Blecksteinhaus, 1024 m

Leichter Spaziergang auf Forststraße, auch mit Kinderwagen möglich (Autor: Martina Gorgas)
4 km
1.00 h
Spaziergang zum Blecksteinhaus Das Blecksteinhaus erreicht man vom Spitzingsee (Parkplatz bei der Kirche) über einen leichten, landschaftlich reizvollen Spaziergang. Der Weg ist kinderwagentauglich und auch im Winter begehbar, je nach Schneeverhältnissen als Winter- oder Schneeschuhwanderung.Beim Wirtshaus Wurzhütte am Südende des Spitzingsees folgen wir an der Schranke dem leicht abwärts führenden Valepper Almweg; die kleine Straße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Man spaziert neben der plätschernden Roten Valepp entlang, bis man nach ca. 15 Minuten die Abzweigung zur Albert-Link-Hütte erreicht. Weiter geht es über freies Almgelände zum Waldrand, wo der Weg nach links zum Blecksteinhaus ausgeschildert ist, und nach insgesamt einer halben Stunde stehen wir dann vor dem traditionsreichen Alpenvereinshaus mit seinem netten Biergarten.Treue Gäste Fast jeder Gast, der sich in der gemütlichen Gaststube oder im kleinen Biergarten vor dem Haus niederlässt, wird vom Wirt mit Handschlag und Namen begrüßt. Kollol Majumdar, der in Bayern geborene Hüttenwirt mit indischem Hintergrund, erzählt, dass die überwiegende Mehrzahl Stammgäste seien. Die Ältesten, ein Ehepaar, beide über 90 Jahre alt, haben sich in ihrer Jugend auf der Hütte kennengelernt und feiern hier jedes Jahr ihren Hochzeitstag!Überhaupt wird im Blecksteinhaus gern gefeiert: Ob Geburtstag, Familien- oder Betriebsfeier – die gepflegte Küche mit ihren frisch zubereiteten Schmankerln aus der Region stellt auch anspruchsvolle Gäste zufrieden. Die urige, orginal erhaltene Gaststube mit dunkler Holzdecke und Vertäfelungen und die freundlichen Wirtsleute Carmen und Kollol tun ihr Übriges, damit sich ihre Gäste wohl fühlen.Bierbratwürste und Blaubeerkuchen Haben Sie schon einmal Bierbratwürste gegessen? Wohl kaum, denn Hüttenwirt Kollol hat diese würzige Spezialität mit dem Metzger Murr vom Schliersee neu kreiert. Auch die anderen Bratwürste – je nach Jahreszeit vom Lamm oder Wild (mit grobem Pfeffer und Wacholder) – werden nach eigenem Hausrezept hergestellt. Dazu gibt es selbst eingelegtes Sauerkraut mit frisch gebackenem Bauernbrot von der Albert-Link-Hütte oder mit Bratkartoffeln.Eine weitere Spezialität des Wirts sind die verschiedenen »Pfanderl«, vegetarisch als Kässpätzle oder mit geräuchertem Speck und Ei bzw. mit gebratenem Schweinefilet. Sympathisch ist, dass man manche Gerichte auch als kleinere Portionen bestellen kann.Zusätzlich zur normalen Karte gibt es ein oder zwei Tagesgerichte: je nach Saison ein herzhafter Eintopf mit Linsen oder Weißkraut oder ein kräftiger Braten, etwa vom Spanferkel. Als Nachtisch oder zum Kaffee unschlagbar: der Blaubeerkuchen, der mit einer großen Portion Schlagsahne serviert wird.

