtem Wald hinab und schon bald nach links auf einem Steg über den Wildbach. Nun in weitem Linksbogen dahin, auf einem Fahrweg ziemlich flach das Tal hinaus, bis schließlich am Waldrand der malerische Ort Niederthai zu sehen ist. In weitem Bogen am Hotel Falkner vorbei und auf der Straße zum Ausgangspunkt zurück.

Dauer - ges. 73/4 Std.; Niederthai – Mauslesattel 1/2 Std., Mauslesattel – Untere Hemerachalm 3/4 Std., Untere Hemerachalm – Obere Hemerachalm 3/4 Std., Obere Hemerachalm – Quelle 3/4 Std., Quelle – Hemerkogel 11/4 Std., Hemerkogel – Hemerscharte 1/2 Std., Hemerscharte – Grastalsee 1 Std., Grastal- see – Niederthai 21/4 Std. Höhenunterschied: ?? 1295 m; Niederthai – Mauslesattel ? 100 m, Mauslesattel – Untere Hemerachalm ? 20 m ? 245 m, Untere Hemerachalm – Obere Hemerachalm ? 226 m, Obere Hemerachalm – Quelle ? 215 m, Quelle – Gipfelgrat – Hemerkogel ? 459 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1295 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktNiederthai, 1538 m
TourencharakterVon den Bergwanderzielen, die direkt von Niederthai aus angegangen werden, dürfte der Hemerkogel zu den anspruchsvolleren zählen. Das Prädikat »schwierig« hat dieser schöne Aussichtsberg aber noch lange nicht verdient. Dazu fehlt ihm etwas. Hat man auf der langen Rundtour die Waldgrenze bei der verfallenen Oberen Hemerachalm erst einmal verlassen, wird man von einer grandiosen Rundschau empfangen. Anfangs reicht sie über das Ötztal zum benachbarten Geigenkamm hinüber, später zeigen sich die allerhöchsten Gipfel der Ötztaler Alpen und am Gipfel schließlich brilliert der gletschergezierte Breite Grieskogel mit seinen Nachbarn Hörndle und Grastaler Grieskogel. Auch am Grastalsee wird man noch einmal von landschaftlichen Höhepunkten empfangen, ehe der Abstieg durch das eher triste Grastal folgt.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte, 1 - 50000, Blatt 43 (Ötztaler Alpen)
VerkehrsanbindungDurch das Ötztal bis Umhausen und dann auf steiler Bergstraße bis Niederthai
GastronomieGasthäuser und Hotels in Niederthai
Tipps
Alternative Wem das alles zu viel ist, dem sei die beliebte Wanderung von Niederthai durch das Grastal zum Grastalsee und wieder zurück empfohlen. Dafür muss man rund 3 Std. für den Aufstieg und 21/4 Std. für den Abstieg einplanen.
Höchster Punkt
Hemerkogel, 2759 m
Unterkunft
Gasthäuser und Hotels in Niederthai
Tourismusbüro
Umhausen, Tel.: 0043/(0)5255/5209; Internet: www.tirol.at/umhausen
Mehr zum Thema