Insgesamt 1 Std. für Hin- und Rückweg

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Dauer1.00 h
AusgangspunktSpitzingsee (1090 m)
TourencharakterDie vielen Stammgäste können nicht irren: Das Blecksteinhaus überzeugt durch die Qualität der Produkte, die Sorgfalt bei der

Küche – und den sympathischen Hüttenwirt!
Hinweise
Aufstieg zur Rotwand, 1885 m Eine schöne leichte Tour führt vom Blecksteinhaus zum Gipfel der Rotwand: Über den Pfanngraben wandert man an kleineren Wasserfällen und Gumpen vorbei gemächlich bergauf; es geht ohne größere Anstrengung über teils freies Gelände zum Rotwandhaus, 1737 m. Von dort sind es nur noch wenige Anstiegsmeter zum Gipfel mit schönem Panoramablick – eine Orientierungstafel hilft dabei, die umliegenden Berge zu benennen. Zurück geht es auf demselben Weg oder über den Forstweg, vorbei am Berggasthof Igler. Aufstieg vom Blecksteinhaus ca. 2.30 Std. Wer macht den besten Schnaps? Hüttenwirt Kollol versteht aber nicht nur viel von gutem Essen, sondern auch von feinen Tropfen. Seinen offenen Wein hat er persönlich vom Gardasee importiert. Auch seine Schnapsauswahl ist beeindruckend, und besonders stolz ist er auf den Hausschnaps, seine »Erfindung«. Für das Rezept lieferte er sich sogar einen Wettstreit mit dem Brennmeister der Destillerie Lantenhammer, von der er alle Schnäpse bezieht – und hat ihn am Ende auch gewonnen! Serviert wird der Schnaps in speziellen weißen Porzellanpfeifen, die sich zudem als originelles Mitbringsel eignen.
KartentippAV-Karte 1:25 000, 7/1 Bayrischzell/ Schliersee; UK 12
VerkehrsanbindungAuto: Auf der A 8 München–Salzburg bis Ausfahrt Weyarn, weiter nach Miesbach und auf der B 307 über Hausham, Schliersee und Fischhausen-Neuhaus zur Abzweigung der Spitzingstraße; dann über den Spitzingsattel zum großen Parkplatz bei der Kirche (gebührenpflichtig) n Zug: Mit der BOB (Bayerische Oberlandbahn) nach Schliersee und vom Bahnhof Schliersee mit dem Bus zum Spitzingsee
Tipps
Anregungen für Touren und Aktivitäten rund ums Bleckstein- haus gibt’s unter www.blecksteinhaus.com Spargel-Käse-Schmarrn Zutaten für 2 große oder 4 kleine Portionen: 500 g Spargel 4 Eier 60 ml Milch 70 ml Sahne 80 g Mehl 100 g geriebener Bergkäse (wer es milder mag, nimmt 50 g Bergkäse und 50 g Emmentaler) Salz, Pfeffer Butter, Öl Petersilie Den Spargel schälen und in reichlich Salzwasser nicht zu weich kochen. Inzwischen die Eier schaumig schlagen. Nach und nach Milch, Sahne, Mehl und Käse dazurühren. Den Teig mit Salz und Pfeffer abschmecken und mindestens 15 Min. ruhen lassen. Den gekochten Spargel in gleichmäßig große Stücke schneiden. Etwa 50 g Butter und 1 Esslöffel Öl in einer großen, schweren Pfanne heiß werden lassen. Die Hälfte des Teigs dazugeben und die Hälfte der Spargelstücke darüber streuen. Bei mittlerer Hitze auf der Unterseite braun backen. Den Schmarrn in vier Teile teilen, wenden, bräunen und in mundgerechte »Schmarrnstücke« zerzupfen. Mit gehackter Petersilie bestreuen und servieren. Die andere Hälfte des Teigs und der Spargelstücke genauso zubereiten.
Unterkunft
Blecksteinhaus, Bleckstein 1, 83727 Schliersee-Spitzingsee, Tel. 08026/712 04, www.blecksteinhaus.com n Hüttenwirte: Carmen und Kollol Majumdar n Öffnungszeiten: Ganzjährig geöffnet, Dienstag Ruhetag; Betriebsferien Anfang Mai oder im Juni oder Nov. n Schlafplätze: Je 22 Zimmer- und Matratzenlager

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